{"id":1230,"date":"2012-11-18T19:16:56","date_gmt":"2012-11-18T18:16:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.darkover-con.de\/?page_id=1230"},"modified":"2019-04-22T14:41:18","modified_gmt":"2019-04-22T13:41:18","slug":"berichte-april-2006","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.darkover-con.de\/?page_id=1230","title":{"rendered":"2006 &#8211; Fr\u00fchjahr"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Plot zur Fr\u00fchjahres Con 2006<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Leider l\u00e4sst sich f\u00fcr den Kriegsplot von L\u00fctzens\u00f6mmern keine Ausschreibung mehr finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Situation stellte sich wie folgt dar: Es sogen in den Krieg: Aldaran unter Rakhaila Aldaran, die Storns und Asturias (bzw. Greenscarp)<br><br>gegen Hastur (von Carcosa), Alton, Ardais, Castamir.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sonst noch mit dabei war auf den jeweiligen Seiten, l\u00e4\u00dft sich nach \u00fcber einer Dekade nicht mehr nachvollziehen.<\/p>\n\n\n<h2><span style=\"color: #993300;\">April Con 2006 - Berichte<br \/><\/span><\/h2>\n<p>Hier findet ihr die Berichte der Cons, die damals im alten Kristallsaal gepostet wurden und zum Gl\u00fcck auch auf der Conpage festgehalten wurden.<\/p>\n<p><a href=\"#pro\">Pro Hastur<\/a><br \/><a href=\"#di\">di Asturien<\/a><br \/><a href=\"#ya\">Yarid und Coryn<\/a><br \/><a href=\"#bo\">Botenvogel<\/a><br \/><a href=\"#ast\">Asturias<\/a><br \/><a href=\"#fluch\">Rakhailas Fluch<\/a><br \/><a href=\"#eh\">Eh ein Hintern und ein Kopf<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"pro\"><\/a>Pro Hastur<\/h3>\n<p>*Depesche aus dem Feldlager der Alton an*<\/p>\n<p>Dom Jerome Hastur<\/p>\n<p>Werter Verwandter, mir wurde soeben von der Euch<br \/>zugef\u00fcgten Schmach Eurer Entf\u00fchrung berichtet.<br \/>\u00dcber eine solch bodenlose Infamie bin ich derart<br \/>erbost, das ich sogleich die notwendige Ma\u00dfnahmen<br \/>in die Wege geleitet habe.<br \/>Denn auf einen derartigen Affront kann es nur eine<br \/>Antwort geben und zwar den Ruf zu den Waffen.<br \/>Ich habe bereits begonnen, meine Truppen zu<br \/>sammeln und ebenfalls neue ausheben zum lassen.<br \/>Auf meine Hilfe und den Beistand meiner M\u00e4nner<br \/>k\u00f6nnt Ihr im bevorstehenden Konflikt z\u00e4hlen.<br \/>Zur Koordination unserer Streitkr\u00e4fte und zum<br \/>Austausch der Meinungen und Taktiken schlage ich<br \/>vor uns mit unseren weiteren Verb\u00fcndeten bald<br \/>m\u00f6glichst zu einem Kriegsrat zusammen zu finden,<br \/>um den elenden Frevlern die Stirn zu bieten, ehe sie<br \/>noch weitere Schaden anrichten.<\/p>\n<p>Meine freundschaftlichsten Gr\u00fc\u00dfe und auf das Eure<br \/>Feinde sich baldm\u00f6glichst im Staub zu Euren F\u00fc\u00dfen<br \/>wiederfinden m\u00f6gen,<\/p>\n<p>Euer,<\/p>\n<p>Dom Esteban Alton.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Verehrter Verwandter Esteban Alton,<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>mit Wohlwollen erkenne ich, dass wir einvernehmlich<br \/>auf diesen Affront seitens der Nachkommen Aldaran<br \/>und deren Anh\u00e4ngern reagierten.<br \/>Ebenfalls bin ich hoch erfreut, dass Ihr Eure Truppen<br \/>bereits zu den Waffen gerufen habt und mir Eure Loyalit\u00e4t<br \/>in diesem Konflikt zukommen lasst.<br \/>Seid bereits im Voraus hierf\u00fcr bedankt.<br \/>Ich war eine lange Zeit gewillt, den schwer errungenen Frieden zwischen<br \/>den Dom\u00e4nen zu erhalten, doch eine solch schmachvolle und von<br \/>wenig Ehrgef\u00fchl zeugende Tat l\u00e4sst nur eine Konsequenz zu.<br \/>Meine Truppen stehen bereits marschbereit und Zugest\u00e4ndnisse<br \/>diverser T\u00fcrme wurden mit ebenso versichert.<br \/>Ein Kriegsrat wird einberufen, dies zieht auch bereits<br \/>erste Schritte der Vorbereitung nach sich.<br \/>Jedoch m\u00f6chte ich aus Sicherheitsgr\u00fcnden<br \/>in diesem Schreiben auf jedwede Zeit- oder Ortsangaben<br \/>verzichten.<br \/>Ich werde Euch auf anderen Wegen alle n\u00f6tigen Informationen<br \/>zukommen lassen.<\/p>\n<p>Seid Euch meiner Freundschaft auch in Zukunft sicher<br \/>und m\u00f6gen die G\u00f6tter geben, dass unsere Gegner den Tag<br \/>verfluchen, an dem sie D\u00fcnkel gegen Hastur und seine<br \/>Verb\u00fcndete geplant haben.<\/p>\n<p>Euer<br \/>Jerome Hastur von Carcosa<br \/>Lord Carcosa<\/p>\n<hr \/>\n<p>*Brief von Jocasta Hastur von Elhalyn y Aillard<br \/>per Kurier an Jerome Hastur von Carcosa*<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Jerome, mein lieber Verwandter,<\/p>\n<p>mit Verwundern h\u00f6rte ich die Geschichte Deiner Entf\u00fchrung. Ich habe ja schon immer gesagt, da\u00df Du viel zu vertrauensseelig bist. Wie kannst Du Dich nur mit diesem Aldarangesindel abgeben? Da\u00df sie Dir solch eine Schmach antun m\u00fcssen...<\/p>\n<p>Wie mir meine Laranzuin mitteilen, haben sie \u00fcber ihre Kundschafterv\u00f6gel gro\u00dfe Heerhaufen umherziehen sehen - Aldaran-Leute - und einige sind auch auf dem Weg in Richtung unserer Grenze. Aus diesem Grund kann ich Dich leider nicht mit einer gro\u00dfen Truppe unterst\u00fctzen wie ich es gerne t\u00e4te sondern mu\u00df unsere eigenen Grenzen gegen die Feinde besetzt halten.<\/p>\n<p>Ich werde es mir aber nicht nehmen lassen, mit einer kleinen schlagkr\u00e4ftigen Truppe aus Palastwachen und Laranzuin zu Euch zu sto\u00dfen, um Euch bei diesem Kriegszug zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Mein Hauslaranzu h\u00e4lt mich \u00fcber die Truppenbewegungen auf dem laufenden und verla\u00dft Euch darauf, ich werde zur rechten Zeit zur Stelle sein, auch wenn die Wege zunehmend unsicher werden. Da wir schnell unterwegs sein m\u00fcssen hoffe ich, da\u00df Du uns ein standesgem\u00e4\u00dfes Quartier zur Verf\u00fcgung stellen kannst, der Transport meiner \u00fcblichen Zeltstadt w\u00fcrde uns zu lange aufhalten.<\/p>\n<p>Bis dahin verbleibe ich mit<br \/>verwandtschaftlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Jocasta Hastur von Elhalyn y Aillard<\/p>\n<h3><a name=\"di\"><\/a>Di Astuirien<\/h3>\n<p>Wer nach den Geschehnissen des letzten Plotts noch fragen muss, zu welcher Seite es uns di Asturiens verschlagen hat, der hat eindeutig gepennt<\/p>\n<p>Di Asturien ist durch Familienbande und durch das Wort Corran di Asturiens, Lord von GreenScarp, Aldaran verpflichtet!<\/p>\n<p>Wir ziehen an der Seite Aldarans und Storn gegen Hastur und seine Verb\u00fcndete in den Krieg!<\/p>\n<p>gez.<br \/>Corran di Asturien, Lord von GreenScarp<\/p>\n<hr \/>\n<p>An ihre Ladyschaft, Rakhaila Aldaran von Aldaran,<br \/>die Gebr\u00fcder Storn und alle anderen Berglords, die sich der Befreiung des Lords von Aldaran angeschlossen haben.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wir, ihre k\u00f6nigliche Majest\u00e4t, Caleb Cyril di Asturien geben hiermit bekannt, das sich der getreue Lehnsmann und Verwandte, Corran di Asturien samt seiner Frau, Aliciane Aldaran und einiger Getreuer bereits auf dem Wege befindet, dem von ihm gegebenen und von Ihrer Majest\u00e4t abgesegneten Versprechen nachzukommen.<br \/>F\u00fcr die Dauer des Krieges gegen die Tiefland-Usurpatoren wird er als Heerf\u00fchrer Asturiens unsere Truppen befehligen und nach Kr\u00e4ften dazu beitragen, das sein Schwager Joric, Lord Aldaran, aus der Kerkerhaft befreit und Hastur f\u00fcr diesen Frevel bestraft wird.<br \/>Er wird in allen Belangen im Namen des K\u00f6nigs Asturiens und seiner W\u00fcnsche handeln.<br \/>Weiterhin erh\u00e4lt er die Erlaubnis auch gegen jeden anderen F\u00fcrsten zu ziehen, der sich auf die Seite derer von Hastur geschlagen hat.<br \/>In unseren Augen ist die weitere Landnahme derer von Hastur nicht l\u00e4nger zu dulden, ebensowenig wie die Inhaftierung eigenst\u00e4ndiger Lords. L\u00e4ndereien auf diese Weise schwach und widerstandslos zu machen ist in unseren Augen nur der Beginn einer Machtergreifung, doch die freien K\u00f6nigreiche, F\u00fcrstent\u00fcmer und Lordschaften werden sich nicht l\u00e4nger unterdr\u00fccken lassen.<br \/>So verpflichten Wir Uns also, euch in eurem Kampfe beizustehen und hoffen auf ein rasches Gelingen.<br \/>Der Herr des Lichts beleuchte Unseren Weg, und Avarra gew\u00e4hre Uns ihre Gnade.<\/p>\n<p>Ihre Majest\u00e4t,<br \/>K\u00f6nig Caleb di Asturien,<br \/>Herrscher \u00fcber Asturiens Lordschaften: Asturias, GreenScarp, High Fens und Arryn.<\/p>\n<h3><a name=\"ya\"><\/a>Yarid und Coryn<\/h3>\n<p>Die kleine Gruppe hatte die Genzen DiAsturiens hinter sich gelassen und hatte damit wieder etwas mehr Ruhe, auch wenn Yarid leicht reizbar und in sich zur\u00fcckgezogen blieb.<br \/>Yarid hatte sich Geoffreys Wunsch gebeugt, was das Reiseziel betraf, auch wenn Gwennis sehr deutlich machte, da\u00df sie nichts davon hielt in Richtung der Trockenst\u00e4dte zu reisen. Es ist nicht so, als wenn sie laut geworden w\u00e4re oder einem der beiden M\u00e4nner Vorw\u00fcrfe gemacht h\u00e4tte, es war eher so, da\u00df es Yarid schien, als wenn sie vor Angst mit den Tr\u00e4nen ringen w\u00fcrde. so zerbrechlich... warum habe ich nicht darauf bestanden, da\u00df sie zur\u00fcckbleibt? Eigentlich ging es ihr in der Taverne doch gut...<br \/>Seufzend richtet er seinen Blick wieder auf die nahen Lichter, die die D\u00e4mmerung durchdringen. Mir ging es an Corrans Hof auch gut... manchmal machen Menschen einfach Dinge, die absolut keinen Sinn ergeben! Hoffentlich findet mein Onkel mich auch diese Nacht nicht...<br \/>Die Drei erreichten das Gasthaus eine halbe Stunde nach Einbruch der Dunkelheit und mieteten sich in ein Zimmer ein. Als der Wirt Andeutungen machte, ob der junge Mann wohl ein Barde sei, winkte Yarid nur m\u00fcde ab. \"Ich bin ein Spielmann, ja. Aber auch ein sehr m\u00fcder, und ein sehr hungriger. Ich werde sp\u00e4ter spielen, aber vielleicht auch erst morgen. Im Moment sollte es Euch gen\u00fcgen, da\u00df wir die M\u00fcnze haben um die Zeche zu bezahlen.\" Er nickt ihm noch kurz zu und schlie\u00dft dann die T\u00fcr.<\/p>\n<p>Ohne gro\u00dfartig auf Geoffrey und Gwennis zu achten schl\u00fcpft er aus den Stiefeln und seinem Reisemantel, nimmt dann die Harfe auf, setzt sich aufs Bett und stimmt sie. Als er zufrieden mit seiner Arbeit ist beginnt er zu spielen, versucht wieder Al\u00e2yra zu erreichen, die sich seit dem Fiasko vor einigen Tagen nicht mehr erreichen l\u00e4\u00dft.<br \/>ich mu\u00df mich ihr erkl\u00e4ren. ich mu\u00df sie einfach finden... und zwar ohne, da\u00df Coryn mich findet... vorsichtig entsendet er seinen Geist in die Graue Ebene.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Coryn Ardais las im Schein einer einzelnen Kerze. Er wusste sehr gut, da\u00df man sich auf diese Art bald die Augen verdorben hatte, aber f\u00fcr mehr Licht fehlte ihm die helle Stimmung. Schatten waren es die er sp\u00fcrte, dunkel und finster dr\u00e4uten sie am Horizont, und w\u00fcrden, wie die Winterst\u00fcrme \u00fcber die Hellers schon bald n\u00e4her gekommen sein...<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Warum kam so selten etwas Gutes mit den Botenv\u00f6geln von des Hasturs Land?<br \/>Er starrte in die flackernde Flamme des Feuers... Es w\u00fcrde Krieg geben. Kein Weg f\u00fchrte nun mehr daran vorbei, und das, was sein Lebenlang ein Teil seines Werks gewesen war, zerbrach nun vor seinen Augen.<br \/>Er hatte seine Ehre umsonst verpf\u00e4ndet, nun w\u00fcrde er sie nie wieder ausl\u00f6sen k\u00f6nnen...<br \/>Aber Aufgabe war die Waffe eines Feiglings, und auch, wenn er sich von der eigenen Schuld nie wieder reinwaschen konnte, er musste den Schaden begrenzen. Er griff zum Wein, nahm einen tiefen Schluck und las abermals den kurzen Bericht aus Carcosas spitzer Feder. Seine Zunge musste ebenso spitz gewesen sein... er h\u00e4tte sich rausreden sollen. Aber geschehen war geschehen.<br \/>Coryn sp\u00fcrte die Schuld, dachte an den jungen Lord Ardais, der gerade begann fu\u00dfzufassen und f\u00fcr dessen St\u00e4rke er einen so langen und entbehrungsreichen Weg gegangen war... ein Neffe der zum Opfer werden w\u00fcrde. Ein weiterer... der es bereits war.<\/p>\n<p>Was also galt es zu tun. Begrenze den Schaden, h\u00f6rte er eine Stimme in seinem Innern. Sorge f\u00fcr Ardais, das Volk, die Familie... ein einzelnes Leben kann nie so schwer wiegen, wie das von vielen... So hatte sein Gro\u00dfvater gedacht, so hatte es sein Vater getan. Sein Bruder, Gileys nun schon lange zu Grabe getragener, Vater hatte es nicht getan, und damit Ardais beinahe in den entg\u00fcltigen Ruin getrieben. Schon immer war man schw\u00e4cher gewesen als Aldaran... und wenn er jetzt nicht handelte w\u00fcrde man sie verspeisen.<br \/>\"Schlimm nur, da\u00df man nicht in Frieden leben kann, wenn der Nachbar es nicht will...\", rezitierte er halblaut vor sich hin.<br \/>Er wusste bereits was er tun musste. Er wusste es, seit er den Brief vor ein paar Stunden zum ersten Mal in H\u00e4nden gehalten hatte.<br \/>Coryn Ardais, der ehemalige Regent der Dom\u00e4ne und nun der Berater des jungen Lords, griff nach dem kleinen Beute an seiner Brust, entbl\u00f6\u00dfte den Kristall darin und sah ihn einen Moment an. Lang her, das dieses winzige Ding sein einziger Lebensinhalt gewesen war. Heute gab es Frau und Kinder, Familie... und ein ganzes Volk, um das er sich sorgen musste.<br \/>Er blie\u00df die Kerze aus und konzentrierte sich auf den pulsierenden Stein, das Bild eines jungen Mannes vor Augen, dem man schon ansah aus welchem Hause er stammte...<br \/>Er w\u00fcrde ihn finden m\u00fcssen...<\/p>\n<p>Yarid? Die Grauen Ebenen waren lang und weitl\u00e4ufig, und mit den wenigen Markierungen die als feste Orte hier oben zu finden waren, w\u00fcrde er kaum den Barden finden... dieser trieb sich gewiss nicht an einem Turm herum... Coryn produzierte ein st\u00e4rkeres Bild der Person, solang, bis es sich wie ein durchscheinendes Objekt an seiner Seite in den grauen weiten der Oberwelt wiederfand... und dann sandte er es Kraft seiner Gedanken aus, den Besitzer eben jenes Bildes zu finden...<br \/>Yarid Ruyven... Verwandter... wo steckst du?<\/p>\n<hr \/>\n<p>leise drang ein Klang an sein Ohr, eine Stimme, die seinen Namen rief... aber das war nicht Al\u00e2yra... Coryn wu\u00dfte schon, da\u00df er hier war... woher wu\u00dfte er das nur? Bin ich schon so lange in der grauen Ebene gewesen, ohne es zu merken? Und was sollte er jetzt tun? Fliehen?<br \/>Mit einem tiefen Atemzug festigt sich Yarid, nimmt selber mehr Gestalt an und l\u00e4\u00dft seinen Mantel fallen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ich bin hier, Onkel. Langsam n\u00e4hert er sich ihm, folgt dem Ruf.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Hier... Es war immer etwas eigenartig, wenn man sein Ziel gefunden hatte. Als str\u00f6me man selbst aus und finde den Punkt zu dem man gerufen wurde, dadurch, das man selbst ein Teil der grauen Nebel wurde. Auch wenn es nur der Geist war. Dieses Mal nahm Coryn es sehr bewusst war, denn er tat es nur bedingt freiwillig. Ein feiger Anteil seiner selbst w\u00e4re lieber in die gegenteilige Richtung entschwunden.<br \/>Ich bin hier... So war es dann letztlich doch. Er sah ihn erst wie einen weiteren Schattenriss, dann trieben die Nebel fort...<br \/>Er l\u00e4chelte, als er Yarid erkannte, aber es war kein Gl\u00fcck in dieser Miene. Eher ein Reflex, den man auch einem scheuen Tier entgegenbrachte. Warst du auf der Suche nach deiner Dame? Glaubst du, sie k\u00f6nne dich sch\u00fctzen? Coryns Worte waren grimmig, doch sein Gesicht passte nicht dazu. Auf ihm spiegelte sich ebensoviel Schmerz wie er in Yarids sah... aber manche Dinge lassen sich nicht zur\u00fccknehmen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Unwillk\u00fcrlich zuckt der Barde zusammen, sein durchscheinendes Gesicht wirkt etwas blasser.<br \/>Lass sie aus dem Spiel, Onkel!, die Worte kommen schnell \u00fcber seine Geisterlippen, aber sofort senkt er betreten den Kopf.<br \/>warum f\u00fchle ich mich jedesmal, als w\u00e4re ich erst 10 Jahre alt, wenn er mich so ansieht? Es war schlie\u00dflich meine Wahl, mich ihm zu stellen...<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Kontrolliert hebt er wieder den Blick, begegnet Coryns Blick.<br \/>Du wei\u00dft sehr wohl, da\u00df ich mich nicht hinter Frauen verstecke. , entgegnet er mit geschult fester Stimme, auch wenn seine Augen bei weitem nicht so fest blicken.<br \/>Warum konnte er uns nicht einfach in Ruhe lassen? Wenn er mich nicht t\u00e4uscht, dann hat er jetzt wie damals genauso wenig Freude an dem, was er tut, wie ich... und doch, er l\u00e4\u00dft mir keine Wahl... ein Nedestro hat niemals eine Wahl...<\/p>\n<hr \/>\n<p>Scheint, dir ist nicht nach Scherzen... gut, mir auch nicht!<br \/>Coryn verschr\u00e4nkte die Arme vor der Brust und betrachtete den jungen Mann vor sich. Es war seltsam, aber hier oben trug er noch immer die blaue Robe des Turmtechnikers. Selbst all die Jahre hatten daran nichts ge\u00e4ndert... nur war er kein Turmarmeiter mehr, er war auch nicht mehr Regent. Nur ein Mann, der einen waghalsigen Versuch unternommen hatte einen Krieg zu verhindern... Daran war er gescheitert... und nun w\u00fcrde er weitere Opfer bringen m\u00fcssen.<br \/>Du bist gescheitert, Yarid. Warum? War es nicht auch in deinem Sinne die Stronschen Pl\u00e4ne zu durchkreuzen?<\/p>\n<hr \/>\n<p>Es war in meinem Sinne den Krieg zu verhindern, Onkel. Und das habe ich bis zum Ende versucht, auch wenn ich meine Mittel \u00e4ndern mu\u00dfte. Yarids Stimme zittert leicht, als er sich an Corrans Worte erinnert. An die Verbannung. Daran, den Namen seines Onkels nur gegen\u00fcber Jerome Hasturs bekannt gegeben zu haben. Ich habe alle Konsequenzen auf mich genommen, habe dich nicht mit hineingezogen. Und wof\u00fcr? Eine alte, hilflose Wut steigt in ihm empor. Daf\u00fcr, da\u00df mich auch weiterhin nur die Verachtung meiner Familie erwartet!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Er holt leise Atem, beruhigt sich wieder. Ich hoffe, ihr k\u00f6nnt die Konsequenzen meines Versagens gering halten? seltsam von sich selbst entfernt blickt er Coryn an.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Deswegen bin ich hier... Coryn glaubte den Konflikt in Yarid fast sp\u00fcren zu k\u00f6nnen, doch dieses Talent seiner Mutter war bei ihm nicht ausgepr\u00e4gt genug. Es w\u00fcrde auch nicht helfen, und selbst das bi\u00dfchen Not, das er auffing, stie\u00df er von sich. Er musste an Giley denken und daran, da\u00df eine ganze Dom\u00e4ne auf dem Spiel stand. Er durfte Gef\u00fchle jetzt nicht an sich heranlassen.<br \/>Du h\u00e4ttest nicht gestehen sollen, Yarid. Alles nur das nicht... besser du w\u00e4rest geflohen, h\u00e4ttest dich in dein Schwert gest\u00fcrzt. Aber mir kam zu Ohren, da\u00df du die Verbindung zu Ardais nicht verbergen konntest... warum nicht? Warum posauntest du es hinaus. Du kannst es doch sonst recht gut... Dachtest du sie w\u00fcrden dir verzeihen? Herr des Lichts, Junge. Es sind Asturiens bei denen du weiltest. M\u00e4nner, denen ihre Ehre mehr wert ist als ihr Leben. Warst du nicht lang genug bei ihnen um zu wissen aus welchem Holz sie geschnitzt sind? ... Was glaubst du wie lang wird Rakhaila Aldaran brauchen um zu wissen von welchem Onkel du sprachst? Sie ist eine junge Frau, aber nicht bl\u00f6d...<\/p>\n<hr \/>\n<p>Eben weil die DiAsturien M\u00e4nner der Ehre sind, Onkel. Yarid sch\u00fcttelt traurig den Kopf. und ich kann wohl nicht erwarten das du das verstehst... aber in dem Moment, wo Corran dazu stand, sein Volk um der Ehre willen in einen Krieg zu f\u00fchren, den er wegen uns beiden aufgezwungen bekommen hat... nein, Onkel, da konnte ich einfach nicht mehr schweigen.<br \/>der Barde st\u00f6\u00dft ein kurzes, bitteres Lachen aus. und soll ich dir noch etwas sagen, Onkel? Dom Corran hat recht. Ein ehrloses Leben ist wertlos. Und deine Verb\u00fcndeten halten Yorick Aldaran jetzt seid einer Ewigkeit fest. Und warum? Weil er Giley \"ausgeliehen\" hat! Er hat ihn sogar unversehrt zur\u00fcckgebracht! mit einem zuckers\u00fc\u00dfen L\u00e4cheln f\u00fcgt er leise hinzu: Sag mir, Onkel, erwartet unsere werte Lilia bereits ein Kind?<\/p>\n<hr \/>\n<p>Coryns Gesicht verzog sich, voll unterdr\u00fcckter Wut. Yarids Worte waren Salz in Wunden, die l\u00e4ngst hatten heilen sollen.<br \/>Nein, noch nicht... aber du weisst so gut wie jeder andere, dieser Bund galt nicht nur den Kindern. Kinder die einmal erben k\u00f6nnen gibt es genug. Seine eigenen, die seines Bruders, und selbst Giley war noch jung genug um eines Tages Vater zu sein... ob Lilia das Kind austrug oder einer andere Frau.<br \/>Lilia war der Bund zum eng\u00fcltigen Frieden mit den Tieflanden, doch ist es der Agressor aus den Bergen der uns nun k\u00fcmmern muss, unsere Loyalit\u00e4t ist an die von Hastur gebunden, oder willst du das wir eidbr\u00fcchig werden? Nein, nicht solang mein Wort noch ein wenig Gewicht hat, nicht wieder. Zuerst kommt Ardais, dann ein jeder von uns...<br \/>Coryn stockte im Schwall der tosenden Gedanken, der Fl\u00fcche, die er nur allzugern ausgesto\u00dfen h\u00e4tte.<br \/>Angesichts dessen was durch dein Handeln geschehen ist habe ich keine andere Wahl... Wir beide m\u00fcssen f\u00fcr die Tat b\u00fc\u00dfen, die den Frieden bringen sollte. Unser Versagen... du h\u00e4ttest dir die Loyalit\u00e4t di Asturiens sichern sollen anstatt sie zu verspielen... denn von nun an, wirst du allein sein. Ardais hat keine Wahl andere Wahl. Es gab einen Grund warum ich der Bote war, warum du es ausf\u00fchren musstest. Lord Ardais wei\u00df nichts von alledem... und so wird es bleiben. Ardais trifft keine Schuld. Coryn und Yarid werden sie tragen, und damit den Schaden begrenzen auf das Ardais zu unrecht beschuldigt wird und mit Fug und Recht gegen den Agressor aus dem Norden in die Schlacht zieht... unschuldig, verleumned... aber mit voller St\u00e4rke!<\/p>\n<hr \/>\n<p>Yarid sp\u00fcrt eiskalte Wut in sich aufsteigen. Oh ja, ich bin gespannt wie Coryn die Schuld zu tragen gedenkt! Erkl\u00e4r es mir, Onkel; wirst du mit mir in die Verbannung ziehen, als Vogelfreier?<\/p>\n<hr \/>\n<p>Coryn sp\u00fcrte die Wut Yarids, er fand sie sogar zu einem Teil berechtigt, schlie\u00dflich war er es gewesen der den jungen Barden ausgesandt hatte... aber Yarid hatte beileibe nicht so gest\u00e4ndig sein m\u00fcssen. Niemand hatte ihn dazu gepresst alles zu verraten.<br \/>Das du in Asturien als Vogelfreier gilts ist nicht meine Schuld... und weder ich noch Ardais k\u00f6nnten daran etwas \u00e4ndern. Dein pers\u00f6nliches Leid muss also dein eigenes bleiben. Was aber den Schaden f\u00fcr Ardais betrifft... Coryn z\u00f6gerte noch einen Moment. Es war nicht leicht all dem Abzuschw\u00f6ren, was sein Leben nun so lange bestimmt hatte, und Elaine w\u00fcrde es sicherlich nicht gefallen.<br \/>Er l\u00e4\u00dft sich nur noch begrenzen, wenn alle Schuldigen sich ihre Fehler eingestehen. Ergo... werde ich meine Stellung zu Gileys Rechter aufgeben und ihm nicht l\u00e4nger zur Seite stehen. Mag sein es gen\u00fcgt nicht, mag sein auch daraus wird Aldaran uns sp\u00e4ter noch einen Strick drehen, aber vielleicht l\u00e4\u00dft sich das \u00dcbel so noch eind\u00e4mmen, ehe es Ardais \u00fcbersp\u00fchlt... Ich werde mich von nun an aus allen offiziellen Taten heraushalten und mich mit Frau und Kindern auf mein Altenteil zur\u00fcck ziehen. Irgendwo wird man ein Pl\u00e4tzchen f\u00fcr mich finden... Ardais Land war gro\u00df und manche Zipfel recht entlegen... es w\u00fcrde nicht leicht werden, aber er konnte seine eigene Familie wohl kaum im Stcih lassen. Er hatte f\u00fcr sie zu sorgen.<br \/>Als Vogelfreier kann ich nicht ziehen... ich muss an mehr denken! Und das nur, weil Yarid alles preisgegeben hatte. Warum nur? F\u00fcr Coryn wohl eine Frage die sich nie beantworten w\u00fcrde... was hatte ihn dazu getrieben pl\u00f6tzlich so ehrhaft zu sein?<\/p>\n<hr \/>\n<p>Yarid schnaubt ver\u00e4chtlich, als Coryn beginnt sich aus seiner Herausforderung herauszureden. Was hatte er auch anderes erwartet?<br \/>Er wollte schon zu einer Erwiderung ansetzen, als Coryn nach kurzem Z\u00f6gern weiterspricht... und seine Worte nehmen Yarid -vorerst- den Wind aus den Segeln. Er will sich zur\u00fcckziehen? Nicht l\u00e4nger am Spiel um die Macht teilhaben? Unglaublich...<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Doch bei Coryns letzten Worten glaubt Yarid sich verh\u00f6rt zu haben.<\/p>\n<p>Du mu\u00dft an mehr denken?, unwirsch tritt Yarid auf ihn zu, greift nach dem Aufschlag seiner Robe. Warum hast du nicht an die Folgen gedacht, bevor du mich mit dem Gift losschicktest? Aber ein Nedestro ist ja nur solange etwas wert, wie er der Familie dient! Und wenn der Hastur einfach alles erz\u00e4hlt h\u00e4tte, dann w\u00e4re das eben mein Pech gewesen, nicht war? Ich hatte nur noch die eine M\u00f6glichkeit, lebend aus deiner Geschichte zu entkommen, und das war, indem ich an Corrans Ehrgef\u00fchl appelierte! Und ich bin eure Intrigen so satt! Du hast mein ganzes Leben damit ruiniert, Coryn, genauso wie mein elender Vater, der mich auf diesen Weg gebracht hat! angewiedert schaut der junge Mann sein Gegen\u00fcber an und l\u00e4\u00dft seine Hand sinken. Langsam geht er zwei Schritte zur\u00fcck. Und wenn ich dich nie wieder sehe, wird das noch zu fr\u00fch sein! er lacht bitter auf. Du mu\u00dft an mehr denken, hm? Dann denk daran, da\u00df du mit diesem \"Attent\u00e4ter\" eine zweischneidige Klinge geschaffen haben k\u00f6nntest...<\/p>\n<p>Langsam weicht der junge Barde zur\u00fcck und mit jedem Schritt verblasst er mehr, bis Coryn allein in der grauen Ebene zur\u00fcck bleibt.<\/p>\n<h3><a name=\"bo\"><\/a>Botenvogel<\/h3>\n<p>Werter Lord Carcosa, lieber Verwandter.<br \/>Was war eigentlich nach der Schlacht in Euch gefahren, mit dem Ihr Euer Benehmen in meinem Hause rechtfertigen k\u00f6nnt? Mein Sohn war aufgrund der schwierigen Unterst\u00fctzung Eurer Krieger unp\u00e4sslich und beim Bankett nicht anwesend. So blieb es an mir, das Haus Alton, in dessen Halle seit ewigen Zeiten ein Waffenverbot herrscht, zu vertreten. Ihr jedoch missbrauchtet das Gastrecht und erlaubtet diesen wetterwendischen Lordlingen von Green Scarp und seinem Friedensmann, in diesem Raum die Schwerter zu tragen.<br \/>Ich f\u00fchlte mich gezwungen, ebenfalls Unp\u00e4sslichkeit vorzut\u00e4uschen und mich, um mein Gesicht zu wahren, zur\u00fcckzuziehen. Als Frau ist es mir nicht m\u00f6glich, Euch, den Lord von Carcosa vor allen Leuten zu belehren. Ich f\u00fcr mein Teil, wei\u00df mich zu benehmen. Um nichts in der Welt k\u00f6nnte ich in solch ein unm\u00f6gliches Wutgeschrei ausbrechen, wie ihr es im Laufe der Festivit\u00e4ten getan habt, wie mir zu Ohren kam. Au\u00dferdem vernahm ich, das Lord Ardais gen\u00f6tigt wurde, sich mit Dienstboten an einen Tisch zu setzen. Ist das wahr? Wie k\u00f6nnt ihr solches guthei\u00dfen, w\u00e4hrend Ihr Green Scarp an Eurem Tisch bittet?<br \/>Au\u00dferdem war es ein unm\u00f6gliches Verhalten, Rakhaila Aldaran, eine starke, gestandene Frau mit diesem J\u00fcngling von Delleray verheiraten zu wollen. Solch ein Unterfangen konnte nur schief gehen. Die Ehe mit dem Friedensmann eines Lords, dessen F\u00e4hnlein nach dem Winde weht, hat auch keine Zukunft. Wenn ihr Aldaran in den H\u00e4nden unseres B\u00fcndnisses behalten wolltet, h\u00e4tte ich Euch die Ehe mit einem Alton empfohlen. Estebans j\u00fcngerer Bruder, Leonard, ist wieder bei uns am Hof erschienen und hat unter dem Wahrheitszauber geschworen, zu uns zu stehen und nicht wieder solch ein unfl\u00e4tiges Verhalten an den Tag zu legen, wie er es vor vielen Jahren einmal tat. Das er kaum nennenswertes Laran hat, t\u00e4te doch der Ehe keinen Abruch, es w\u00e4re nur von Vorteil gewesen.<br \/>Er jedenfalls ist ein gestandenes Mannbild und k\u00f6nnte mit einer Frau wie Rakhaila fertig werden.<br \/>Und warum war es nicht m\u00f6glich, sich in erster Linie um meine gesch\u00e4tzte Freundin Domna Jacosta Elhalyn zu k\u00fcmmern, die in den H\u00e4nden ihrer Entf\u00fchrer schmachtete? Mit Hilfe einiger gedungener Krieger w\u00e4re es durchaus m\u00f6glich gewesen, sie rasch und ohne Blutvergie\u00dfen zu befreien. Lag es am Kupfer? Ist Eure Kriegskasse wom\u00f6glich leer? Ein paar Worte unter vier Augen h\u00e4tten auch dies Problem beiseite gewischt.<br \/>Ich erwarte von Euch eine schriftliche Entschuldigung an Lord Ardais f\u00fcr diesen Affront.<br \/>Euer unm\u00f6gliches Verhalten w\u00e4hrend der Feierlichkeiten werdet Ihr auch nicht mit einem Blumenstr\u00e4u\u00dfchen wieder gutmachen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit hochachtungsvollen verwandtschaftlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Domna Ellinen Alton<\/p>\n<hr \/>\n<p>Werte Verwandte Domna Alton,<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>vorneweg, ich werde mich f\u00fcr nichts und niemanden entschuldigen und schon gar nicht f\u00fcr mein Verhalten!<br \/>Ich wei\u00df noch nicht einmal, warum ich mich \u00fcberhaupt rechtfertigen sollte. Aber ich bin zu gut erzogen, um dieses Anschreiben schlicht zu ignorieren.<\/p>\n<p>Als ich Euch bat, Corran di Asturien und seinem Friedensmann deren Schwerter innerhalb der Hallen zu gestatten, tat ich dies, weil die ehrenwerten Domyn mein Vertrauen genossen. Ich b\u00fcrgte sogar f\u00fcr Dom Corran und seinen Mann. Wenn ihr mein Wort h\u00e4ttet in Frage stellen wollen, so h\u00e4ttet ihr das gerne tun k\u00f6nnen, es ist und war Euer Haus und Heim.<br \/>Aber ihr habt nichts dergleichen getan.<br \/>Zudem sich bereits andere M\u00e4nner, Vasallen der Hasturs und derer von Aldaran - mit Schwertern in der Halle aufhielten und keiner etwas dagegen zu haben schien. Selbst ich trug noch meinen Dolch am G\u00fcrtel.<\/p>\n<p>Was mein Auftreten auf der Hochzeit, die vorerst keine gewesen ist, angeht, so muss ich mein Verhalten Euch, einer Frau gegen\u00fcber, nicht rechtfertigen und werde das auch nicht tun.<\/p>\n<p>Die Sitzordnung w\u00e4hrend des Banketts oblag Euch, werte Verwandte, nicht mir. Ich bin nur Gast auf Eurem Gut gewesen und musste mir selbst einen Platz suchen, da mir, Lord Carcosa, kein Sitzplatz zugewiesen wurde. Ich bat nicht Green Scarp an meinen Tisch. Corran di Asturien und seine Mannen sa\u00dfen noch vor Hastur und seinen Getreuen an eben jenem, letztlich gemeinschaftlich genutzten Tisch. Somit trage ich wohl auch keine Schuld daran, wenn Lord Ardais sich am Tisch von Bediensteten aufhielt, sondern ihr selbst!<\/p>\n<p>Nun zur Hochzeit!<br \/>Ihr h\u00e4ttet mir also die Ehe mit einem Alton empfohlen?<br \/>Ihr k\u00f6nnt mir getrost vertrauen, dass ich mir durchaus etwas bei meinen Handlungen zu denken pflege. Weiter gedenke ich auf diese \u00c4u\u00dferung nicht ein zu gehen, denn den G\u00f6ttern sei Dank, ich muss und werde seltenst den Empfehlungen einer Frau Geh\u00f6r schenken.<\/p>\n<p>Was die Geiselname unser verehrten Verwandten Jacosta Elhalyn angeht, so solltet ihr Euch, bevor ihr einen Hasturlord der W\u00fcrdelosigkeit beschuldigt, einmal \u00fcberlegen, dass ich bereits mein eigenes Leben nicht gegen die Freiheit Lord Aldarans eintauschte.<br \/>Und das hat mit Nichten etwas mit Kriegskassen zu tun.<br \/>Aber ich kann Euch beruhigen, werte Domna Alton, Hasturs Besitzt\u00fcmer sind gro\u00df und die Kassen gef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Letztlich sind alle Kriegsstreitigkeit beigelegt und nur aus diesem Grunde sehe ich davon ab, Euch f\u00fcr diesen Affront gegen meine Person und damit gegen die Ehre meiner Dom\u00e4ne zur Rechenschaft zu ziehen. Jedoch werde ich mich einmal mehr mit Eurem Sohn, dem Lord der Dom\u00e4ne Alton, unterhalten, so dass er weitere diskriminierende Angriffe Eurerseits unterbinden m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Hochachtungsvoll<\/p>\n<p>Jerome Hastur von Carcosa<br \/>Lord Carcosa<\/p>\n<h3><a name=\"ast\"><\/a>Asturias<\/h3>\n<p>Offener Brief von K\u00f6nig Caleb di Asturien von Asturias an seinen Vasallen Lord Corran di Asturien von GreenScarp:<\/p>\n<p>Lieber Corran, mir angeschworener Bruder,<\/p>\n<p>Die ersten Nachrichten die mich aus Alton erreichten waren ziemlich befremdlich, dachte ich doch, es d\u00fcrfte ein leichtes sein, die Hasturs mit Hilfe so vieler Verb\u00fcndeter in ihre Schranken zu verweisen. Dann aber kamen mir weitere Hintergr\u00fcnde zu Ohren und nun bin ich der festen \u00dcberzeugung, da\u00df Du mit bestem Gewissen gehandelt hast und auf dem Dir so fremden Gebiet der Diplomatie doch noch erreicht hast, was unser Ziel war.<br \/>Einen sicheren Frieden f\u00fcr unsere K\u00f6nigreich und befriedete Dom\u00e4nen um sie herum.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re uns zwar lieber gewesen euch siegreich zu sehen, aber so wie sich die Sachlage darstellt, hatte der Herr von Carcosa wohl keinen Mumm mehr, euch weiter die Stirn zu bieten, als er Lord Aldaran freilie\u00df, ohne auch nur einen Grund daf\u00fcr zu haben.<\/p>\n<p>Sein weiteres Handeln aber erscheint uns unangemessen und wie von einem Hastur von Hastur nicht anders zu erwarten. Dom Joric f\u00fcr seine Tochter, mag sie auch in Ungnade gefallen sein und sich von ihrer Jugend zu Torheiten verleitet haben lassen, einen Knaben als Gatten anzubieten hat mich zutiefst erz\u00fcrnt, und du kannst dir sicher denken, was meine Gemahlin Arielle Delleray davon hielt, einen ihrer unm\u00fcndigen Verwandten so \u00fcbereilt in die Ehe zu geben. Sie hofft aber auch, das die Storns sich gut um den Knaben k\u00fcmmern\u2026<\/p>\n<p>Auch wenn du dich ziemlich massiv mit deinem dicken Sch\u00e4del \u00fcber mich hinweg gesetzt hast, indem du mich nicht einmal fragtest, stimme ich in diesem Fall mit dir und deinem Handeln vollkommen \u00fcberein: Diese Ehe h\u00e4tte nichts weiter eingebracht als einen verfr\u00fchten Tod des Lords von Aldaran und die Einsetzung des Knaben als Marionette der Hastur.<br \/>Gut das du deswegen gleich gehandelt hast und nicht erst gewartet, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Mir behagte der Gedanke gar nicht, von zwei Seiten durch \u00fcbereifrige Hasturs bedroht zu sein.<\/p>\n<p>La\u00df mich raten, die L\u00f6sung f\u00fcr all das war sicherlich nicht deine Idee, oder?<br \/>Ich glaube der Diplomat der dies vollbrachte, stand eher in deinem R\u00fccken, die ganze Zeit und unerm\u00fcdlich.<br \/>Sag dem Jungen meinen Dank und da\u00df er sich eh schon l\u00e4ngst seinen Rang als einer von unserem Blut verdient hat. Wir wissen die Tapferkeit eurer Entscheidung zu sch\u00e4tzen und sind uns sicher, da\u00df die junge Rakhaila in Fionn einen Mann gefunden hat, der wie alle Asturiens, nur ihr Bestes im Sinn hat.<br \/>Aldarans Groll wird vergehen, wenn Fionn ein wenig Zeit hatte sich zu beweisen, dessen bin ich mir sicher.<br \/>(Arielle macht hier kleine Luftspr\u00fcnge und jeder zweite Laut aus ihrem Mund ist ein \u201eHach!\u201c, so sehr freut sie sich dar\u00fcber das unser Fionn endlich \u00fcber seinen Schatten gesprungen ist.)<br \/>Manchmal mu\u00df man Menschen wohl zu ihrem Gl\u00fcck zwingen, aber wem sag ich das, Corran.<br \/>Seht es also ruhig als h\u00f6chst offiziell an. Fionn di Asturien, da\u00df hat schon seine Richtigkeit, und Prinz Julian ist sehr erleichtert, da\u00df es nicht ihn getroffen hat.<\/p>\n<p>Wir hoffen jetzt, da\u00df ihr bald heimkommt, und wenn es der jungen Aldaran genehm ist w\u00fcrden wir euch alle, dich und deine Gemahlin, sowie das frisch angetraute Paar auf Asturias begr\u00fc\u00dfen wollen. Ein kleines Fest w\u00e4re den Frauen hier, auch Fionns Mutter, sicher genehm und au\u00dferdem sollten wir noch kl\u00e4ren, was wir Hastur jetzt wirklich schulden.<br \/>So recht trauen mag ich ihm n\u00e4mlich nicht, schon gar nicht, seit er sich einen Castamir zum Friedensmann w\u00e4hlte\u2026 aber daf\u00fcr ist ein Gespr\u00e4ch von Angesicht zu Angesicht besser geeignet, nicht da\u00df diesen Botenvogel noch jemand abf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Falls du Aldaran vor eurem Aufbruch noch zu Gesicht bekommst, so sage ihm ruhig, da\u00df das K\u00f6nigreich Asturien nur f\u00fcr sich selbst einzustehen gedenkt, und sicherlich keine Anspr\u00fcche an seine Dom\u00e4ne anmelden wird. Ihr, du und Fionn, lie\u00dfet euch eh nicht dazu bewegen und au\u00dferdem w\u00fcrde es den Frauen auf GreenScarp sicherlich nicht gefallen.<\/p>\n<p>Bis bald,<br \/>Caleb<\/p>\n<h3><a name=\"fluch\"><\/a>Rakhailas Fluch<\/h3>\n<p>Corran di Asturien und sein Friedensmann, sowie die Storns befinden sich zu Verhandlungen bei Lord Hastur. Lady Aliciane di Asturien versucht mit Unterst\u00fctzung von der Trossdirne Mariel Moray, die eigentlich eine Lady Hammerfell ist, die kreischende und tobende Rakhaila Alderan zu beruhigen. Sie hatte kurz zuvor erfahren, dass ihr Bruder der Vater ihres ungeborenen Kindes ist und ermordet wurde.<br \/>Der Soldat Barak und der Bannertr\u00e4ger Nicolo halten derweil die Stellung im Lager.<br \/>Auf einmal kommt die junge Domna Alderan die Treppe hinunter gest\u00fcrmt. Gefolgt von Aliciane und Mariel: \u201eHaltet sie auf!!!\u201c<br \/>Barak packt die Lady mit Unterst\u00fctzung der beiden Damen w\u00e4hrend Nicolo sich ihr mit aller Kraft in den Weg stellt und mit seiner Masse die T\u00fcr blockiert.<br \/>\u201eLasst mich raus\u201c \u2013 \u201eNein\u201c<br \/>\u201eLasst mich raus!\u201c \u2013 \u201eNein! Beruhigt Euch!\u201c<br \/>\u201eIhr sollt mich rauslassen!\u201c \u2013 \u201eNein!\u201c<br \/>\u201eIhr m\u00fcsst mich raus lassen!\u201c \u2013 \u201eNein, m\u00fcssen wir nicht!\u201c<br \/>\u201eDoch, ich habe die Alton-Gabe!\u201c \u2013 \u201eSchei***!!!\u201c<br \/>Rakhaila rennt davon...<\/p>\n<p>Nicolo<\/p>\n<h3><a name=\"eh\"><\/a>Eh ein Hintern und ein Kopf<\/h3>\n<p><em><br \/>.. Krieg und Frieden aus der Sicht Asturiens: von Corran di Asturien und Fionn MacEllinen<\/em><\/p>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u201eLagerfra\u00df ist ja was widerliches, hm? Da w\u00fcnscht man sich doch, Anilda w\u00fcrde sich mal breitschlagen lassen und die Feldk\u00fcche ausrichten.\u201c<br \/>\u201eAye, aber wenigstens ihr Ale hat sie mitgebracht. Das w\u00e4rmt den Bauch\u2026\u201c<br \/>\u201eAye, das tut\u2019s!\u201c<br \/>Becher klirrten. Asturiens Mannen hatten es sich um die Feuer im Lager bequem gemacht und richteten sich, wie es ihre Art war, ein. Nicht mehr lange, und sie w\u00fcrden in die Schlacht ziehen, doch noch war es relativ ruhig und die Sp\u00e4her hatten noch keinen der Kontrahenten ausgemacht.<br \/>Fionn Mac Ellinen durchschritt das Lager im R\u00fccken seines Lords, wie es nun schon seit Jahren seine Aufgabe war. Die Hand locker auf dem Schwert, den Mantel \u00fcber der Schulter wandten sie sich dem Hauptquartier zu. Es war an der Zeit sich mit den B\u00fcndnispartnern, Storn und Aldaran, zusammen zu setzen und die ersten Schlachtz\u00fcge zu planen. Doch noch sa\u00df ein ger\u00fcttelt Ma\u00df an Unsicherheit in seinem Nacken.<br \/>Sie waren so wenige, kaum genug um gegen die weit gr\u00f6\u00dfere Schar der feindlichen Truppen zu bestehen. Hastur hatte Alton und Ardais, zwei weitere Dom\u00e4nen, w\u00e4hrend ihnen nur die Aldaran und deren Vasallen zur Verf\u00fcgung standen.<br \/>Innerlich verfluchte er Corran di Asturiens Ehrgef\u00fchl, das so \u00fcberm\u00e4chtig war, da\u00df es sie in diese Situation getrieben hatte. Das K\u00f6nigreich Asturias war eingekesselt vom Feind und wenn es ung\u00fcnstig enden w\u00fcrde, dann w\u00fcrden sie die ersten sein, die nur noch ihr Banner und ein paar M\u00e4nner hatten, aber kein Land, kein K\u00f6nigreich mehr\u2026<br \/>Die Lage war vertrackt, doch als sie in die Scheune eintraten, die sie kurzerhand auf altonschem Land in Beschlag genommen hatten, und welche nun das Hauptquartier darstellte, reichte ihm ein Blick zu Lady GreenScarp um zu wissen, da\u00df sie nicht allein ein Versprechen hergef\u00fchrt hatte.<br \/>Die Domna war nerv\u00f6s und unruhig. Kein Wunder, angesichts dessen das sich ihre kleine Familie nun um das Leben ihres Bruders zu schlagen gedachte. Fionn l\u00e4chelte ihr aufmunternd zu, doch es half nur wenig\u2026<br \/>Wenigstens darf sie ihre Sorge zeigen. Ganz im Gegensatz zu Corran oder mir...<br \/>Der Gedanke haftete noch in seinem Kopf, als Edric Storn lauthals das Wort ergriff.<br \/>\u201eAuf!\u201c, verk\u00fcndete er, \u201ees gilt eine Jagd zu verrichten.\u201c<br \/>Sein Bruder Gavin, Erbe von Storn, sah ebenso eifrig aus\u2026<br \/>Fionn runzelte die Stirn, sah skeptisch zu dem Manne hin und fragte sich, ob es nicht besser w\u00e4re erst einmal die Truppen in Stellung zu bringen.<br \/>Doch entscheiden mu\u00dfte sein Lord. Er w\u00fcrde folgen, \u00fcberall hin\u2026 und da es so schien als w\u00fcrden sie gleich aufbrechen, teilte er dem Hauptmann GreenScarps noch rasch mit, er m\u00f6ge f\u00fcr den Schutz der Ladys sorgen. Aliciane Aldaran, Dom Corrans Gemahlin, die junge Rakhaila Aldaran, Heerf\u00fchrerin im Namen ihres gefangenen Vaters und auch Mariel Moray, sollten nicht ungesch\u00fctzt zur\u00fcckgelassen werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eEine Jagd?\u201c Skepsis schlich sich in meine Stimme.<br \/>\u201eEs ist die beste Zeit, aber wir m\u00fcssen uns eilen\u201c, erwiderte Edric Storn.<br \/>Ich hatte kein gutes Gef\u00fchl im Leib, aber ich sah den Storn an und wusste, dass ich nicht ablehnen konnte ohne mein Gesicht zu verlieren.<br \/>\u201eAye, passt auf die Ladies auf.\u201c<br \/>Ich strich kurz \u00fcber Alicianes Arm. \u201eSeid vorsichtig, lasst niemanden hinein au\u00dfer uns\u2026\u201c<br \/>Dann folgte ich dem jungen Storn hinaus in die Abendd\u00e4mmerung. Fionn lief an meiner Seite und ich konnte nicht umhin, ihm ein \u201eIch habe ein ungutes Gef\u00fchl im Bauch\u201c zuzuraunen. Er war meiner Meinung, aber es half nichts.<br \/>Ich wusste, irgendetwas war faul. Eine Jagd mit keinen anderen Waffen als unseren Schwertern und unseren Dolchen? So schwer es mir in diesem Moment fiel, so musste ich doch auf die beiden Stornbr\u00fcder vertrauen. Ich konnte gar nicht anders, denn viele Verb\u00fcndete hatten wir nicht. Wenn wir uns aufeinander nicht verlassen konnten, dann konnten wir diesen Krieg gleich als verloren geben.<br \/>Wir erklommen die H\u00fcgel und hatten bald einen Punkt erreicht, von dem aus man die umliegenden Regionen besser sehen konnte. Und da wurde es deutlich. Kein Wild sollte gejagt werden. Wir waren auf einer Menschenjagd.<br \/>\u201eWas soll das, Edric?\u201c zischte ich.<br \/>\u201eEs geht um die Domna Elhalyn\u201c, erwiderte er gelassen, aber auch ihm konnte man die Nervosit\u00e4t anmerken.<br \/>\u201eSprecht weiter!\u201c forderte ich ihn auf.<br \/>\u201eSie und ihr Trupp wurden bereits \u00fcberfallen und ihre Zahl ist gering. Au\u00dferdem gibt es jemanden unter ihnen, der auf unserer Seite steht.\u201c<br \/>Ich lauschte mit gerunzelter Stirn und f\u00fchlte einen dicken Klo\u00df im Hals. Hier wurde von mir verlangt Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Eine Geisel zu nehmen, damit wir etwas in der Hand hatten. Aber schon jetzt zweifelte ich daran, dass die Person, die wir als Geisel zu nehmen dachten, ausreichen w\u00fcrde, um den Hastur zur Herausgabe Aldarans zu bewegen.<br \/>Nein, es w\u00fcrde nicht reichen, aber ein Zur\u00fcck gab es auch nicht.<br \/>Also nickte ich, mir bewusst, auf welche sch\u00e4ndliche Tat ich mich einlie\u00df, zog mein Schwert und suchte Deckung. Unsere Schritte verursachten kein Ger\u00e4usch und obwohl wir gesehen worden waren, schien keiner der S\u00f6ldner in Panik zu geraten.<br \/>Wie viel hatte Storn diesen M\u00e4nnern gezahlt?<br \/>Ich sah mich um, versicherte mich, dass wir alle bereit waren.<br \/>\u201eF\u00fcr di Asturien!!\u201c schrie ich und rannte los.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Sie st\u00fcrmten los in die anbrechende Nacht und Fionn wunderte es sehr, dass die Truppe fiel, wie ein Kartenhaus. Echte Gegenwehr war kaum zu sp\u00fcren. Doch f\u00fcr viele Gedanken blieb keine Zeit, denn flinke F\u00fc\u00dfe waren gefordert um der Zofe der Dame Elhalyn habhaft zu werden. Er bekam sie zu fassen, wobei sie mit ihm st\u00fcrzte und Fionn vergewisserte sich mehrmals, dass sie keinen k\u00f6rperlichen Schaden genommen hatte... ihre Furcht konnte er ihr nicht nehmen. Es war Krieg und die Regentin Elhalyns wohl entschlossen sich den Hasturs anzuschlie\u00dfen.<br \/>Das M\u00e4dchen hatte sich scheint\u2019s das Knie gesto\u00dfen und Fionn lie\u00df die Waffe sinken. Zum einen glaubte er nicht daran, sie w\u00fcrde ihre Herrin im Stich lassen, zum anderen war sie eben was sie war, eine Frau, \u00e4ngstlich und schwach und Mitleid regte sich in ihm.<br \/>Doch bald zeigte sich die Hinterlistigkeit des M\u00e4dchens. Sie nutzte seine Schw\u00e4che und floh auf ein Neues, mit hysterischem Geschrei. Bis Kurz vor die Linien derer von Hastur setzte man ihr noch nach, dann gab Fionn auf. Ihm lag nichts daran um den Preis einer Zofe selbst Gefangenschaft zu riskieren...<br \/>Schon bei der Verfolgung war ihm hinter einem Baum ein tieferer Schatten aufgefallen, nun, auf dem schm\u00e4hlichen R\u00fcckweg ohne die gew\u00fcnschte Beute zur\u00fcck zu bringen, bemerkte er ihn wieder und auch das Katzenwesen, ein weitere Teil ihrer B\u00fcndnispartner und Jagdgef\u00e4hrten, fauchte und witterte Beute.<br \/>Der tiefere Schatten war ein verst\u00f6rtes, l\u00e4cherliches M\u00f6nchlein. Ein Sandalentr\u00e4ger wie er im Buche stand, der vor jeder Waffe bibberte. Es war ein leichtes, ihn vorerst in Gewahrsam zu nehmen. \"Nich die Zofe, va' dom, aber einen Rock tr\u00e4gt das hier auch... und es bibbert wie ein M\u00e4dchen!\"<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>S\u00f6ldner, Schwertschwestern\u2026 kein Wunder, dass die Dame Elhalyn zuvor schon \u00fcberfallen und die Truppe stark dezimiert worden war. Diese Krieger konnten kaum k\u00e4mpfen. Drei Schwerthiebe, drei Treffer und meine Gegnerin ging zu Boden.<br \/>Ich drehte mich um und erkannte, dass auch alle anderen ihre Gegner erwischt und noch auf den Beinen waren. Dann sah ich Fionn rennen, sah ihn fallen und hielt die Luft an. Doch er rappelte sich auf und ich hoffte beinah die Zofe mochte entkommen und dem Hastur von unserem Fang berichten.<br \/>\u201eK\u00fcmmert euch um den M\u00f6nch\u201c, befahl ich abf\u00e4llig und wandte mich der am Boden knienden Jacosta Elhalyn zu.<br \/>\u201eVai domna, mein Name ist Corran di Asturien. Ich gebe Euch mein Wort, dass Euch nichts geschieht und Euch niemand ein Leid zuf\u00fcgen wird. Gebt mir Euer Wort, dass Ihr Euch widerstandslos in meine Gefangenschaft begebt und tun werdet, was ich Euch sage.\u201c<br \/>Die Dame war verletzt und so f\u00fcgte ich hinzu: \u201eIhr sollt versorgt werden, sobald wir unser Lager erreichen.\u201c<br \/>Sie stimmte schlie\u00dflich zu und wir st\u00fctzten sie, als wir uns auf den doch recht beschwerlichen R\u00fcckweg machten. Den M\u00f6nch im Schlepptau.<br \/>Seltsam, dachte ich bei mir. Aber allzu viel Platz zum Denken gab es nicht, denn wir mussten fort, konnten nicht riskieren, dass die Zofe dem Hastur Meldung machte. Bald schon w\u00fcrde man uns sonst nachsetzen. Also eilten wir uns.<br \/>Es dauerte eine ganze Weile und als wir unser Lager erreichten, waren es mehr als erstaunte Blicke, mit denen man uns bedachte.<br \/>Da waren wir zur Jagd gegangen und kamen mit einer Edeldame und einem M\u00f6nch zur\u00fcck, der von sich behauptete, er sei auf dem Weg von Nevarsin nach Carcosa (Carcassonne \u2013 O-Ton M\u00f6nch) gewesen. Was auch immer Hastur mit einem M\u00f6nch wollte, sollte er ihn haben. Brauchen konnten wir ihn mit Sicherheit nicht, aber ihn einfach ziehen lassen auch nicht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ein fettes Chervine w\u00e4re Fionn wirklich lieber gewesen, das h\u00e4tte man dann Essen k\u00f6nnen und w\u00e4re sicher gewesen, dass es keinen \u00c4rger bereitete. So aber sah er sich gen\u00f6tigt, aufgrund seines Eides an Dom Corran, sein Wort als das seine zunehmen, die Dame gut zu behandeln und ihr die versprochene Pflege zukommen zu lassen.<br \/>Lady Elhalyn hatte einen Schnitt an der Wange und Sch\u00fcrfwunden, aber nichts so dramatisches, als das Laran n\u00f6tig gewesen w\u00e4re. So verlegte er sich mit Hilfe Lady Alicianes darauf die Wunden zu s\u00e4ubern und \u00fcberlie\u00df sie hernach den H\u00e4nden der Damen\u2026 nicht wissend, wer sich erdreistet hatte der Comynara solchen Schaden zuzuf\u00fcgen. Ihre Schwerter hatten sie nicht verletzt, worum er froh war.<br \/>Hier war sie einstweilen in Sicherheit und w\u00fcrde sich vielleicht als Unterpfand gegen\u00fcber dem Hastur noch n\u00fctzlich machen. Schaden w\u00fcrde man ihr nicht, nein, den Regeln unter Comyn, die Fionn so gefressen hat, wie sein Lord, besagten, dass man sie als Gast ehren m\u00fcsse, ob sie nun wirklich einer sei, oder doch nur eine etwas hochgestellte Geisel.<br \/>Derweil beriet sich der Kriegsrat, wie man mit dem M\u00f6nch verfahren sollte.<br \/>Brauchen konnte ihn keiner, und so entschied man sich schlie\u00dflich ihm die Erinnerungen zu nehmen und ihn wieder auszusetzen. Fionn war darum sehr gl\u00fccklich, denn er ahnte, das Gerede eines Anh\u00e4ngers des Lastentr\u00e4gers h\u00e4tte er nicht lange ertragen.<br \/>Dom Gavin, der das Blut Deslucidos in sich tr\u00e4gt, fiel es nicht weiter schwer den M\u00f6nch in einen Zustand seligen Vergessens zu zaubern.<br \/>Wenn es nach Fionn gegangen w\u00e4re h\u00e4tte man das mit allen M\u00f6nchen Nevarsins und auch ihren Gl\u00e4ubigen tun k\u00f6nnen. So aber waren sie nur den einen los\u2026 besser als nichts.<br \/>Derweil brachte man auch die Truppen in Stellung\u2026 dann klopfte es\u2026 und die Wache meldete einen Fremden, der die Lordschaften zu sprechen w\u00fcnschte.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ich war scheinbar nicht allein mit meiner Erleichterung, als wir schlie\u00dflich wieder im Lager ankamen und es unber\u00fchrt und ungest\u00f6rt vorfanden. Das ungute Gef\u00fchl in meinem Magen war scheinbar grundlos gewesen.<br \/>Ich durchstreifte die Scheune auf der Suche nach Wein und fand auch schlie\u00dflich eine gute Flasche trockenen roten W\u00fcrzweines von den H\u00e4ngen der Kilghards. Seufzend leerte ich einen ersten Becher, w\u00e4hrend die Domna versorgt wurde und dem M\u00f6nch das Ged\u00e4chtnis genommen wurde.<br \/>Schlie\u00dflich nahmen erste Truppenbewegungen meine Aufmerksamkeit in Anspruch, so dass ich nicht mal mehr mitbekam, wie der M\u00f6nch verschwand. Erst die Ankunft des Fremden holte mich wieder in diese Welt zur\u00fcck.<br \/>Es war ein Trockenst\u00e4dter. Massoud, angetan in die typischen Gew\u00e4nder dieses Volkes, mit einer gebogenen Klinge an der Seite und einer Frau in Ketten im Schlepptau.<br \/>Misstrauisch wurde er be\u00e4ugt, doch Rakhaila, die stellvertretende Befehlshaberin, deren Willen ich mich so v\u00f6llig unterworfen hatte, schien dessen Ankunft bereits erwartet zu haben.<br \/>Ich war nicht gl\u00fccklich \u00fcber seine Anwesenheit und das Angebot welches er machte. Truppen\u2026 Truppen, die wir so dringend ben\u00f6tigten.<br \/>Ich lie\u00df die anderen verhandeln und hielt mich im Hintergrund. Schnaubend, denn mir war wohl bewusst, wie ehrlos es war, Trockenst\u00e4dter f\u00fcr unsere Sache k\u00e4mpfen zu lassen. Doch es war allein Fionn, dem ich es verdankte, dass ich es nicht lauthals herausbr\u00fcllte und mich stattdessen nur zu einem gemurmelten \u201eVergiftete Dolche\u201c herablie\u00df. Doch auch das h\u00f6rte der Trockenst\u00e4dter und sein Kihar war nicht minder ausgepr\u00e4gt als das meine.<br \/>Ich musste mich damit abfinden. Es blieb mir nichts anderes \u00fcbrig. Aber er war k\u00e4uflich, er wollte Kupfer sehen und zwar genauso viel wie seine behaarten Freunde vom Volk der Katzewesen.<br \/>Doch in meinem Kopf setzte sich ein Gedanke fest\u2026 wenn er uns verlie\u00df, w\u00fcrde er zu Hastur gehen und ihm das gleiche Angebot machen? Darauf hoffend, dass er mehr Kupfer herausschlagen konnte?<br \/>Vertrauen fiel mir schwer und ich griff nach meinem Weinbecher.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Rakhaila Aldaran z\u00f6gerte nicht lange und machte dem Trockenst\u00e4dter ein Angebot, da\u00df ihm gen\u00fcgte. Der gleiche Lohn, wie f\u00fcr die Katzenwesen, denen dieser Trockenstadt-Lord wohl freundlich gesonnen war. Am n\u00e4chsten Tag schon sollten seine Einheiten ihnen zur Verf\u00fcgung stehen\u2026 Fionn gefiel dies nicht, aber Rakhaila war die Heerf\u00fchrerin und vor ihren Augen machte Dom Corran ihr den Platz auch nicht streitig. Noch nicht\u2026 blieb abzuwarten ob sich eine so junge Frau an diesem Platz wirklich behaupten konnte.<br \/>Fionn empfand die Truppeneinheiten sehr befremdlich, aber es war ja nicht seine Armee, die da zusammengestellt wurde. Er war nur Gefolgsmann. Er hatte sich sicherlich nicht zu beschweren, wenn die Storn Lords S\u00f6ldnern und Schwertschwestern vertrauten, und Damisela Rakhaila es f\u00fcr v\u00f6llig normal befand Katzenwesen und Trockenst\u00e4dter in ihren Dienst zu nehmen.<br \/>Daheim in Asturien h\u00e4tte es so was niemals gegeben, aber es war ja nicht ihr Krieg.<br \/>Der Trockenstadt Lord ging um seine Truppen zu benachrichtig und Fionn atmete ein wenig durch, weil er nun nicht mehr einen cholerischen Ausbruch Corrans erwarten mu\u00dfte. Daf\u00fcr erreichte ihn aber eine Beschwerde der Elhalyn, dar\u00fcber, da\u00df der D\u00e4mpfer nicht richtig justiert sei.<br \/>Fionn r\u00fcmpfte die Nase und hielt dies von Anfang an f\u00fcr eine Finte, wahrte aber die H\u00f6flichkeit und obwohl er sich sicher war, da\u00df mit dem D\u00e4mpfer alles stimmte, kontrollierte er seine T\u00e4tigkeit.<br \/>(Zuschlag von Jacosta und der SL\u2026 Der D\u00e4mpfer wurde manipuliert und w\u00fcrde sich am n\u00e4chsten Tag wohl selbst abschalten. Davon bekam der arme Fionn aber nichts mit.).<br \/>Er ver\u00e4nderte keine Einstellung an dem Ger\u00e4t sondern schlo\u00df den Kasten gleich wieder, und begab sich zur\u00fcck an die Landkarte und zu seinem Lord. Eine erneute Beschwerde der Elhalyn folgte nicht. Statt dessen trieb sie sich immer wieder, da sie ja geb\u00fchrlich behandelt wurde, f\u00fcr eine Frau v\u00f6llig ungeb\u00fchrlich am Kartentisch herum und beobachtete genau die Truppenbewegungen. Zu Dom Corrans Entsetzten fummelte sie dabei immer wieder an einem Schmuckstein um ihren Hals herum, und der Lord glaubte wohl, es handele sich um eine Matrix\u2026<br \/>Fionn sp\u00fcrte seine Unruhe\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eLa\u00dft den Stein in Ruhe!\u201c befahl ich und stemmte mich vom Tisch auf.<br \/>Jacosta sch\u00fcttelte entschieden den Kopf. Es handele sich lediglich um einen Schmuckstein.<br \/>Es gefiel mir nicht. Aber es gab wichtigere Dinge zu kl\u00e4ren, denn Hasturs Stadtwache hatte unseren Sp\u00e4her entdeckt und ihn ausgeschaltet.<br \/>Jacosta umrundete weiter den Tisch und ich bat meine Frau, sich um die zu k\u00fcmmern. Aliciane war nicht begeistert davon, aber sie willigte ein und f\u00fchrte die Dame Elhalyn in einen angrenzenden Bereich.<br \/>Was auch recht gut f\u00fcr uns war, denn kaum hatten wir Verb\u00fcndeten uns wieder dem Kriegsgeschehen gewidmet, als drau\u00dfen vor dem Lager Unruhe entstand.<br \/>\u201eEine Stimme aus dem Nichts!\u201c<br \/>\u201eVerdammt, was ist das?\u201c<br \/>Rakhaila war die erste, die nach drau\u00dfen st\u00fcrmte. \u201eIch kenne diese Stimme. Beruhigt euch, es ist alles in Ordnung!\u201c<br \/>Wie konnte alles in Ordnung sein? Mir ging es nicht anders, als den einfachen Soldaten Barak und Nicolo. Beide v\u00f6llig verst\u00f6rt, als Rakhaila dann auch noch anfing mit der Luft zu sprechen.<br \/>\u201eIch habe dich schon erwartet. Komm n\u00e4her.\u201c<br \/>Und wie aus dem Nichts trat pl\u00f6tzlich ein Mann hervor.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Schon wieder so eine Aktion der kleinen Lady Aldaran, die irgendwie vorher keinem bekannt war. Der Neuank\u00f6mmling entpuppte sich, breit grinsend, als ein Spion von Aldarans Seite den Hastur sich auserkoren hatte im gegnerischen Lager zu spionieren. Dazu belegte er ihn mit einem Glanz der Unsichtbar machte und erst der eingeschaltete D\u00e4mpfer enttarnte ihn.<br \/>Viel zu berichten hatte er leider nicht, aber daf\u00fcr lief er kurz darauf, noch breiter grinsend wieder zur\u00fcck und gab dem Hastur unsere Truppenaufstellungen durch\u2026 nat\u00fcrlich nicht die richtigen, aber wen st\u00f6rte das schon.<br \/>So verschwand er in der Luft aus der er gekommen war und Fionn begann sich zu sorgen, wie viele Leronyn die Gegenseite wohl aufzubieten hatte.<br \/>Dann kam der Trockenstadtlord zur\u00fcck, nahm das Angebot an und sa\u00df fortan mit am Tisch der Strategen. Seine kleine, gefesselte Begleitung war \u00e4u\u00dfert scheu\u2026 zumindest konnte Fionn sich ihr nicht einmal n\u00e4hern um ihr einen Sitzplatz anzubieten.<br \/>Unangenehm, aber die Entscheidung der Truppenspitze, solche Barbaren willkommen zu hei\u00dfen.<br \/>Und wie das Schicksal es wollte stolperte, kaum das der Trockenst\u00e4dter sich ein wenig zu entspannen schien, diese doofe Schwertschwester in den Raum und posaunte, ohne einen Blick auf den halbvermumten Mann heraus, da\u00df sie den Trockenst\u00e4dter verfolgt und sich davon \u00fcberzeugt habe, da\u00df er wirklich Truppen mit sich f\u00fchrte.<br \/>Fionn wurde bla\u00df, und noch blasser als Dom Corran sich pl\u00f6tzlich erhob und f\u00fcr das Weibsst\u00fcck, das besser daheim geblieben und ein paar Kinder geworfen h\u00e4tte, in die Bresche sprang. Obwohl sie ihren Fehler bereits bemerkt hatte, f\u00fchlte Lord GreenScarp sich bem\u00fchsiegt alle Schuld auf sich zu nehmen.<br \/>So ein Idiot! entfuhr es Fionn und er h\u00e4tte am liebsten den Kopf auf die Tischplatte geknallt, aber nein, er sa\u00df ja nicht sondern stand sich derweil die Beine in den Bauch.<br \/>Fraglich, wirklich fraglich, was Asturien pl\u00f6tzlich mit Schwertschwestern zu tun hatte. Die standen doch im Dienste der anderen Parteien, warum mu\u00dfte Corran denn dann daf\u00fcr die Verantwortung \u00fcbernehmen und sein Ehrenwort herumwerfen, als w\u00e4re es billig zu kriegen?<br \/>So ein Idiot! dachte Fionn wieder und bi\u00df sich auf die Lippen\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eIch musste Euch verfolgen lassen. Ihr m\u00fcsst es verstehen.\u201c<br \/>Diese v\u00f6llig verbl\u00f6dete Schwertschwester\u2026 ich entschied mich f\u00fcr die Flucht nach vorn.<br \/>Der Trockenst\u00e4dter war aufgesprungen und war drauf und dran sein Angebot zur\u00fcckzunehmen. Doch wir brauchten die Truppen!<br \/>Ehrlosigkeit\u2026 dieses Wort hing in der Luft.<br \/>Ich konnte ihn verstehen.<br \/>\u201eGeld ist kein Grund, um Euch zu vertrauen. Es ist Krieg\u2026 Krieg erfordert eben jene Ma\u00dfnahmen, die man in Friedenszeiten nicht anwenden w\u00fcrde. Ich vertraue Euch nun. Euer Kihar ist ungebrochen.\u201c<br \/>Er lie\u00df sich \u00fcberzeugen. Welch Erleichterung.<br \/>Ich hatte alles riskiert. Doch mittlerweile bin ich zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass ich stattdessen die Schwertschwester h\u00e4tte erschlagen sollen, die auf eigene Faust derart gehandelt und schlie\u00dflich noch die Dummheit besessen hatte, dies einfach herauszuposaunen. Sie h\u00e4tte uns alle ins Verderben st\u00fcrzen k\u00f6nnen.<br \/>Der Trockenst\u00e4dter blieb, ohne dass er den Betrag seiner Entlohnung erh\u00f6hte, doch in eben jenem Moment, entschied sich die Domna Jacosta, einen Herzanfall zu bekommen.<br \/>\u201eGIFT! Man hat mich vergiftet!\u201c<br \/>Und das auch nur, weil ich Fionn zuvor gebeten hatte, ihr ein wenig Raivannin einzufl\u00f6\u00dfen. Ich traute dem D\u00e4mpfer nicht und der Elhalyn auch nicht mehr. Das Raivannin erschien mir als letzte M\u00f6glichkeit gewisse Informationen f\u00fcr uns zu behalten.<br \/>\u201eGift?\u201c<br \/>Ich sah es in den Augen des Trockenst\u00e4dters funkeln. Er zweifelte an der Ehre der Dom\u00e4nenlords und ich konnte es ihm in Anbetracht der Umst\u00e4nde nicht verdenken. Zum Gl\u00fcck sprachen Storns und auch Rakhaila mit ihm und so lie\u00df er sich recht schnell beruhigen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Zwei Tropfen Raivannin und die weiche Elhalynfrau brach vor aller Augen zusammen. Na toll, Fionn beschlich immer mehr das Gef\u00fchl an diesem Tage nichts richtig machen zu k\u00f6nnen. Der Herzschlag Jacostas war aber wirklich ziemlich hoch, und da sie sich allein durch Zuspruch scheinbar nicht beruhigen konnte, mu\u00dfte Fionn sein Laran bem\u00fchen.<br \/>Der Stre\u00df schlug zu und immer die Angst im Nacken er k\u00f6nne seine Kr\u00e4fte hier verschwenden und sp\u00e4ter nicht mehr f\u00fcr wichtigeres zur Verf\u00fcgung haben. So war es ein wenig zuviel des guten Bem\u00fchens, das Jocasta traf und anschlie\u00dfen mu\u00dfte sie eine Herzmassage erdulden. Fionn hatte ja nicht ahnen k\u00f6nnen, da\u00df die Dame, mit der so kr\u00e4ftigen Statur dann doch so empfindlich war.<br \/>Er bekam Kopfschmerzen, zog sich ein wenig zur\u00fcck und redete statt dessen mit Lady Aliciane. Diese war scheinbar auch nicht Unt\u00e4tig gewesen, sie machte Fionn darauf aufmerksam, sie vermute da\u00df Rakhaila schwanger w\u00e4re\u2026 und zudem plage sie seit einiger Zeit ein Traum\u2026<br \/>Fionn ging mit ihr an die frische Luft, lauschte ihr aufmerksam und w\u00e4hrend er die Wache kontrollierte, h\u00f6rte er Dinge, die ihm Sorgen bereiteten.<br \/>Tr\u00e4ume von Marionetten und einem Puppenspieler, aus dem Kopf einer Aldaran. Das war mehr als beunruhigend.<br \/>F\u00fcr ihn, aber auch f\u00fcr Aliciane war es v\u00f6llig normal ihren Gaben zu vertrauen, um so schwerer w\u00fcrde es allerdings sein, diese Ideen auch dem Lord GreenScarps zu vermitteln.<br \/>Vorerst entschlossen sie sich gemeinsam, die Ruhe zu bewahren und abzuwarten. Aber sie waren gewarnt, w\u00e4hrend Fionn hier und da einen genaueren Blick auf Rakhailas Leib warf, ohne ihr auch nur einmal zu nahe zu treten, und Aliciane ihren Verdacht zu erh\u00e4rten suchte.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Es wurde ruhiger im Lager\u2026 die Zeit schritt voran und ab einem gewissen Punkt konnte man nichts mehr tun, au\u00dfer die Truppenbewegungen auf der Karte zu koordinieren. Boten wanderten hin und her, \u00fcberbrachten die neuesten Befehle und dann, als ich es nicht mehr aushielt und aufgeregt hin und her lief, wurde mir klar, dass wir eine Botschaft an den Hasturlord schicken mussten.<br \/>Aliciane erbot sich mit Feder und Tinte eine Botschaft zu schreiben. Wir setzten Jerome davon in Kenntnis, dass seine ehrenwerte Verwandte von \u00fcblen Schurken \u00fcberfallen worden war. Wir teilten ihm mit, dass sie sich nun bei uns in Sicherheit befand und sich allerbester Gesundheit erfreute.<br \/>Diese Nachricht wurde von dem jungen Nicolo \u00fcberbracht und gespannt warteten wir auf eine Reaktion.<br \/>W\u00e4hrendessen kamen mir \u00fcble Ger\u00fcchte zu Ohren. Rakhaila sei schwanger?<br \/>Ganz ehrlich\u2026 mit dem Weiberkram konnte ich mich beim besten Willen nicht auch noch auseinandersetzen. Sollte sie schwanger sein, es war mir gleich. Ich wusste zwar, dass sie weder verheiratet noch einem anderen versprochen war, aber auf sie zu achten war nicht meine Aufgabe gewesen. Sollte Aldaran sich darum k\u00fcmmern, sobald wir diesen elenden Krieg gewonnen und ihn wieder aus dem Kerker befreit hatten.<br \/>Allerdings gab es eine Sache, die mir Sorgen machte\u2026 Die Dame Elhalyn h\u00f6rte nicht auf, die Familie meiner Frau als ehrloses Pack zu beschimpfen.<br \/>Nun ganz ehrlich, ich war nicht l\u00e4nger bereit sie hier im Raum herumlungern zu lassen. Mir wurde die Sache zu brenzlig und meine Nervosit\u00e4t steigerte sich st\u00fcndlich. Hier herumzusitzen und die Truppen zu planen\u2026 ich wollte da drau\u00dfen sein, mit meinem Schwert in der Hand und selber in das Kampfgeschehen eingreifen.<br \/>Ich kam mir vor wie ein nutzloser Esel, der dazu verdammt war in diesem Stall auf und ab zu rennen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Nicolo kam zur\u00fcck ohne ihnen eine Botschaft derer von Hastur und Konsorten zu \u00fcberbringen. Man habe ihn aber freundlich empfangen und er hatte hier und da etwas aufgeschnappt. Vor allem aber hatte sich Hastur dar\u00fcber echauffiert, da\u00df die Aldaranpartei keine Parlament\u00e4rsflagge mitgeschickt habe.<br \/>Dar\u00fcber konnte Fionn aber nur lachen, denn es war schlie\u00dflich keine Verhandlung gef\u00fchrt worden. Man hatte den Hastur nur mitgeteilt, da\u00df man seine Verwandte aufgegriffen und in Schutz vor den \u00fcblen Stra\u00dfenr\u00e4ubern genommen hatte\u2026<br \/>Das sich Jocasta Elhalyn nicht wirklich verhielt, wie ein ehrbarer Gast war verzeihlich. Sie war eben eine schwache Tieflandfrau, und wohl \u00fcberfordert damit, da\u00df Hastur sie nicht gleich auszul\u00f6sen gedachte\u2026<br \/>Aber dessen Einstellung kannten die M\u00e4nner Asturiens ja bereits. Nicht mal f\u00fcr sein eigenes Leben war er bereit zu Handeln und den entf\u00fchrten Lord Aldaran freizugeben. Deswegen sa\u00dfen sie ja jetzt hier, die, die es f\u00fcr ehrlos hielten einen Krieg zu entfachen f\u00fcr etwas, das man l\u00e4ngst h\u00e4tte kl\u00e4ren k\u00f6nnen. Nutzlos starben nun schon Menschen, nur damit Hastur sich endlich erweichen lie\u00df den Aldaran freizulassen, damit er sich um seine Dom\u00e4ne k\u00fcmmern konnte, wie es einem Lord zustand.<br \/>Nun, wenigstens Nicolo Harryl war heil zur\u00fcck gekommen\u2026 und hatte seinen ersten Auftrag als Bannertr\u00e4ger der Asturiens mit Bravour hinter sich gebracht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Eine weitere Truppe war entdeckt und angegriffen worden. Ich sp\u00fcrte die Schwei\u00dftropfen auf meiner Stirn und knirschte mit den Z\u00e4hnen. Bisher hatte Hastur alle Vorteile. Unsere Truppen waren mit Sicherheit in der Minderzahl und Nachschub war trotz der Worte des Trockenst\u00e4dters nicht in Sicht. Morgen\u2026 das war unsere einzige Zusicherung.<br \/>Ich stemmte die Arme auf den Tisch und stie\u00df mich von der Bank ab. Ich konnte nicht l\u00e4nger hier herumsitzen!<br \/>\u201eCorran!\u201c<br \/>Ich fuhr herum und vor Entsetzen weiteten sich meine Augen. Aliciane, meine Frau, war direkt neben mir zu Boden gegangen. Ohnm\u00e4chtig lag sie auf der Erde. Ich st\u00fcrzte zu ihr.<br \/>\u201eWas\u2026? Aliciane!\u201c<br \/>\u201eSie ist ohnm\u00e4chtig, vai dom!\u201c Gavin und Edric waren ebenfalls herbeigeeilt. Ebenso Rakhaila. Doch ich schob sie zur Seite und trug meine Frau zu der schmalen Pritsche, die als einzigste im Raum stand. Dort lag sie und Fionn nahm sich ihrer an. Herzschlag, Puls\u2026 alles schien in Ordnung. Doch trotz seiner Bem\u00fchungen, kam sie erst nach einer geraumen Zeit wieder zu sich.<br \/>\u201eCorran\u2026\u201c Sie blinzelte und hob die Hand. Ich ergriff sie und half ihr auf, mich neben sie setzend und den Arm um sie legend.<br \/>\u201eDu hast mir einen Schrecken eingejagt, Liebes. Ist alles in Ordnung? Was war los?\u201c<br \/>\u201cIch hatte eine Vision\u2026\u201c Als sie sah, wie wenig ich damit anfangen konnte, versuchte sie es anders. \u201eEinen Traum.\u201c<br \/>Ich hatte gelernt, mich auf ihre Tr\u00e4ume zu verlassen. Es war nicht der erste gewesen, seit wir uns kannten. \u201eWas war es?\u201c<br \/>\u201eEin Mann\u2026 vermummt.\u201c Das Reden fiel ihr schwer. Ich m\u00fchte mich, alle ungebeteten Zuh\u00f6rer fort zu schaffen. \u201eEr stand neben einem Katzenwesen und er\u2026 er wirkte Laran. Es leuchtete, seine Matrix\u2026\u201c<br \/>\u201eWillst du essen? Etwas zu trinken?\u201c<br \/>\u201cNein, h\u00f6r mir zu!\u201c<br \/>Ich nickte.<br \/>\u201eVor ihnen ein anderer. Der vermummte pr\u00fcgelte auf ihn ein. Er\u2026 wirkte Laran und der Sterbende rief: \u201aIch habe euch nicht verraten, im Namen des Bewahrers von A\u2026.!\u2019\u201c Sie verbarg das Gesicht in ihren H\u00e4nden. \u201eMehr sah ich nicht.\u201c<br \/>Ich verstand nichts davon. Ihre Stimme war so leise gewesen, ich hatte gedacht, ich h\u00e4tte mich vielleicht verh\u00f6rt. Deshalb versicherte ich mich noch einmal genauer. Doch ich hatte richtig geh\u00f6rt. \u201eAldones\u2026\u201c<br \/>Ich strich ihr vorsichtig \u00fcber den R\u00fccken. \u201eGeht es dir wieder besser?\u201c<br \/>\u201eDas tut es\u2026\u201c<br \/>\u201eDann\u2026 kann ich dich einen Moment allein lassen? Ich muss mit Fionn dar\u00fcber reden.\u201c<br \/>Sie nickte und ich stand vorsichtig auf, winkte nach meinem Friedensmann und befahl ihn nach drau\u00dfen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Fionn folgte, und versuchte sich einen Reim auf Alicianes Worte zu machen. Was war nur in die Lady gefahren? Sonst war sie nicht so wirr, tr\u00e4umte komische Sachen oder hatte Visionen die sie niederwarfen. Sicherlich, sie hatte das Laran der Vorausschau, aber nur selten brachte sie es derart zu Fall.<br \/>\u201eDas gef\u00e4llt mir alles nicht!\u201c, h\u00f6rte er sich murmeln, obwohl f\u00fcr gew\u00f6hnlich nur Corran derart skeptisch war. \u201eKatzenwesen geh\u00f6ren zu unserem Bund, aber weder Bewahrer, noch\u2026 wer bitte war oder wird der Mann sein, der dort niedergeschlagen wird?\u201c<br \/>Schauer liefen Fionn \u00fcber den R\u00fccken und er tauschte einen langen Blick mit Corran. Im Heerlager konnten sie nicht so vertraulich sein, auch wenn die Angst ihn fast dazu gebracht h\u00e4tte den anderen Mann in einer Geste des Schutzes in den Arm zu nehmen.<br \/>Dieser Krieg war unheimlich, vor allem, da er auch an Alicianes anderen Traum denken mu\u00dfte\u2026 und an Damisela Rakhaila, dir wirklich schwanger zu sein schien.<br \/>Welches Spiel wurde hier nur gespielt?<br \/>\u201eWir haben gerade mal genug Telepathen, um von den Truppenbewegungen zu h\u00f6ren\u2026 und die Lage sieht schlecht aus. Wenn auch hier etwas nicht stimmt dann\u2026\u201c Es verschlug ihm die Sprache. Ja, was wenn der Fremde Mann Corran war?<br \/>Corran war ein starker Krieger, aber an anderen Punkten so wund und verletzlich wie ein Kind. Die Gedanken tobten durch den Kopf und nichts schien mehr Sinn zu machen.<br \/>\u2026 und von wem bitte war Rakhaila Aldaran geschw\u00e4ngert worden, und woher bitte kamen all die M\u00e4nner und die seltsamen Informanten? Das M\u00e4dchen war stark auf ihre Art, lie\u00df nicht zu da\u00df jemand an ihrem Stand r\u00fcttelte, aber Fionn hielt sie nicht f\u00fcr so schlau all dies allein zu bewerkstelligen, h\u00e4tte er doch selbst nicht ohne zu z\u00f6gern einer Frau vertraut. Nicht im Krieg, nicht gegen eine solche \u00dcbermacht\u2026<br \/>Marionetten\u2026, dachte er, dr\u00fcckte eine Hand auf Corrans Arm und sie plauderten unverbindliches mit den Wachen.<br \/>Dann gingen sie hinein und Fionn f\u00fchlte sich besser, als die T\u00fcr sich hinter ihnen schlo\u00df.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Aye, wenn auch hier etwas nicht stimme, waren wir, um mit den einfachen Worten eines Soldaten zu reden, v\u00f6llig im Arsch.<br \/>Wir wussten so wenig und wir wurden doch immer wieder mit kleinen Happen gef\u00fcttert, die wir nicht zusammensetzen konnten.<br \/>Dann war da noch das st\u00e4ndige Beobachtet werden. Es gab noch nicht einmal eine M\u00f6glichkeit nach Fionns Hand zu fassen, ohne dass mindestens drei Augenpaare auf einen gerichtet waren. Au\u00dferdem war da auch der neue S\u00f6ldner, der in Storns Diensten stand, dem ich aber nicht vertraute. Ich hatte Barak und Nicolo aufgetragen, sich mit der Wache bei ihm abzul\u00f6sen. Brav und treu wie sie waren, taten sie es auch ohne Widerrede.<br \/>Mit blanken Nerven und zur weiteren Unt\u00e4tigkeit gingen wir wieder hinein.<br \/>\u201eSir?\u201c Nicolo kam auf mich zu. \u201eDa war noch was bei Hastur\u2026\u201c<br \/>Ich sah ihn an. \u201eRaus mit der Sprache.\u201c<br \/>\u201eEr hat gesagt, ich solle jetzt gehen. Und als ich auf dem Weg nach drau\u00dfen war meinte er, er br\u00e4uchte jetzt eine gro\u00dfe Menge Laran.\u201c<br \/>\u201eJerome?\u201c Ich hob eine Braue, dankte Nicolo und schickte ihn wieder nach drau\u00dfen.<br \/>\u201eVielleicht war es. Dieser Mann, der Laran gewirkt hat. Vielleicht war es Jerome\u201c, sagte ich zu Fionn. \u201eWir m\u00fcssen die anderen davon in Kenntnis setzen.\u201c<br \/>Ich winkte Edric und Gavin herbei, ebenso Rakhaila und vermittelte ihnen in einer abgeschiedenen Ecke Alicianes Traum. Dazu meine Vermutung. \u201eA\u2026 Aldaran?\u201c fragte Gavin.<br \/>Ich musste den Kopf sch\u00fctteln. \u201eIch wei\u00df es nicht.\u201c<br \/>\u201eVielleicht kl\u00e4rt es sich morgen.\u201c<br \/>\u201eMorgen k\u00f6nnte es zu sp\u00e4t sein.\u201c<br \/>\u201eAber wir k\u00f6nnen jetzt nichts tun.\u201c<br \/>Das stimmte. Wir waren zum Nichtstun verdammt. Einzig eine Sache schien uns Befriedigung verschaffen zu k\u00f6nnen. Die Nacht war nun schon lange herein gebrochen und die Truppen konnten nicht mehr k\u00e4mpfen.<br \/>Einzig unsere Einheit der Katzen besa\u00df noch den Vorteil, dass sie nachts besser sahen als alle anderen. Sie hatten sich in Stellung begeben und w\u00fcrden vielleicht noch die Hasturschen Truppen in den n\u00e4chsten Stunden empfindlich angreifen k\u00f6nnen.<br \/>Das war der einzige Hoffnungsschimmer, den wir hatten, als wir uns schlie\u00dflich unruhig zu Bett begaben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Nach einer Nacht auf einem feuchten Lager in einer zugigen Ecke erwachte Fionn, seinen R\u00fccken dicht an dem Dom Corrans vorfindend.<br \/>(OT: Ich bin wirklich kurz in Corrans Bett gewesen, wobei der Hastursche Friedensmann dann aus dem Bett \u00fcber uns runter guckte, blinzelte, und meinte wer denn das w\u00e4re, der ihn da anguckt\u2026 \"Das is aber nicht die Marion!\" - *gekicher* - Dann: \u201eNein, ich bin\u2019s, Fionn\u2026\u201c)<br \/>Die Frauen hatten es gut, die schliefen noch, doch im Kriegslager war fr\u00fches Erwachen eine Pflicht. M\u00f6glichst bereit zu sein, ehe der Feind zuschlagen konnte, eine Tugend.<br \/>Zumindest war es f\u00fcr die meisten so, und so fand man sich nach Katzenw\u00e4sche und Rasur, Corran bestand drauf, da\u00df man nicht schlampig aussehen durfte, selbst im Feldlager nicht, bald zum Fr\u00fchst\u00fcck ein.<br \/>Gavin Storn gesellte sich dazu, und auch die Dame Elhalyn. W\u00e4hrend Fionn noch Tee in sich hineingo\u00df und den Jaco mied, brach der Tag an. Nur Edric Storn konnten sie sobald wohl nicht erwarten, denn was er die Nacht \u00fcber getrieben hatte, hatte nichts mit Schlaf zu tun\u2026 entweder er nahm den Krieg nicht wirklich ernst, oder aber er war ein recht willensschwacher Mann.<br \/>Corran flickte sein R\u00fcstzeug, denn so was war nichts f\u00fcr die zarten H\u00e4nde seiner Frau\u2026<br \/>Fionn schmierte dick Honig auf sein Brot und kaute. Die Knochen taten jetzt schon weh, er war weich geworden in den ruhigen Jahren zuvor, und schalt sich einen Narren. Er h\u00e4tte mehr tun m\u00fcssen, aber sein Augenmerk hatte eben auf anderem gelegen\u2026 nicht darauf f\u00fcr irgendwen, irgendeinen Krieg zu f\u00fchren.<br \/>Mit einem Schluck Jaco aus Corrans Tasse versuchte er wach zu werden. Es gelang auch\u2026 allerdings nur, weil der Schauder aus Ekel alle M\u00fcdigkeit vertrieb.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Edric Storn gesellte sich irgendwann ebenfalls zu uns. Er wirkte ein wenig m\u00fcde, aber mehr als ein knappes Nicken brachte an diesem Morgen keiner von uns zustande.<br \/>Ich m\u00fchte mich mit Nadel und Faden ab und fluchte laut vor mich hin. Der verdammte Schwertgurt hatte die N\u00e4hte zum Platzen gebracht.<br \/>Ich verlegte mich nach einem warnenden Blick von Aliciane darauf, leise vor mich hinzubrummen und schlie\u00dflich ging es auch schneller als gedacht.<br \/>Gern h\u00e4tte ich diesen anstrengenden Tag auf andere Weise begonnen. Jedoch waren solche W\u00fcnsche und Sehns\u00fcchte in einem engen Feldlager nicht zu erf\u00fcllen.<br \/>Ich sah zu Fionn, der an meinem Jaco nippte und grinste zu ihm her\u00fcber. Wir verstanden uns. Es brauchte keine Worte.<br \/>Was mich allerdings erstaunte, als ich meine R\u00fcstung und den Schwertgurt wieder angelegt hatte, war die Tatsache, dass Barak immer noch nicht aufgetaucht war. Nicolo hatte brav am Eingang der Scheune gewartet, aber der alte Hauptmann war nicht zum Dienstantritt erschienen. Als er endlich durch die T\u00fcr stolperte stammelte er eine sinnlose Geschichte herum, die mich beinah zur Wei\u00dfglut brachte, woraufhin ich ihn zum Wache schieben verdonnerte.<br \/>\u201eAuf\u2019m Weg her\u2026 im Geb\u00fcsch, wollt grad mein Gesch\u00e4ft erledigen. Beinah w\u00e4r\u2019s drauf gelandet\u2026. Ja und dann hab ich das bunte Ding angeguckt und es hat mich angefaucht und ich bin kotzend wach geworden...und dann hab ich es nommal angeguckt...und ja dann gings wieder so...jaaa und da ich alt und ned sooo helle war in der Sache hats mich auf dem Weg zur\u00fcck diverse Mal aus den Latschen gehauen, dann kommt man endlich\u2026 \u00f6hm a paar Stund sp\u00e4ter zur\u00fcck kriegt man erst mal nen Patz und Wache verordnet!\u201c<br \/>\u201eRaus! Halt Wache! Grade dir sollte man nicht mehr erz\u00e4hlen m\u00fcssen, dass man p\u00fcnktlich auf Wache sein sollte, alter Kerl!\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Fionn linste \u00fcber die Schulter Corrans hinweg auf das, was Barak da in H\u00e4nden hielt und lie\u00df die M\u00e4nner miteinander reden. Neugierig schob er sich schlie\u00dflich um Corran herum und fragte Barak, was er da habe\u2026 in seinem Kartoffelsack.<br \/>\u201eSon Ding, nen Kotzstein oder so\u2026\u201c<br \/>\u201eKotzstein? Was is\u2019n das? Lass ma sehen!\u201c<br \/>Barak \u00f6ffnete den Sack und siehe da\u2026 es war\u2026 irgend etwas.<br \/>Fionn hatte so etwas im Leben noch nicht gesehen, aber es sah so harmlos aus, da\u00df es gef\u00e4hrlich sein mu\u00dfte, also eilte er zur\u00fcck in den Stall suchte nach seiner Tasche und fand bald darauf ein St\u00fcck Isolierseide. Damit kam er zur\u00fcck und nahm Barak rasch das Ger\u00e4t ab.<br \/>Ein Stein war es sicher nicht, weder Sandstein, noch Granit. Es war aus einem seltsamen Material, hatte eine noch seltsame Form und vorne lugte ein Kristall heraus.<br \/>Kein blauer, aber dennoch schien es Fionn angeraten vorsichtig zu sein\u2026<br \/>Barak schilderte derweilen ein ums andere Mal, was ihm geschehen war, bis auch jeder, der den breiten Dialekt nicht verstand, begriff, was geschehen war.<br \/>\u201eH\u00f6rt sich gef\u00e4hrlich an, va\u2019 dom. Vielleicht irgendein Laranspielzeug aus den T\u00fcrmen!\u201c<br \/>Spielzeug sicherlich nicht, damit vert\u00e4ndelten Leronyn nicht ihre Zeit, aber sie liebten es Waffen zu produzieren\u2026 fiese, hinterh\u00e4ltige Dinge, die ganze Landstriche f\u00fcr immer ver\u00f6deten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eLaranzeugs?\u201c<br \/>Meine nat\u00fcrliche Skepsis solchen Dingen gegen\u00fcber, um nicht zu sagen Angst, lie\u00df mich einige Schritte zur\u00fcck treten. Ich kniff die Augen zusammen und betrachtete es mit einem gewissen Respekt. Was auch immer Barak da aufgetan hatte, es sah seltsam aus, es f\u00fchlte sich seltsam an und es tat, wenn man den Worten des Hauptmanns Glauben schenken d\u00fcrfte, ebenso seltsame Sachen.<br \/>\u201eEin Kotzsein? Aldones, bestimmt nicht!\u201c<br \/>\u201eWir sollten herausfinden, wie es funktioniert.\u201c<br \/>Ich kann mich im Nachhinein nicht mehr daran erinnern, wer diesen Wunsch ge\u00e4u\u00dfert hatte, aber derjenige hatte v\u00f6llig Recht. Wir hatten hier ein seltsames Ger\u00e4t und wir konnten es nicht einfach so ignorieren. Nicht in einer solchen Zeit, die vielleicht seltsame Ma\u00dfnahmen erforderte.<br \/>\u201eVersuchen wir es!\u201c schlug ich vor und ging nach drau\u00dfen.<br \/>\u201eIch probier\u2019s nich nochma!\u201c protestierte Barak.<br \/>Ich sch\u00fcttelte den Kopf. Nein, an einem Menschen konnten wir es unm\u00f6glich testen. Aber was dann\u2026?<br \/>Ich fing eine Katze, was nicht leicht war und hielt sie in den Armen. \u201eProbieren wir es daran aus\u201c, schlug ich vor und strich dem Hausk\u00e4tzchen \u00fcber den Kopf. \u201eWird schon werden\u2026\u201c murmelte ich beruhigend, holte aus und warf die Katze in die Luft. Ein Schuss aus diesem Kotzstein und die Katze fiel leblos zu Boden.<br \/>Meine Augen weiteten sich und vorsichtig n\u00e4herte ich mich dem Tier.<br \/>\u201eEs atmet, es lebt\u2026\u201c<br \/>Aber es r\u00fchrte sich nicht, war v\u00f6llig weggetreten.<br \/>\u201eDa kotzt nix.\u201c<br \/>\u201eDas dauert!\u201c<br \/>\u201eSeltsames Ger\u00e4t.\u201c<br \/>\u201eVerwahren wir es?\u201c<br \/>\u201cAye\u2026\u201c Ich sah mich um. \u201eAm besten drinnen. Bis wir wissen, was es ist.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eBewahren?\u201c Fionn h\u00e4tte es am liebsten gleich kaputt gemacht, aber irgendwer war so klug darauf aufmerksam zu machen, da\u00df es vielleicht dabei noch viel gef\u00e4hrlicher sein k\u00f6nnte. Also wurde es in Verwahrung genommen und einstweilen dar\u00fcber vergessen, da\u00df der Trockenst\u00e4dter zur\u00fcckkam und seine Truppen brachte. Ebenso trafen noch Bogensch\u00fctzen und weiter Verst\u00e4rkung an, und es erbrachte neuen Kampfesmut. Die Taktiker besahen sich ihre Pl\u00e4ne und knobelten daran herum, wie man dem Hastur endlich den gar ausmachen k\u00f6nne\u2026 was auch n\u00f6tig schien, denn pl\u00f6tzlich stand das M\u00f6nchlein vor der T\u00fcr und zeigte sich, zu Fionns Freude recht erstaunt dar\u00fcber, von ihnen erkannt zu werden.<br \/>\u201eNa dann komm mal her und gib ab was du da in der Hand h\u00e4ltst!\u201c<br \/>Der Siegellack war noch warm und weich, als Fionn die Schriftrolle in die Hand nahm\u2026 und den M\u00f6nch zur\u00fcck schickte\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Endlich\u2026 Hastur hatte die lang erwartete Botschaft geschickt. Ich betrachtete mir die Schriftrolle, bunt verziert mit Gr\u00fcnzeug, als beinhalte sie eine Einladung zum Tee.<br \/>Wie Recht ich damit hatte, zeigte sich, nachdem ich das Siegel gebrochen und die Zeilen \u00fcberflogen hatte.<br \/>\u201eEr l\u00e4dt uns zum Tee ein!\u201c<br \/>Ungl\u00e4ubige Gesichter betrachteten mich. Ich las die Botschaft vor.<br \/>\u201eSeid bedankt, dass Ihr die Domna Elhalyn gastfreundlich beherbergt und richtet ihr meine warmherzigsten Gr\u00fc\u00dfe aus. Ich w\u00fcrde Euch gerne auf Gut Armida willkommen hei\u00dfen\u2026\u201c<br \/>Ich sch\u00fcttelte die Botschaft vor der Nase der angesprochenen Elhalyn Dame und lachte. \u201eSoviel schert er sich um Eure Sicherheit, vai domna!\u201c<br \/>Es klopfte und sofort waren wir alle in Alarmbereitschaft. Doch Rakhaila beschwichtigte uns. \u201eIch habe etwas zu Eurer Belustigung und Unterhaltung.\u201c<br \/>Die T\u00fcr \u00f6ffnete sich und einem jeden von uns fielen die Augen aus dem Gesicht. Ein Kerl kam herein. Ein Kerl, behaart wie ein B\u00e4r, in bunten Frauenkleidern, die derma\u00dfen schillerten, dass der Schein bis ins gegnerische Lager dringen musste. Und er tanzte!<br \/>Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten vor Lachen, aber pl\u00f6tzlich verschwand der Kerl.<br \/>Einfach so!<br \/>Fionn war der erste der reagierte. Er schrie, dass etwas mit dem D\u00e4mpfer nicht stimmen konnte.<br \/>Ein Schock durchfuhr mich. Ich blickte zur Karte mit der Aufstellung unserer Truppen, dann zur Domna Elhalyn, die sich an die Brust griff.<br \/>Der D\u00e4mpfer\u2026 Laran!<br \/>Ich konnte nicht denken, ich wusste nicht, was ich tun sollte. Zwei Schritte brachten mich zu ihr und ich griff aus und ber\u00fchrte das Beutelchen, in dem ihre Matrix ruhte.<br \/>Ich sp\u00fcrte nichts. Kein Schock drang durch meine Barrieren, doch die \u00dcbermittlung der Informationen war unterbrochen.<br \/>\u201eAldones!\u201c stie\u00df ich aus.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn war wirklich erschrocken, aber mit so einer Aktion hatte er ja rechnen m\u00fcssen. Schlie\u00dflich verhielt sich die werte Domna anders, als er es von einer Dame erwartet h\u00e4tte.<br \/>Lady Aliciane war immer noch zutiefst beleidigt und in ihrem Stolz verletzt\u2026 es w\u00fcrde schwer werden, dort noch einmal zu vermitteln.<br \/>Vorrangig war aber der D\u00e4mpfer, und Fionn reparierte ihn, und war erst wieder gl\u00fccklich als vertrautes Brummen den Raum f\u00fcllte. Eigentlich ha\u00dfte er es, von seinen Gaben abgeschnitten zu sein, aber angesichts der Situation war dies sicherlich leichter, als eine weitere Spionage.<br \/>Als alles wieder seine Ordnung hatte begab er sich zu den Wachposten vor der T\u00fcr. Gerade im rechten Moment, so schien es ihm\u2026 denn schon von weitem erkannten sie jemanden, der scheint\u2019s v\u00f6llig ungehindert durch die Zeltreihen schritt.<br \/>Kein bekanntes Gesicht, also trat Fionn ihm in den Weg.<br \/>\u201eWer seit ihr?\u201c<br \/>\u201eLasst mich durch, ich werde erwartet\u2026\u201c<br \/>\u201eNicht das ich w\u00fc\u00dfte. Nochmal, wer seit ihr?\u201c<br \/>\u201eNa, Erlend!\u201c<br \/>\u201eDer da w\u00e4re?\u201c<br \/>\u201eIch\u2026\u201c, Stirnrunzeln auf dem b\u00e4rtigen Gesicht des Mannes ihm gegen\u00fcber. Eigentlich ein recht ansehnliches Gesicht, auch wenn in den Augen etwas Funkelte, das Fionn als Stolz definierte. Nur warum? \u201eIch geh\u00f6re zu Rakhaila Aldaran!\u201c<br \/>\u201eAch ja?\u201c<br \/>\u201eJa\u2026\u201c Er versuchte sich durchzumogeln, aber Fionn lie\u00df ihn erst gehen als er Rakhailas Stimme von drinnen vernahm, die irgend etwas s\u00e4uselte.<br \/>Daraufhin lie\u00df er Erlend passieren\u2026 und beobachtete noch in der T\u00fcr, wie er die Damisela zur Begr\u00fc\u00dfung k\u00fc\u00dfte.<br \/>Aha, da haben wir dann wohl den Vater des Kindes\u2026<br \/>Fionn roch den \u00c4rger, und er kam schnell, w\u00e4hrend die kleine Lady stolz verk\u00fcndete, da\u00df dieser Mann ein weiterer Helfershelfer sei\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eEin Helfershelfer?\u201c donnerte ich.<br \/>\u201eJa, er hat die Katzenwesen kommandiert und ihnen Befehle \u00fcbermittelt.\u201c Rakhaila hielt sich nahe bei dem Fremden.<br \/>\u201eUnd wer ist er?\u201c verlangte ich zu wissen.<br \/>\u201eIch bin Erlend\u201c, erwiderte er seelenruhig.<br \/>Ich ballte die F\u00e4uste. \u201eUnd weiter?\u201c<br \/>\u201cEinfach nur Erlend!\u201c<br \/>Ging es nur mir so, oder f\u00fchlten sich auch die anderen von vorne bis hinten betrogen? Ein Helfer nach dem anderen tauchte hier auf, von dem Rakhaila scheinbar wusste, wir aber keine Ahnung hatten.<br \/>\u201eWer ist Erlend?\u201c<br \/>\u201eIch bin ein Vertrauter der Lady Aldaran.\u201c<br \/>\u201eVerdammt!\u201c<br \/>Wir hatten mit neuen Truppenbewegungen zu k\u00e4mpfen, mussten entscheiden, wo die Trockenst\u00e4dter eingesetzt werden sollten, die Bogensch\u00fctzen, deren Hauptmann sich zu uns gesellt hatte, die Gebirgsj\u00e4ger, der Luftwagen, unser Laranzu und die Tiersp\u00e4her\u2026 es war alles ein heilloses Durcheinander und Rakhaila verlangte von uns einem v\u00f6llig Fremden zu gehorchen? Einem Fremden, der \u00fcber keinerlei Leumund verf\u00fcgte und mit seiner aufgeblasenen Art hier hereinmarschierte, dass einem \u00fcbel werden konnte dabei?<br \/>\u201eUnsere Verb\u00fcndeten haben Knochenwasserstaub \u00fcber Hasturland abgeworfen\u201c, sagte Erlend schlie\u00dflich ruhig. Er sah aus, als w\u00e4re dies das Normalste der Welt.<br \/>Doch ich wurde blass.<br \/>\u201eKnochenwasserstaub?\u201c<br \/>Gavin und Edric waren aufgesprungen und standen neben mir. Sie versuchten mit der gleichen Vehemenz etwas aus Rakhaila herauszubekommen.<br \/>\u201eKNOCHENWASSERSTAUB?\u201c wiederholte ich.<br \/>\u201eJa, in diesem Bereich.\u201c<br \/>Er deutete auf einen Platz hinter den feindlichen Linien. Ich f\u00fchle mich flau, mein Magen wollte sich umdrehen.<br \/>\u201eEhrloses Pack!\u201c schrie ich und wandte mich angewidert ab.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Knochenwasserstaub \u2026<br \/>Fionn taumelte zur\u00fcck und f\u00fcr einen Moment schien ihm die Decke auf den Kopf zu fallen. Das konnte unm\u00f6glich war sein. Woher, warum und vor allem\u2026 was w\u00fcrde das f\u00fcr schreckliche Konsequenzen haben? Laranwaffen\u2026 nicht eine davon besa\u00dfen sie, laut seinem Wissen. Dinge die Corran niemals freiwillig eingesetzt h\u00e4tte, die er nicht einmal in Erw\u00e4gung gezogen hatte.<br \/>\u201eWi\u00dft ihr was das bedeutet?\u201c Hatte er es selbst gesagt, oder kam es aus einem der anderen schreckendbleichen Gesichtern? Fionn wu\u00dfte es nicht mehr. Ihm war danach, mit wehenden Fahnen zu Hastur zu laufen, sich zu entschuldigen und dann zu verschwinden.<br \/>Verfluchter Krieg. Es war eine Sache mit Schwertern und Armeen eins zu eins gegeneinander anzutreten, sich ehrlich und ernsthaft zu schlagen und abzuwarten wer obsiegen w\u00fcrde. Eine g\u00e4nzlich andere aber war der Einsatz solcher Waffen.<br \/>\u201eWoher kam dieses Zeug?\u201c<br \/>Auch wenn alle bleich und geschockt waren, so entschied man sich Erlend sofort einem Verh\u00f6r zu unterziehen.<br \/>Fionn sah ihn nun, als habe er ihn selbst getr\u00e4umt. Alicianes Traum von den Marionetten\u2026<br \/>Corran, was denkst du? Ich denke dem Mann ist nicht zu trauen. Was sagt Rakhaila da, er habe den Bewahrer der es hergestellt hat schon get\u00f6tet\u2026 wie schafft man das?<br \/>Alicianes Vision\u2026 ein Mann, ein Laranzu, eine Katze\u2026 Zandrus k\u00e4lteste H\u00f6lle. Das Weib ist nicht zurechnungsf\u00e4hig. Sie ist jung und naiv, sie brauchte Hilfe\u2026, und ich wette dieser charismatische Mann hatte es leicht sie um den Finger zu wickeln\u2026 Setzt ihr ein Kind in den Bauch und dumme Ideen in den Kopf. Bei Zandrus Eiern\u2026 es k\u00f6nnte unser aller Tod sein.<br \/>Fionn ersparte Corran ein Bild von dem was geschehen w\u00fcrde, wenn \u00fcber ihren K\u00f6pfen ein Regen aus Haftfeuer oder Knochenwasserstaub abregnete, und da\u00df, wo sie es noch nicht einmal zu verantworten hatten.<br \/>\u201eIrgendwer mu\u00df das M\u00e4dchen fortschaffen und sie zur Vernunft bringen\u2026 und diesen Kerl ausschalten!\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eRaus mit der Sprache! Wer bist du? Und wer hat dir die Befehle gegeben?\u201c<br \/>Gavin, Edric und ich selbst nahmen den Kerl in die Mangel. Wir kamen uns benutzt vor, unwissend\u2026 wie Spielzeug, das man an den richtigen Stellen postiert.<br \/>Wir dr\u00fcckten ihn gemeinsam an die Wand und wollten Antworten. Aber wir bekamen keine. Er sah uns lediglich mit dieser ihm eigenen Arroganz an und l\u00e4chelte \u00fcberheblich.<br \/>In mir kochte die Wut.<br \/>\u201eIch will Antworten! Wie hast du einen Bewahrer umgebracht? Hast du Laran gewirkt? Wo wurdest du ausgebildet?\u201c<br \/>Doch die Antworten blieben aus. Wir bekamen nur unn\u00fctzes Gew\u00e4sch und ich drohte ihm mit geballten F\u00e4usten. Nichts half.<br \/>Rakhaila protestierte und schlie\u00dflich brach sie zusammen. Schwanger\u2026 aye, das war sie wohl und ich erkannte nun auch, wer dieser junge Mann war, der da hereingeplatzt war. Fionn hatte Recht. Nur er konnte der Vater dieses Bastardkindes sein.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Aliciane war gleich dabei und folgte diesem Erlend, der sich k\u00f6stlich aufspielte, weil es angeblich die Schuld der Blo\u00dfgestellten war, das Rakhaila nun nah an einem Kollaps stand. Fionn hatte darauf gehofft, das M\u00e4dchen rechtzeitig zu packen zu bekommen, denn das ein Zusammenbruch kommen mu\u00dfte war ihm klar\u2026 aber er war auch unvermeidlich. Der Kopf Rakhailas war einfach nicht ihr eigener, sonst h\u00e4tte sie einsehen m\u00fcssen, wie gef\u00e4hrlich die Taten Erlends f\u00fcr ihrer aller Leben, auch f\u00fcr das des ungeborenen Kindes und ihren Geliebten waren\u2026<br \/>Er folgte ihnen dennoch, als sie sich in den Frauenbereich zur\u00fcckzogen, obwohl Erlend ihn als Heiler nicht w\u00fcnschte und wiederum nur ankeifte.<br \/>Fionn war sich sicher, da\u00df ihr schnell gehandelt werden mu\u00dfte\u2026<br \/>W\u00e4hrend sich die Truppen schlugen, und die geschockten Heerf\u00fchrer noch ihre Gedanken sortierten und \u00fcberlegten wie sie weiter verfahren sollten, sprach er mit Lady GreenScarp.<br \/>Es war klar, da\u00df irgendwer Rakhaila die Wahrheit w\u00fcrde berichten m\u00fcssen, und wer w\u00fcrde das wohl besser und behutsamer machen als Aliciane?<br \/>\u201eGeh zu ihr!\u201c raunte Fionn, ehe der Kriegsbote wieder hereinkam und verk\u00fcndete, da\u00df einige ihrer Truppen sich eigenst\u00e4ndig von ihrer Position entfernt hatten, weil keiner ihnen Befehle erteilt hatte\u2026<br \/>Stornstruppen\u2026 mit Sicherheit. Asturiens w\u00fcrden sich nicht r\u00fchren, wenn kein Befehl kam, und f\u00fcr solche war einfach keine Zeit gewesen. Wie auch, wenn in der Heerf\u00fchrung alles drunter und dr\u00fcber ging.<br \/>Derweil regte sich dann auch die Elhalyn Dame ein wenig nach vorn, und erbat sich eine Botschaft an ihren Verwandten auf der anderen Seite des Schlachtfeldes. Ihre hier mochte sie immer noch kein Gramm lieber, aber Fionn bi\u00df sich auf die Z\u00e4hne und lie\u00df sich den Brief diktieren den sie versenden wollte\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ein weiterer Brief, ein weiteres Mal musste Nicolo hinter die feindlichen Linien. Der tapfere junge Harryl zeigte kein Gef\u00fchl von Mutlosigkeit, aber man sah ihm an, dass er Furcht empfand. Ein wenig blass war er, aber er war Manns genug, kein Wort dar\u00fcber zu verlieren. Er w\u00fcrde den Auftrag ausf\u00fchren und er war mit Sicherheit Wortgewand genug, um wieder herauszukommen.<br \/>Stolz legte ich ihm eine Hand auf die Schulter. \u201eSei versichert, Nico. Wenn dir etwas zust\u00f6\u00dft, lasse ich es nicht im Sande verlaufen. Ger\u00e4tst du in Gefangenschaft, werde ich alles tun, um dich wieder herauszuholen.\u201c<br \/>Er nickte und schluckte auch nur zweimal. Dann machte er sich auf den Weg.<br \/>Er kam f\u00fcr lange Zeit nicht wieder. Unruhig gingen wir auf und ab. Erlend und Rakhaila waren zuviel f\u00fcr meine Nerven. Der Punkt war erreicht, wo ich nicht mehr weiter wusste. Ich f\u00fchlte mich hintergangen und betrogen und ein Blick in die Gesichter der Storn und ich wusste, dass es ihnen genauso ging. Gavin stand ebenso unruhig in der Ecke. In seinem Kilt sah er stattlich aus und er strahlte die W\u00fcrde eines Berglords aus. Aber ich wagte nicht, mich n\u00e4her mit ihm zu unterhalten. Zu viele Ohren k\u00f6nnten es h\u00f6ren.<br \/>Ich sah mich nach Fionn um, doch er k\u00fcmmerte sich noch immer um Rakhaila. Ebenso Aliciane. Ich seufzte, denn gern h\u00e4tte ich jetzt einen von ihnen in den Arm genommen und mich ihrer St\u00e4rke versichert.<br \/>\u201eNico kommt zur\u00fcck!\u201c<br \/>Der Ruf schreckte mich aus meinen Gedanken.<br \/>Ich st\u00fcrmte vor die T\u00fcr und tats\u00e4chlich\u2026 da war er. \u201eUnd?\u201c dr\u00e4ngte ich ihn.<br \/>\u201eHastur hat die Botschaft gelesen. Ich habe keine Antwort erhalten. Aber da war ein seltsamer Bote, vermummt bis \u00fcber die Augenbrauen, der lungerte da herum und sagte, er sei der Besitzer dieses Kotzsteines.\u201c<br \/>\u201eAhhh\u2026\u201c<br \/>Aber das wir keine Reaktion auf den Brief der Domna bekommen hatten, verunsicherte mich noch mehr.<br \/>Pl\u00f6tzlich flimmerte die Luft und jemand rief meinen Namen. \u201eZauberei!\u201c<br \/>Nicht noch mehr! Ich hab genug!<br \/>Da erschein der Hastur, endlich. Aber ich konnte durch ihn hindurchgreifen. Es war lediglich eine Projektion seines wahren selbst. Bl\u00e4ulich schimmerte es um ihn herum. Mir taten geradewegs die Augen weh (OT: Der Hastur trug eine aus blauen outtime-B\u00e4ndern zusammengeflichte Per\u00fccke! Es war f\u00fcrchterlich f\u00fcr die Augen!!! *lol*).<br \/>Corran di Asturien, sagte seine verzerrte Stimme. Ich bitte um eine Unterredung<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Da war die aus Verbandsmaterial und einem Besenstiel zusammengeschusterte Parlament\u00e4rsflagge wohl nicht auf taube Ohren gesto\u00dfen. So schnell hatte niemand mit einer Antwort gewartet. Fionn hastete vor die T\u00fcr, und leicht, so leicht und selbstverst\u00e4ndlich haftete er sich in Corrans Kopf fest um dem Gespr\u00e4ch mit dem Hastur zu folgen.<br \/>Das vertrauen seines Lords war f\u00fcr beide keine gro\u00dfe Sache mehr, aber ab und an schien es immer noch wie ein Wunder.<br \/>Corran, ich Hastur von Carcosa\u2026<br \/>Als k\u00f6nne man den Namen und dieses Gesicht je vergessen. Er war es doch gewesen, der sie hierher getrieben hatte. Schuld an allem. Er hielt Aldaran gefangen, was dessen Tochter zu solchen Dummheiten trieb. Er war auch Schuld das Asturien nun blutete und gefahrlief \u00fcberrannt und eingenommen zu werden. Er war an allem Schuld\u2026.<br \/>Fionn bi\u00df sich auf die Z\u00e4hne und lauschte der Laranprojektion.<br \/>Nat\u00fcrlich wagte sich Hastur nicht selbst her, sondern bem\u00fchte seine Leronyn. Feigling der er war.<br \/>Ich w\u00fcnsche ein Gespr\u00e4ch. Mit dir und drei deiner Mannen, aber weder Storn noch Aldaran will ich dort sehen. Nur dich, keine Leronyn\u2026<br \/>Fionn zuckte mit den Schultern. Sollte Corran das versprechen, w\u00fcrde die Matrix in ihrem Beutel bleiben. Ihn aber allein gehen zu lassen kam f\u00fcr ihn gar nicht in Frage.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Drei M\u00e4nner. Keine Leronyn. Mein Blick huschte zu Fionn. Nein, ich w\u00fcrde ihn nicht zur\u00fccklassen. Er w\u00fcrde an meiner Seite stehen, so sicher wie der Schnee im n\u00e4chsten Winter.<br \/>Keiner von hohem Blut! f\u00fcgte ich an.<br \/>Hastur \u00fcberlegte. In Ordnung. Ih lade dich ein nach Armida zu kommen.<br \/>Ich lachte. In deiner H\u00f6hle? Nein! Ich will einen neutralen Ort. In drei Stunden am See von Mariposa!<br \/>In Ordnung. Wie geht es der Dame Elhalyn?<br \/>Ihr geht es gut.<br \/>Ich w\u00fcnsche mich pers\u00f6nlich davon zu \u00fcberzeugen!<br \/>Dem stand nicht im Wege. Die Reichweite des D\u00e4mpfers gen\u00fcgte. Ich befahl die Domna nach drau\u00dfen zu bringen und nat\u00fcrlich versuchte sie sofort Kontakt mit Hastur aufzunehmen. So stand es also um ihr Wort. Ich traute ihr keinen Iota mehr \u00fcber den Weg. Vor allem nicht, seitdem ich mich doch noch einmal zu ihr gesetzt hatte, um ihr die verwandtschaftlichen Beziehungen unserer beiden H\u00e4user n\u00e4her zu bringen. Musste man ihr wirklich sagen, dass der Erbprinz Asturiens eine Elhalyn gereitet hatte?<br \/>Ich gebe zu, in dem Moment hatte ich versucht sie auf unsere Seite zu ziehen, doch sie begann von dem \u201eehrlosen Pack\u201c zu reden, das Aldaran in die Schlacht folgte.<br \/>Niemand beleidigte meine Ehre ungestraft. So war ich aufgestanden und gegangen. Sollte sie versauern in ihrer Kammer.<br \/>Wie du siehst geht es ihr gut. Ist das Treffen beschlossen? verlangte ich zu wissen.<br \/>Ich werde dort sein.<br \/>Der Hastur verschwand und ich erkannte, wie schwerwiegend seine Forderung war. Fionn w\u00fcrde bei mir sein, aber keiner unserer B\u00fcndnispartner. Aldones\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Das Bild verschwamm vor ihren Augen und Fionn sah in die gespannten Gesichter ihrer B\u00fcndnispartner. \u201eDie Forderung ist schon eine ziemliche Frechheit. Aber von Hastur kann man ja nichts anderes erwarten\u2026 Storn und Aldaran auszuschlie\u00dfen bedeutet nichts weiter, als da\u00df er nicht akzeptiert, wie viele sich hier gegen ihn zusammengeschlossen haben.\u201c, sagte er, h\u00f6rte \u00e4hnliches aus den anderen M\u00fcndern und schlie\u00dflich hockte man sich zusammen um zu \u00fcberlegen, wie man des Hasturs Pl\u00e4ne unterwandern konnte.<br \/>Nat\u00fcrlich ohne je dabei sein Gesicht zu verlieren, schlie\u00dflich hatte Corran sein Versprechen gegeben. Gavin Storn war sichtlich beleidigt, und zum Gl\u00fcck forderte niemand einen Repr\u00e4sentanten f\u00fcr das Haus Aldaran.<br \/>Damisela Rakhaila war grade nicht in der rechten Verfassung daf\u00fcr, und Fionn konnte nur hoffen sie lausche den Worten ihrer Tante.<br \/>Schlie\u00dflich kristallisierte sich so etwas wie ein Plan heraus. Edric Storn, nedestro Bruder von Gavin beugte das Knie vor Corran und schlo\u00df sich kurzerhand Asturien an. Zudem w\u00fcrde der Hauptmann der Bogensch\u00fctzen sie begleiten\u2026 die Sache war entschieden.<br \/>Doch noch war unklar, wie man mit Erlend und Damisela Rakhaila verfahren sollte\u2026<br \/>Fionn holte Aliciane und lie\u00df sich berichten. Dem M\u00e4dchen war kaum etwas beizubringen, solange sie Erlend an ihrer Seite wu\u00dfte.<br \/>Der Kerl mu\u00dfte weg\u2026 und da gab es doch noch diesen Kotzstein\u2026<br \/>Tapfer nahm Aliciane ihn zur Hand und ging zur\u00fcck in die Kemenate. Fionn blieb in ihrem R\u00fccken. Sie trat ein, rief Erlend beim Namen und als dieser aufsah dr\u00fcckte sie ab\u2026<br \/>Ein seltsames Ger\u00e4usch erschallte und zum ersten Mal w\u00fcrde Fionn der Effektivit\u00e4t dieser Waffe ansichtig, als Erlend auf der Stelle bewu\u00dftlos zusammensank. K\u00fchl und gelassen, der H\u00e4rte dieser Aktion voll bewu\u00dft, h\u00e4ndigte Aliciane die Waffe Fionn aus und blieb bei Rakhaila zur\u00fcck.<br \/>Mit Baraks Hilfe packte er ihn und schleppte ihn in den Keller, wo er gefesselt und unter Bewachung zur\u00fcckgelassen wurde.<br \/>Das Spiel f\u00fcr diesen Kerl, der sich zuvor als Jorics Bastard entpuppt hatte, war hiermit zu Ende. Nun w\u00fcrde Rakhaila vielleicht wieder zuh\u00f6ren k\u00f6nnen und zur Besinnung kommen, derweil man Corran zum Heerf\u00fchrer Aldarans machte um die Hauptpartei nicht schw\u00e4chelnd vor dem Hastur zu finden\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Heerf\u00fchrer. Mir gefiel die ganze Sache nicht. An Damisela Rakhailas Stelle vertrat ich nun Aldarans Interessen, aber ich konnte nicht f\u00fcr Lord Aldaran entscheiden. Egal, was Hastur mit mir zu bereden hatte, ich musste dies immer im Hinterkopf behalten.<br \/>Ich sah zu wie Fionn wieder im Lager verschwand, blieb selber aber vor der T\u00fcr und ging unruhig auf und ab.<br \/>Pl\u00f6tzlich n\u00e4herte sich ein Fremder. Er war unbemerkt an allen Wachen vorbeigekommen. Ich zog mein Schwert und trat auf ihn zu.<br \/>\u201eHE DA!\u201c rief ich. \u201eWas willst du hier?\u201c<br \/>\u201cIch bin auf der Suche\u2026\u201c kam es leise unter der Kapuze hervor. So leide, dass ich kaum etwas verstand. \u201eWas sucht Ihr?\u201c<br \/>\u201cEinen Gegenstand\u2026\u201c<br \/>Da war etwas. Ich sp\u00fcrte etwas. Etwas, das nichts mit dem Fremden hier zu tun hatte.<br \/>Fionn?<br \/>\u201eEr ist mir sehr wichtig. Ich ben\u00f6tige ihn wieder\u2026\u201c<br \/>Ich f\u00fchlte nichts. Leere.<br \/>\u201eAldones!\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Fionn war nachsehen gegangen, wie es Erlend erging. Doch kaum betrat er den kleinen, dunklen Keller, sah er nur noch eines. Barak, der treue Asturienhauptmann, der sich den Kotzstein an seine Schl\u00e4fe hielt und abdr\u00fcckte, und sogleich zu Boden sank\u2026<br \/>\u201eMistvieh!\u201c Fionn br\u00fcllte und st\u00fcrzte sich auf den noch gefesselten, aber wieder zu Bewu\u00dftsein gekommenen Erlend. Seines Larans hatte er sich bedient um einen Fluchtversuch zu unternehmen.<br \/>\u201eHilfe!\u201c Fionn br\u00fcllte aus Leibeskraft und st\u00fcrzte sich auf den Verr\u00e4ter, bemerkte noch, dass Gavin Storn die Treppe hinabst\u00fcrzte. Erlend aber hatte sich wahrlich gut erholt bekam ihn zu fassen, w\u00fcrgte ihn\u2026 und schlie\u00dflich trat Fionn ein Strahl aus dem Kotzstein und die Welt wurde dunkel!<br \/>Corran! Das war sein letzter Gedanke\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eEr steht hinter der T\u00fcr!\u201c Nicolo jappste nach Luft. Etwas hatte ihn getroffen und er ging zu Boden. Ich st\u00fcrzte zur Seite und dr\u00fcckte mich an den linken T\u00fcrrahmen. Immer wieder warf ich Blicke in den Raum, suchte den Verbrecher. Es war Erlend.<br \/>\u201eElender Bastard! Verr\u00e4terischer Hund!\u201c<br \/>Wut durchfuhr mich, Sorge\u2026 was war mit Fionn? Wo war Aliciane? Ging es ihnen gut oder hatte er sie bereits get\u00f6tet?<br \/>Ich konnte nicht denken, vor meinen Augen schien sich blutrote Farbe auszubreiten. Wieder beugte ich mich vor, sah wieder Erlend und pl\u00f6tzlich stand Jacosta Elhalyn im T\u00fcrrahmen.<br \/>Eine Falle. Er l\u00e4sst sie vorgehen.<br \/>Ich wich nach links, aber es war zu sp\u00e4t. Unter dem Arm der Elhalyn durch, zielte Erlend mit dem Kotzstein auf mich. Ich holte mit dem Schwert aus, traf ihn an der Hand, aber die Klinge musste abgeglitten sein, denn pl\u00f6tzlich f\u00fchlte ich, wie mir \u00fcbel wurde und ich zu Boden sank.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u2026 eine ganze Weile sp\u00e4ter\u2026<\/p>\n<p>Fionn kam zu sich, doch bevor auch nur ein klarer Gedanke seinen Kopf erf\u00fcllte, st\u00fclpte sich sein Magen um und er erbrach sich, wie ein j\u00e4mmerlicher Schw\u00e4chling. Immer und immer wieder, bis nichts mehr aus seinem Inneren drang als reine Galle. Husten und sprotzend kam er langsam auf die F\u00fc\u00dfe, sah, da\u00df es Gavin nicht besser ergangen war\u2026 dachte an seinen Lord und tastete nach seinem Schwert. Es war verschwunden.<br \/>\u201eVerdammt und zugen\u00e4ht!\u201c Schmerz durchzuckte seinen Arm, das M\u00e4dchen aus Hammerfell hatte eine Wunde wohl notd\u00fcrftig verbundnen. Viel schlimmer aber war die Leere in seinem Kopf, welche gr\u00f6\u00dferen Schmerz und noch schlimmere Furcht mit sich brachte.<br \/>\u201eCorran?\u201c<br \/>Keine Antwort. Er tastete sich seinen Weg aus dem Keller, sah sich drau\u00dfen um und fand sich einer Katastrophe gegen\u00fcber. Alle lagen danieder, nur die Frauen huschten noch, erschrocken und aufgepeitscht durch den Raum.<br \/>\u201eCorran?\u201c<br \/>Er fand den leblosen K\u00f6rper seines Lords im hinteren Teil des Lagers, ohne eine Wunde, ein Anzeichen irgendeiner Verletzung, aber auch ohne aber auch ohne einen Funken wachen Geistes\u2026 Er f\u00fchlte sich erb\u00e4rmlich. G\u00e4nzlich unm\u00f6glich hier Laran zu benutzen um seinen Mann zu wecken, oder sich auch nur zu vergewissern, da\u00df er wohlbehalten war.<br \/>So blieb ihm nur das schwache Ausharren, das Beobachten der Miene, und streichen durch verschwitztes, dunkles Haar\u2026 die Wache an seiner leblosen Seite.<br \/>Corran, mein Herz\u2026 komm zu dir!<br \/>Wie aus weiter Ferne nahm Fionn Dinge war, die gleich neben ihm geschahen.<br \/>\u201eErlend ist geflohen, wir sind v\u00f6llig wehrlos. \u2013 Er hat alle mit diesem Zauberding ausgeschaltet. \u2013 Restlos alle\u2026\u201c<br \/>Ein stolpernder S\u00f6ldner aus den Reihen Storns kippte Wasser \u00fcber den Kopf Dom Corrans\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ich war v\u00f6llig weggetreten. Ich sp\u00fcrte nichts. Weder, wie man meinen K\u00f6rper von drau\u00dfen nach drinnen brachte, noch merkte ich, wie mir pl\u00f6tzlich das Wasser \u00fcber den Sch\u00e4del flo\u00df und meine Schulter durchn\u00e4sste. Ich sp\u00fcrte auch nicht Fionn, der neben mir ausharrte und mich sch\u00fctzte.<br \/>Es verging geraume Zeit, bis ich merkte, wie mir die Galle hochkam. Ich blinzelte, w\u00fcrgte und stemmte mich nach oben. Jemand hielt mir eine Sch\u00fcssel hin und kotzte alles aus, was in meinem Magen war. Und noch viel mehr, vermutete ich dem Geschmack nach zu urteilen, der sich auf meiner Zunge bildete. Ich hustete mir die Lunge aus dem Leib und endlich kam ich wieder dazu einen klaren Gedanken zu fassen.<br \/>\u201eWas ist\u2026? Was ist passiert?\u201c brachte ich hervor und versuchte mich auf die Beine zu bringen.<br \/>Erlend war geflohen. Jacosta befand sich nicht mehr in unserer Hand. Doch mein erster Gedanke war das Treffen mit Hastur.<br \/>\u201eWir m\u00fcssen nach Mariposa\u201c, keuchte ich und griff nach Fionns Hand. Als ich den Blick hob und in sein Gesicht sah, wurde mir bewusst, welche \u00c4ngste er durchgestanden hatte. \u201eEs geht mir gut\u201c, sagte ich leise.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eAye!\u201c Fionn dr\u00fcckte Corrans Hand fest. So war es wohl. Ihnen war nichts geschehen au\u00dfer diesem Kotzstein\u2026 doch Fionn wollte diese Waffe nun nur noch fort wissen.<br \/>Hand in Hand standen sie einen Moment da, bar aller Fassade, die sonst ihrer Herzen trennte, dann aber griff das Chaos im Lager wieder um sich.<br \/>Als einzigen schien es den Stornschen S\u00f6ldner nicht von den F\u00fc\u00dfen gerissen zu haben und erstattete geflissentlich Bericht.<br \/>\u201eErlend hat sich davon machen wollen, aber ich bekam ihn zu fassen und schlug ihn nieder. Ich warf ihn in den Brunnen und danach\u2026\u201c<br \/>\u201eHabt ihr mein Schwert auch mit ihm hineingeworfen?\u201c Fionn vermi\u00dfte immer noch seine Waffe und wu\u00dfte, ohne sie f\u00fchlte man sich unwohl, wenn man im Geiste GreenScarps erzogen worden war.<br \/>\u201eEr hatte kein Schwert bei sich?\u201c<br \/>\u201eEr hatte meines\u2026 es mu\u00df hier irgendwo sein!\u201c Fionn sah sich um, doch es war erst nicht zu entdecken und Barak war bereits dabei ihm eines seiner Messer zu leihen. Wenigstens eine Klinge\u2026 seine Hand schlo\u00df sich um den Griff.<br \/>\u201eWas ist mit dem Kotzstein?\u201c<br \/>\u201eDer liegt auch im Brunnen!\u201c<br \/>\u201eWelcher Brunnen?\u201c<br \/>\u201eDahinten\u2026\u201c<br \/>Der S\u00f6ldner wies in die Ferne\u2026<br \/>\u2026 und aus Fionns R\u00fccken drangen Stimmen die zum Aufbruch dr\u00e4ngten. Hastur erwartete sie bereits und er w\u00fcrde sicherlich nicht lange warten, sollten sie sich versp\u00e4ten.<br \/>\u201eMein Schwert?\u201c Gehetzt sah sich Fionn um und entdeckte es schlie\u00dflich, seltsamer weise lag es weit ab vom Ort des Geschehens ruhig an einer Wand. Als w\u00e4re es nicht wichtig\u2026<br \/>Grimmig nahm er es auf, steckte es zur\u00fcck in die Scheide und gab Barak die Leihwaffe zur\u00fcck.<br \/>\u201eNun denn, brechen wir auf?\u201c Edric Storn dr\u00e4ngelte.<br \/>Keine Zeit um sich zu vergewissern das Erlend wirklich ein rasches Ende im Brunnenschacht genommen hatte. Keine Zeit mehr sich lang der Sicherheit der Frauen zu vergewissern.<br \/>\u201eBarak, Nicolo\u2026 ihr weicht den Frauen nicht von der Seite!\u201c<br \/>\u201eAye, Sir!\u201c<br \/>Dann bestiegen sie ihre Pferde\u2026<br \/>Tua schien Fionn genauso nerv\u00f6s wie er selbst, aber was brachte es zu Hadern. Es galt dem Hastur die Stirn zu bieten\u2026 womit, da\u00df war allerdings fraglich. Aus ihren Reihen war Knochenwasserstaub auf Hastursche Truppen geregnet, sie hatten sich von einem Verr\u00e4ter schw\u00e4chen lassen, sie hatten die einzige Geisel verloren\u2026<br \/>Er straffte die Z\u00fcgel und sie preschten durch die W\u00e4lder Altons gen Mariposa See.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wir erreichten den neutralen Verhandlungsort und lie\u00dfen die Pferde ein gutes St\u00fcck zur\u00fcck. Ebenso die Waffen. Diese legten wir ab, sobald wir dem Hastur und seiner Truppe angesichtig wurden.<br \/>Doch kaum hatten wir die Schwerter zur Seite gelegt, als wir schon den ersten Versto\u00df unserer Abmachungen hinnehmen mussten.<br \/>\u201eIch habe gesagt, niemand von hohem Blute!\u201c donnerte ich und deutete auf den jungen Giley Ardais. \u201eWenn er bleibt, gehen wir!\u201c<br \/>Hastur musste sich f\u00fcgen. Er schickte den jungen Ardais fort. Blieb ihm noch sein getreuer Friedensmann. Merryl\u2026 Dann aber wurde Jerome Edric angesichtig.<br \/>\u201eUnd ich habe verlangt keinen Storn!\u201c<br \/>\u201eEr steht in meinen Diensten. Er ist ein Mann Asturiens.\u201c<br \/>\u201eAber er ist ein Storn.\u201c<br \/>\u201eAye!\u201c<br \/>\u201eDann schick ihn weg.\u201c<br \/>\u201eNein, er ist einer meiner M\u00e4nner. Er ist Storn-nedestro, und er steht unter meinem Eid.\u201c<br \/>\u201eAber er ist Storn!\u201c<br \/>Meine Lippen kr\u00e4uselten sich. \u201eAye\u2026\u201c erwiderte ich ruhig und mein Blick bohrte sich in Jeromes Augen. \u201eAber er steht in meinen Diensten.\u201c<br \/>\u201eWas sagt mir, dass er nicht das Laran der Storns besitzt?\u201c<br \/>Ich w\u00f6lbte eine Braue. Was sollte das?<br \/>\u201eEr ist einer meiner M\u00e4nner. Wenn dir mein Wort nicht reicht, ist dieses Gespr\u00e4ch zu Ende, bevor es begonnen hat.\u201c<br \/>Er musste sich geschlagen geben, neigte den Kopf und wies auf den Verhandlungstisch. Wir nahmen Platz.<br \/>Es dauerte eine Weile, bevor er das Wort ergriff. \u201eIch will Frieden!\u201c<br \/>Aldones\u2026 wenn es so einfach war, warum hatten wir dann \u00fcberhaupt Krieg?<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Kein Vorwurf, keine Emp\u00f6rung statt dessen trumpfte Hastur auf mit vielen Dingen, die sie nicht in seinem Wissen glaubten.<br \/>\u201eIch will Frieden weil ihr nichts in der Hand habt. Mir kam zu Ohren das meine Verwandte euch entkommen ist\u2026 eure Heerf\u00fchrerin ist schwanger\u2026\u201c<br \/>Fionn verzog das Gesicht. Das war nicht gut. Woher wu\u00dfte dieser Kerl das alles\u2026 und dann dessen Friedensmann. Einige Z\u00fcge in seinem Gesicht erschienen ihm bekannt. Wer war dieser Mann\u2026<br \/>\u201eAlso w\u00e4re ich daf\u00fcr, da\u00df ihr eure Truppen zur\u00fcckzieht und mit uns \u00fcberlegt wie wir den Frieden standhaft halten k\u00f6nnen. Das Aldaran M\u00e4dchen braucht einen Mann\u2026\u201c<br \/>\u201eEs w\u00e4re nie soweit gekommen, wenn ihr nicht ihren Vater in Haft gesetzt h\u00e4ttet.\u201c<br \/>\u201eEr hat sich erdreistet den Friedensbund zwischen Hastur und Ardais zu sabotieren\u2026 unehrenhaft entf\u00fchrte er den jungen Giley, wollte ihn mit Laranzauber in die Ehe pressen.\u201c<br \/>\u201eIhr habt uns in diesen Kampf gezwungen, unsere famili\u00e4re Loyalit\u00e4t \u00fcber die des Friedens gepre\u00dft!\u201c<br \/>\u201eJa, deswegen spreche ich mit dir, Corran. Ich will Asturien sprechen\u2026 ich will, da\u00df Asturien mir zusichert, da\u00df ein Frieden m\u00f6glich ist. Niederlegung aller Kriegst\u00e4tigkeiten und ein Hasturmann f\u00fcr die kleine Aldaran\u2026\u201c<br \/>Fionn wu\u00dfte was kommen mu\u00dfte. Wen glaubte der arrogante Hastur eigentlich hier vor sich zu haben. Er sp\u00fcrte Corran Zorn bereits aufwallen\u2026 und bar aller Kraft stemmte er nicht dagegen an, sondern nahm ihn f\u00fcr sich und schlug auf den Tisch.<br \/>\u201eDies ist Corran di Asturien, er spricht im Namen der Aldaran Allianz\u2026\u201c<br \/>\u201eAber ich will mit Asturien sprechen\u2026\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eAsturien hat hier nichts zu sagen. Ich spreche im Moment f\u00fcr die Truppen und Befehlshaber Aldarans, nicht f\u00fcr meinen K\u00f6nig!\u201c<br \/>\u201eDann sichert mir dies zu und Aldaran wird freikommen.\u201c<br \/>\u201eUnd was dann?\u201c Ich verzog h\u00f6hnisch das Gesicht. \u201eWas dann? Was wenn Aldaran sich nicht an das h\u00e4lt, was ich dir nun im Namen seiner Soldaten sage? Ich spreche nicht f\u00fcr den Lord Aldaran. Alles was dies betrifft, muss Joric selber entscheiden! La\u00df mich mit ihm reden.\u201c<br \/>\u201eKomm nach Carcosa und ich gew\u00e4hre es dir.\u201c<br \/>\u201eNach Carcosa?! Bring Aldaran her und dann rede ich mit ihm! Wenn er zustimmt, dann wird es Frieden geben, nicht anders!\u201c<br \/>Immer wieder fl\u00fcsterte Hastur mit seinem Friedensmann. Er r\u00fchrte sich zwar nicht, aber ich sp\u00fcrte, dass hier Laran am Werke war.<br \/>Ich beriet mich derweil mit Fionn und Edric. Beide waren meiner Meinung. Aldaran musste f\u00fcr sich selbst entscheiden. Wir konnten hier auf keinen Frieden eingehen, kein Wort geben, wenn Aldaran f\u00fcr sich entschied, dass es nichts wert war und sich dar\u00fcber hinwegsetzte.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eV\u00f6llig unm\u00f6glich. Ich kann und will ihn nicht herschaffen, ich will Zusage von dir Corran!\u201c<br \/>Fionn rieb sich die Schl\u00e4fen. Irgendwie schien Hastur nicht einsehen zu wollen, das Corran viel versprechen, aber lange nicht den Frieden garantieren konnte. Allein schon, weil Joric Aldaran toben w\u00fcrde wie ein Berserker, wenn er von den Umst\u00e4nden erfuhr in die Rakhaila sich gebracht hatte und vor denen niemand sie besch\u00fctzt hatte\u2026<br \/>Dann schlug es Fionn fast zur Seite, Edric taumelte am Tisch und auch die Hasturs schienen den Schlag gesp\u00fcrt zu haben\u2026<br \/>(SL Ansage: Alle Telepathen bekommen eine Mentale Ohrfeige, weil Domenic Hastur eine rote Kugel gezogen hat\u2026 das halbe Heer auf beiden Seiten liegt danieder. Das was ihr f\u00fchlt ist die Druckwelle\u2026)<br \/>\u201eLa\u00dft uns mit ihm sprechen, vai dom!\u201c, versuchte es Fionn wieder. \u201eDom Corran kann doch f\u00fcr nichts entscheiden, was allein Aldaran betrifft\u2026 und ihr wollt euch gewi\u00df um euren Sohn k\u00fcmmern\u2026\u201c<br \/>Doch es bewegte sich nichts, und Fionn war nur froh das Corrans Ruhe soweit reichte dem Hastur nicht doch noch sein Ehrenwort entgegenzubr\u00fcllen, weil seine diplomatische Geduld am Ende war.<br \/>Edric aber sah, was auch Fionn sah und so waren es seine Worte, die die Handlungen folgen lie\u00dfen. \u201eGehen wir\u2026 es bringt doch nichts\u2026\u201c<br \/>Die drei M\u00e4nner standen auf und gingen, den Bogensch\u00fctzen hinter sich\u2026<br \/>Kein Frieden, nein, sicher nicht. Daf\u00fcr aber w\u00fcrden sie eilig heimkehren und sehen, ob die Schw\u00e4che des Heeres ihnen nicht einen Vorteil bringen w\u00fcrde.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Barak Mac Duvic<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Dom Corran zog nun mit seinen Mann gen Mariposa See und lie\u00df uns mit den Frauen zur\u00fcck. Anfangs war es noch sehr ruhig, doch urpl\u00f6tzlich ein Geschrei und Gekreische aus der Frauenkemenate. Domna Aliciane rief nur noch \"Haltet sie!\" und die kleine Alderan kam scho wild pl\u00e4rrend und fuchtelnd auf uns zu.<br \/>Nico stemmte sich sogleich in die T\u00fcr und ich versuchte das einer wild gewordenen Katze \u00e4hnelnde M\u00e4dchen zu greifen zu bekommen. Richtig hinlangen traute man sich ja ned wirklich, weil wehe dem Kind passiert was.<br \/>Nico und ich schafften es aber dennoch sie unter den Armen zu packen und sie schrie wie besessen lasst mich los. Wir redeten so gut es ging beschwichtigend auf sie ein und pl\u00f6tzlich lie\u00dfen unser beider Arme nach und wir mussten sie wie unter Zwang loslassen als w\u00e4re es uns Befohlen worden und unsere F\u00fc\u00dfe waren schwer wie Blei.<br \/>Verdutzt sahen wir der Fl\u00fcchtenden nach und Domna Alicane sah wohl das entsetzen in unseren Gesichtern und sagte nur noch: Mannen ihr k\u00f6nnt nichts daf\u00fcr, der Befehlstimme entkommt keiner.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir diesen unsinnigen Gespr\u00e4chen gelauscht hatten, hielten Barak und Nicolo gemeinsam mit den Frauen Stellung im Lager.<br \/>Soweit ich wusste, tr\u00f6stete Aliciane Rakhaila, die \u00fcber den Tod von Erlend nicht hinweg kommen wollte. Trauer war etwas Schreckliches, ich konnte es nachvollziehen. Aber insgeheim war ich froh, dass wir dieses intrigante Arschloch losgeworden waren (Anm. genial gespielt von Caillean!!).<br \/>Es dauerte lange, bis wir wieder zur\u00fcck waren und als wir ins Lager geritten kamen, erwartete uns schon die n\u00e4chste b\u00f6se \u00dcberraschung. Rakhaila war get\u00fcrmt.<br \/>\u201eDie is auf einmal die Treppe runtergest\u00fcrmt, Sir!\u201c stammelte Nico. Barak nickte heftig.<br \/>\u201eLasst mich raus hat se gebr\u00fcllt. N\u00f6, ham wir gesagt. Da hat se noch mal gebr\u00fcllt und wir ham wieder N\u00f6 gesagt. Auf einmal hat se\u2019s innem Ton gebr\u00fcllt, da konnten wir nich anders! Also simmer zur Seite und se is get\u00fcrmt.\u201c (OT: Anwendung der Befehlsstimme von Rakhaila).<br \/>Ich ballte die F\u00e4uste. \u201eWo ist sie hin?\u201c knurrte ich zwischen zusammengebissenen Z\u00e4hnen.<br \/>Erst die Elhalyn, jetzt Rakhaila. Scheinbar konnten wir keine Frau l\u00e4nger als n\u00f6tig in unserem Lager halten. Ich sah mich suchend nach Aliciane um und erkannte erleichtert, dass sie noch da war. Ich nickte ihr zu, bemerkte aber dann, dass Gavin fehlte.<br \/>\u201eWo ist Storn?\u201c<br \/>\u201cMit ihr\u2026 Richtung Mariposa. Sie wollten zu den Verhandlungen.\u201c<br \/>\u201eWir h\u00e4tten sie sehn m\u00fcssen\u201c, wandte Edric ein.<br \/>\u201eWenn sie sich f\u00fcrchteten und nur die Pferde geh\u00f6rt und sich ins Geb\u00e4usch geschlagen haben, konnten wir niemanden sehn\u201c, erwiderte ich. \u201eAlso\u2026 zur\u00fcck nach Mariposa. Wir m\u00fcssen sie finden.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>(Hin und wieder zur\u00fcck!... diesmal nicht von Bilbo Beutlin)<br \/>Also machten sie sich auf die Suche nach dem M\u00e4dchen und fanden sie, wie bereits vermutet an der Stelle, wo das Gras noch plattgetreten war von dem Versuch mit Hastur vern\u00fcnftig zu Reden\u2026 Gavin Storn stand bei ihr, ziemlich verwirrt und \u00e4rgerlich, wie es Fionn schien, vermutlich, weil Rakhaila sich einfach nichts sagen lassen wollte.<br \/>Sie wollte erst nicht mitgehen, aber was blieb ihr schon \u00fcbrig? Die Verhandlungen waren beendet, ihr Liebhaber war tot\u2026 ihr Vater noch immer in Gefangenschaft.<br \/>\u201eIch will zu Erlend\u2026 wo ist er?\u201c<br \/>Es war doch deutlich gewesen was geschehen war, doch Rakhaila, ihren Bauch streichelnd stand wohl unter Schock.<br \/>\u201eErlend ist tot, Damisela\u2026\u201c Fionn packte die schonungslose Wahrheit auf den Tisch. Wenn sie nicht verstand, dann w\u00fcrde es in einer Katastrophe enden\u2026 was brachte es da noch z\u00f6gerlich und h\u00f6flich zu sein? Rein gar nichts\u2026<br \/>Er f\u00fchrte sie, leicht seinen Arm um ihre Schultern gelegt zum Pferd und redete auf sie ein\u2026 wobei die sichtbaren Tr\u00e4nen noch das harmloseste waren, und allein sie r\u00fchrten ihn schon zutiefst.<br \/>\u201eMag sein der Hastur gibt euren Vater frei, oder l\u00e4\u00dft uns zu ihm. Ihr solltet euch fassen\u2026 und anfangen zu begreifen wer dieser Mann war. Nichts als der Bastard eures eigenen Vaters. Er wollte nicht euch, er wollte Aldaran. Ihr wart nur sein Spielzeug! Wenn er bekommen h\u00e4tte was er wollte\u2026 beruhigt euch, seht der Wahrheit ins Gesicht und \u00fcberlegt, was ihr eurem Vater sagen werdet, wenn wir ihn befreit haben.\u201c<br \/>Sie schluchzte, kreischte und es war ein schwieriges Unterfangen sie heimzubringen\u2026.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Barak Mac Duvic<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Nico und ich f\u00fchlten uns gar nicht wohl in unserer Haut, aber die Befehlsstimme hab ich an dem Tag ja nun schon zum zweiten mal abbekommen. Erst der verr\u00e4terische Erlend, der mich zwang in diesen Kotzstein zu sehen und jetzt auch noch die Aldaran. Was war das nur f\u00fcr ein seltsamer Krieg. Langsam w\u00fcnschte ich mir trotz schmerzender Gelenke einen klaren Kampf auf dem Feld, als diesen wirren Weibshaufen im Stabszelt. Nico und ich gingen vor die T\u00fcr und wollten nach den von den Storn gedungenen S\u00f6ldner sehen als wir pl\u00f6tzlich von hinten kurz noch das fauchende Ger\u00e4usch dieses verfluchten Kotzsteines h\u00f6rten. Plumps und Finster ward's.<\/p>\n<p>Ich wurde wach und mir war schlecht. Ich f\u00fchlte mich wie ein tr\u00e4chtiges Weib das zu Anfang nur am speihen ist, doch etwas war anders, bei Zandrus Eiern was tat mir der Sch\u00e4del weh! Hab ich mir den angeschlagen als ich zu Boden ging? Kann ned sein, denn ich lag auf dem Bauch und oben auf der Sch\u00e4delplatte prangte ein furchtbares Horn. Hat mich wer niedergeschlagen w\u00e4hrend ich eh nix mitbekam? Auch Nico richtete sich langsam pumpend auf und rieb sich den Kopf. Bei Aldones und allen G\u00f6ttern, ich sah mich um und entdeckte alle die sich um uns herum befanden am Boden liegend, ein paar Frauen eilten herbei und schleppten uns ins Stabszelt. Er sah aus als ob die Schlacht eben hier drin gef\u00fchrt worden war. Die B\u00e4nke umgesto\u00dfen, der Kartentisch verw\u00fcstet. Wo war dieser Storns\u00f6ldner als wir hinausgingen? Er lag noch da, na warte B\u00fcrschchen, ich durchsuchte seine Waffentasche und siehe da \"Der Kotzstein!\" Flugs den Mann gefesselt und versucht zu verh\u00f6ren, doch auch er hatte ne Beule und versank ganz schnell wieder in Bewusstlosigkeit. Doch schon h\u00f6rten wir das stampfen unserer Schlachtr\u00f6sser, der Herr kommt zur\u00fcck!<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Es war ein heilloses Durcheinander, dessen wir angesichtig wurden. Sorge durchflutete mich, doch Aliciane ging es gut. Sie war das teuerste Gut, das ich zur\u00fccklassen musste. Doch sie schien alles bestens im Griff zu haben. Stolz ging ich zu ihr und legte einen Arm um ihre schmale Schultern. \u201eAlles in Ordnung?\u201c<br \/>Sie nickte und erz\u00e4hlte in knappen Worten, was vorgefallen war. Ich betrachtete den gefesselten S\u00f6ldner und entschied, dass ich mit ihm nicht wirklich etwas anfangen konnte. Rakhaila sa\u00df an der Seite und bevor wir dieser Lage auch nur ann\u00e4hernd Herr werden konnten, klopfte es an der T\u00fcr. Barak eilte hin\u00fcber und \u00f6ffnete sie.<br \/>Ich wurde bleich, als ich erkannte, wer davor stand. Hastur hatte Aldaran gehen lassen!<br \/>Es war tats\u00e4chlich Joric!<br \/>\u201eBei allen G\u00f6ttern!\u201c<br \/>Ich sp\u00fcrte, wie mein Herz einen Augenblick aussetzte und wie Sinn und Sinnlosigkeit dieses Krieges auf einmal auf mich einprasselte. Ich wandte mich zu Fionn und sch\u00fcttelte den Kopf. Ich konnte es nicht glauben\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDom Aldaran\u2026\u201c Fionn konnte es kaum fassen. Warum war der jetzt hier, was sollte das\u2026<br \/>Ein Blick in das grinsende Gesicht Hasturs, der es doch wirklich gewagt hatte ihr Lager zu betreten.<br \/>Irgendwas geht hier vor, das stinkt doch\u2026 erst dieses bl\u00f6de Verhalten bei den Verhandlungen und nun gibt er sein Pfand frei\u2026 ohne auch nur einen Grund daf\u00fcr zu haben.<br \/>Da Hastur auch sogleich einen Blick auf die zerst\u00f6rte Truppenplanung und das Chaos im Lager werfen konnte machte sich Fionn kaum noch Hoffnungen auf ein ehrliches Ende\u2026<br \/>\u201eIst es vorbei?\u201c<br \/>Aldaran nickte, trat ein, dankte ihnen und wand sich dann seiner Tochter zu. Heulend warf sie sich ihm vor die Knie, schluchzte und wimmerte um Verzeihung\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein H\u00e4ndedruck, ein Dank, ein Versprechen, dass er das was ich f\u00fcr ihn getan hatte, nicht vergessen werden w\u00fcrde.<br \/>Das war Joric Aldaran.<br \/>Ich stand ein wenig verdattert und w\u00fcrdelos herum, bis ich mich fing und nach drau\u00dfen ging. Den anderen gab ich ein Zeichen, sie folgten mir.<br \/>Der Krieg war vorbei. Aldaran war frei.<br \/>Und mein Land? Was war mit meinem Sohn?<br \/>Ich sp\u00fcrte die Unruhe und sie verging nicht so leicht. Wir warteten und erhielten eine Einladung von Hastur. Joric nahm sie an. Am Abend w\u00fcrden wir auf Armida weilen. Im Hause der Altons.<br \/>Nun, warum nicht? Zumindest besser als eine weitere nutzlose Nacht auf einem feuchten Lager. Also stimmte ich zu. Herrschaftlich konnte man unseren Einzug nach Armida nennen. Man teilte uns Zimmer zu und lie\u00df uns ausruhen, doch dann erfuhren wir von den Bedingungen des Friedens.<br \/>Aldaran hatte zugestimmt, seine Tochter einem Delleray zu geben. Was er allerdings verschwiegen (oder nicht gewusst) hatte war, dass der Knabe gerade einmal 13 Jahre z\u00e4hlte und nicht gerade als angemessener Gatte f\u00fcr Rakhaila angesehen werden konnte.<br \/>Gavin und Edric Storn traten an mich heran und ich stimmte einer Unterredung zu. Fionn, Barak, Nicolo und selbst Aliciane nahmen daran teil. Eine ruhige Ecke wurde ausgesucht und wir begannen die M\u00f6glichkeiten zu diskutieren.<br \/>\u201eWenn Aldaran das wirklich durchzieht, dann wird er nicht mehr lange leben\u201c, warf Edric ein.<br \/>Ich stimmte zu. \u201eDas ist eine Farce. Aber wer f\u00e4llt uns ein?\u201c<br \/>Namen wurden hin und hergew\u00e4lzt und am Ende blieben wir bei Leonard Alton h\u00e4ngen. Es gab keine andere M\u00f6glichkeit. Alton war zumindest jemand, der f\u00fcr sich selber dachte und sich nicht so ohne weiteres dem Hastur unterordnete.<br \/>Denn w\u00fcrde Joric sterben, w\u00fcrde Rakhailas Gatte herrschen. Oder eher der, der die Hand \u00fcber ihn hielt. Und Unf\u00e4lle geschahen\u2026 wir mussten etwas unternehmen.<br \/>Zu unserem Leidwesen stie\u00dfen wir mit diesen Worten bei Joric auf taube Ohren. Wir hatten ihn aufgesucht, noch vor dem Abendessen. Aber er wollte nichts von all dem h\u00f6ren. Verdammter Bergstolz!<br \/>Der w\u00fcrde ihn doch noch unter die Erde bringen!<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDomna Alton bittet darum, da\u00df alle M\u00e4nner ihre Waffen ablegen, ehe sie zum Mahl erscheinen, es soll schlie\u00dflich ein friedliches Essen mit anschlie\u00dfender Feier werden\u2026\u201c<br \/>Immer wieder h\u00f6rten die M\u00e4nner Asturiens das gleiche. Fionn sah an sich hinab, dann zu Corran und grinste breit\u2026 Ihre Verunsicherung ob eines br\u00f6ckligen Friedens war gro\u00df, und die schnelle Freilassung lie\u00df daran glauben, da\u00df man noch nach Mitteln suchte sie \u00fcber den Tisch zu ziehen. Aufgrund dessen w\u00fcrde Fionn sicherlich nicht sein Schwert ablegen, ebensowenig wie Corran es tat\u2026 selbst daheim war es fast immer mit dabei, oder lehnte in Reichweite. Es war ein heiliges Ding, Corrans Schwert.<br \/>\u201eWenn sie uns nicht reinlassen, essen wir drau\u00dfen\u2026 mit dem Pack an einem Tisch zu sitzen, daran liegt mir eh nichts!\u201c, sagte Fionn entschlossen und nach einem Nicken Corrans war es beschlossene Sache.<br \/>Warum sollte man dem Hastur auch trauen, wo er ein Kind, dem kaum ein Barthaar wuchs, an Aldarans Tochter verheiraten wollte\u2026<br \/>Grad eben hatte man eilig nach einer Tro\u00dfdirne gesucht um dem Jungen wenigstens die Grundlagen einer Ehe zu erl\u00e4utern. Wie unedel und erb\u00e4rmlich\u2026 das Gavin Storn da mitmischte, gefiel ihm ebenso wenig.<br \/>Dann w\u00fcrde zum Essen gel\u00e4utet\u2026<br \/>W\u00fcrdige G\u00e4ste waren sie, die di Asturiens, gewaschen zwar, doch das vor Dreck starrende R\u00fcstzeug noch am Leibe.<br \/>Aye, wir sind eben Krieger, und wir kommen vom Schlachtfeld\u2026, dachte Fionn. Und die Schlacht schien noch nicht zu Ende\u2026.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDas Schwert bleibt hier!\u201c<br \/>\u201eIhr werdet es ablegen!\u201c<br \/>Ich rollte mit den Augen. Die Domna Alton war kein einfaches Hausm\u00fctterchen. Sich ihr zu widersetzen mochte ins Auge gehen. Ich rechnete jeden Moment damit, dass sie mit ihrem Sticknadelarsenal auf mich losging.<br \/>Aber bevor es so weit kommen konnte, sprang Hastur pers\u00f6nlich f\u00fcr uns ein und versicherte, dass es sein Wunsch sei, dass ich und meine M\u00e4nner unsere Schwerter behielten. Fein, ich h\u00e4tte auch eher drau\u00dfen gegessen, wie Fionn so sch\u00f6n gesagt hatte.<br \/>So allerdings nahmen wir am Tisch Platz und es dauerte nicht lange, da bat Jerome darum, ebenfalls bei uns sitzen zu d\u00fcrfen. Ich stimmte dem wohl zu, auch wenn ich nicht geneigt war, mir sein Gesicht l\u00e4nger als n\u00f6tig anzusehen.<br \/>Zu allem \u00dcberfluss war das Essen eine Zumutung. Jedem au\u00dfer mir schien es zu schmecken, doch ich kaute nur lange auf dem f\u00fcr mich ungenie\u00dfbaren Zeug herum.<br \/>Aldones sei Dank hatte Fionn die rettende Idee und versorgte mich mit Braten und Teigtaschen. So musste der Lord nicht hungrig bleiben. Ich war ihm mehr als dankbar und lie\u00df so auch den kleinen Streit zwischen ihm und Aliciane unkommentiert. Meine Frau versuchte seit einer halben Ewigkeit ihm feinere Tischmanieren beizubringen. Mir war es gleich. Aus Loyalit\u00e4t h\u00e4tte ich mich auch noch halb \u00fcber den Teller gebeugt, aber ich gebe zu, dass ich die strengen Blicke meines Weibes beinahe ebenso f\u00fcrchtete wie Zandrus eisigste H\u00f6lle.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Fionn war m\u00fcde, so hungrig, da\u00df er vom Essen kaum etwas schmeckte und zudem voller angespannter Gef\u00fchle, die er nirgendwo los werden konnte. Also stampfte er sich erst seinen, dann Corrans Suppe in den Mund und selbst als er versuchte gesittet zu essen, mi\u00dfriet es.<br \/>Solche Dinge fielen ihm schwer, und Hastur hatte sich solchen Respekt auch gar nicht verdient\u2026 sollten sie doch denken was sie wollten. Erg\u00f6tzten sie sich doch scheinbar sehr an dem \u00fcbergeordneten Tisch wo nun das Brautpaar sa\u00df\u2026<br \/>Die \u00e4ngstlichen Blicke des Jungen zerrten an Fionns Nerven.<br \/>Verdammt noch eins, das gibt keine Hochzeit, das gibt eine Vergewaltigung\u2026 Rakhaila trauert, der kleine Raymond f\u00fcrchtet sich\u2026 wie k\u00f6nnen all diese Comyn hier sitzen und sich dar\u00fcber freuen? Hielten sie sich nicht sonst auch f\u00fcr so sensible Gesch\u00f6pfe?<br \/>Aliciane plapperte mit dem Bewahrer und sah ihn immer wieder strafend an, gar nicht bemerkend, da\u00df die Anwesenheit des Rotrocks ihren Gatten ebenso stre\u00dfte, wie es das Brautpaar mit Fionn tat.<br \/>Aldaran hat es nicht verdient\u2026 er mu\u00df\u2026 ja, was wenn er unter der Gefangenschaft so gelitten hat, da\u00df er nun zu allem Ja sagt, nur um die Freiheit nicht wieder missen zu m\u00fcssen?<br \/>Fionns Gesicht verzog sich abermals, und dann sah er zu Aliciane, die einen ebenso langen Blick auf ihren Bruder warf.<br \/>Geh und rede mit ihm, Mylady\u2026 bitte\u2026, sandte Fionn \u00fcber den Tisch hinweg und an seinem Lord vorbei, aber er konnte nicht l\u00e4nger still sitzen. Irgendetwas mu\u00dfte doch an diesem Debakel noch zu \u00e4ndern sein. Gab es denn wirklich nicht einen Mann in den H\u00e4usern der Hasturallianz, dem zu trauen war?<br \/>\u201eIch gehe und rede mal mit Joric\u2026\u201c, entschlossen erhob sich Aliciane und Fionn sah ihr dankbar nach.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Mochte die Schwester beim Bruder erreichen, was uns scheinbar verwehrt war. Ich f\u00fchlte, wie eng mein Hals mir wurde. Hastur stand an unseren Grenzen und auch wenn er jetzt einen freundlichen und friedfertigen Eindruck machte, so glaubte ich nicht, dass es ewig so bleiben w\u00fcrde.<br \/>Unser einziger Verb\u00fcndeter war Aldaran. Und wenn er starb und Hastur \u00fcber Rakhailas Mann auch noch diese Dom\u00e4ne einsackte, w\u00fcrden wir diejenigen sein, die als n\u00e4chstes dran w\u00e4ren.<br \/>Ich konnte Caleb schon h\u00f6ren, der mir heftige Vorw\u00fcrfe machte. Nicht, weil wir in den Krieg eingegriffen hatten. Er verstand, dass ich nicht anders hatte handeln k\u00f6nnen. Mir war dieser Krieg und dieses B\u00fcndnis aufgezwungen worden. Einzig, um Hastur aus seiner Gefangenschaft zu befreien, war ich damals in Lanister darauf eingegangen. Zudem war da noch Aliciane\u2026 Familienbande waren enger als jeder Treueeid.<br \/>Doch nun w\u00fcrde ich mich rechtfertigen m\u00fcssen. Warum nur hatte ich zugelassen, dass Hastur seine Finger immer weiter ausstreckte? Ich musste es auf irgendeine Art und Weise verhindern.<br \/>Aliciane kam zur\u00fcck und zuckte lediglich mit den Schultern. Scheinbar hatte sie nicht wirklich etwas erreicht. Ich strich ihr sanft \u00fcber den Arm und l\u00e4chelte ihr aufmunternd zu. Also mussten wir es doch noch einmal selber versuchen.<br \/>Joric war in keiner guten Stimmung. Er sp\u00fcrte wohl, dass wir ihn dr\u00e4ngten.<br \/>\u201eJoric\u2026\u201c versuchte ich es eindringlich. \u201eUnf\u00e4lle geschehen. Was, wenn dir einer zust\u00f6\u00dft? Ein Sturz vom Pferd, von der Treppe? Ein Mahl, das du nicht vertragen hast?\u201c<br \/>\u201eJa, Unf\u00e4lle passieren. Auch dem jungen Delleray k\u00f6nnte etwas zusto\u00dfen!\u201c beharrte er.<br \/>\u201eDann w\u00e4ren wir wieder genau da, wo wir vorher waren! Joric, es muss JETZT etwas geschehen. Jetzt m\u00fcssen wir die Weichen stellen. Lehne die Wahl des Br\u00e4utigams ab!\u201c<br \/>\u201eDas Gl\u00fcck meiner Tochter geht mir \u00fcber mein eigenes Leben, Corran! Wenn sie sagt, dass sie ihn heiraten will, dann soll es so sein!\u201c<br \/>\u201eUns alle bringst du in Gefahr. Wenn Hastur erst einmal Aldaran h\u00e4lt, dann ist es ein leichtes f\u00fcr ihn auch alle anderen K\u00f6nigreiche und F\u00fcrstent\u00fcmer zu erobern. Ist es das was du willst? Ein Darkover regiert von Hastur von Carcosa?\u201c Ich wusste, wie verzweifelt meine Stimme klingen musste und wie gehetzt mein Blick aussehen musste. Aber was konnten wir sonst tun?<br \/>\u201e\u00dcberlege es dir, ich bitte dich.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Fionn stand dabei, lauschte und Trauer dr\u00fcckte sich um sein Herz. Trauer um diesen einst so starken Lord\u2026 nun schien er kaum noch mehr als ein Schatten seiner selbst.<br \/>\u201eEs l\u00e4uft also darauf hinaus,\u201c mischte er sich letztlich ein, \u201edas entweder ihr oder der Junge eines fr\u00fchen Todes sterbt. Warum es dann erst soweit kommen lassen? Setzt jetzt einen Punk, Dom Aldaran. Sagt nein, sagt, ihr wollt das wie versprochen ein Mann f\u00fcr eure Tochter gefunden wird\u2026\u201c<br \/>\u201eNein, sie will den Knaben\u2026\u201c<br \/>Oh ja, vielleicht wollte sie ihn wirklich. Aber w\u00e4re dies gut f\u00fcr Rakhaila? Sie hatte einmal allein zu regieren versucht und war in Erlends F\u00e4nge geraten. Ihrer Dom\u00e4ne hatte dies nicht geschadet\u2026 zeitweilig war sie sogar erbl\u00fcht, doch Frauen vermochten es nicht allein zu handeln. Sie konnten vielleicht mit Witz, mit List und T\u00fccke regieren, aber Kriege f\u00fchren und mit eigener Hand die Familie verteidigen?<br \/>Fionn glaubte nicht daran.<br \/>\u201eDann wird es also wieder Mord geben, danach wieder Krieg\u2026 und egal was ihr tut Asturien wird immer wieder mit hineingezogen werden\u2026\u201c Fionn sch\u00fcttelte den Kopf.<br \/>\u201eWarum riskiert ihr euren eigenen Tod, Dom Aldaran? Wof\u00fcr? Ist euch damit irgendwie geholfen?\u201c<br \/>\u201eEs bleibt dabei!\u201c<br \/>Aldaran war unerweichlich. Er hatte sich in den Kopf gesetzt, da\u00df Hasturs Pl\u00e4ne auch die seinen waren.<br \/>Fionn ballte, verborgen vor den Augen der anderen, die F\u00e4uste. Es war nicht zu ertragen. Auf keinen Fall. Sie wollten den Frieden, nicht nur den Anschein dessen und das lauern auf die n\u00e4chste Gelegenheit alles wieder von vorn zu beginnen.<br \/>\u201eWir sollten uns alle auf das Fest freuen. Geh jetzt, Corran\u2026\u201c Aldaran wand sich ab. \u201eEs ist Frieden!\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Als Aldaran gegangen war, spuckte ich aus. \u201eFrieden! Das ist kein Frieden! Das ist eine einzige Farce!\u201c<br \/>Mir ging es wie Fionn und ich sp\u00fcrte, dass er auf irgendeine Art und Weise litt. Er sah nicht nur ungl\u00fccklich aus, mir schien es, als w\u00fcrde etwas in ihm regelrecht brodeln.<br \/>Aus irgendeinem Grund, war er unzufriedener mit der Situation als ich.<br \/>\u201eIch gehe und suche Aliciane. Vielleicht kann sie mir etwas mehr sagen. Aber wenn Aldaran sich schon von ihr nicht umstimmen l\u00e4sst\u2026\u201c<br \/>Ich kannte ihn nicht mehr. Nichts an ihm erinnerte im Moment an den Mann, an dessen Kamin ich vor Jahren gesessen hatte, um eine Heirat zu besprechen.<br \/>Die langen Jahre der Gefangenschaft hatten ihn tats\u00e4chlich ver\u00e4ndert. Ebenso Rakhaila. Ich rieb mir die Stirn.<br \/>\u201eWenn gar nichts mehr hilft, m\u00fcssen wir Hastur erneut herausfordern und an Aldarans Stelle einen Mann f\u00fcr Rakhaila fordern.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eAye, das m\u00fcssen wir wohl\u2026 ich hab\u2019s ja gewu\u00dft. Hastur zieht uns \u00fcber den Tisch!\u201c<br \/>Fionn sah Corran hinterher, als er zu seiner Frau ging, doch er heftete sich nicht an seine Fersen. Er hatte etwas anders vor. Er kam sich ein wenig wie ein Verr\u00e4ter vor, als er, kaum das Corran ihn nicht mehr sehen konnte, durch die R\u00e4umlichkeiten Armidas schlich und nach den Stornbr\u00fcdern suchte.<br \/>Unterwegs kam er in den Speisesaal wo nur noch wenige Herren und Damen waren, und die M\u00e4gde die Spuren des Mahls beseitigten und erhaschte einen Blick auf Dom Ardais.<br \/>Selbst noch sehr jung f\u00fcr einen Lord \u00fcber eine ganze Dom\u00e4ne und f\u00fcr Fionn sicher niemand dem man vertrauen konnte, aber er lauschte, w\u00e4rend der junge Ardais sich \u00fcber seinen Schwiegervater emp\u00f6rte.<br \/>\u201eIch stehe v\u00f6llig unter seine Knute, und nur, weil ich Lilia nicht entt\u00e4uschen mag, glaubt er mit mir machen zu k\u00f6nnen was er will\u2026\u201c<br \/>Aye, so ist es wohl. Hastur schafft sich seine Welt aus Marionetten und treu ergebenen Vasallen. Eines Tages werden wir alle nicht mehr als dies sein\u2026 wenn wir ihn nicht aufhalten.<br \/>Dom Ardais war bereits erwachsen und kam nicht gegen den Hasturlord an. Wie sollte es da wohl dem kleinen Delleray ergehen?<br \/>Kurz darauf fand Fionn die Storns und man zog sich in einen relativ ruhigen Bereich Armidas zur\u00fcck um sich zu beraten.<br \/>\u201eIch bin unzufrieden.\u201c, begann Fionn. \u201eDiese Hochzeit ist nichts als eine Farce, Dom Aldaran spielt mit seinem Tod, als w\u00e4re es nicht wichtig\u2026\u201c<br \/>Viele Ideen wurden geboren und wieder verworfen. Beide Stronbr\u00fcder w\u00e4ren sicherlich bessere M\u00e4nner f\u00fcr Rakhaila geworden als der, den man angeboten hatte, aber Hastur w\u00fcrde ihnen nicht trauen\u2026 und tief in Fionns Hinterkopf bohrte sich eine andere M\u00f6glichkeit\u2026 doch dar\u00fcber sagte er noch keinen Ton.<br \/>\u201eWas wenn wir Rakhaila \u201aentf\u00fchren\u2019 und einem anderen geben? Joric hat es schon einmal versucht\u2026\u201c<br \/>\u201eNein, es w\u00fcrde ihr einen Mann geben, aber sicher nicht den Frieden.\u201c<br \/>\u201eWir brauchen einen besseren Plan. Wir brauchen einen Hasturmann\u2026\u201c<br \/>\u201eOhne Dom Corran tun wir gar nichts! Fionn\u2026 bringt ihn her, la\u00dft uns noch mal mit Aldaran reden\u2026 und wenn es nicht hilft, dann mit Hastur selbst. Er hat uns einen Mann versprochen\u2026\u201c<br \/>\u201eIn Ordnung. Ich hole Corran\u2026\u201c Fionn lief davon zu den Gem\u00e4chern die man ihnen zugewiesen hatte, aber er fand Corran nicht.<br \/>(Laran funktioniert ja leider nur begrenzt, und Corran verstieg sich, auf seiner Suche nach Fionn dazu einmal ganz laut \u201eSchatz!\u201c durch das Treppenhaus zu br\u00fcllen!)<br \/>\u201eIch komm ja schon\u2026\u201c Fionns Kopf war br\u00fcllend rot und er peinlich ber\u00fchrt, als er Corran schlie\u00dflich fand\u2026 und \u00fcber das Ergebnis seines Gespr\u00e4ches mit den Stornbr\u00fcdern informierte.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Er war auch grad auf der Suche nach mir gewesen. Peinlich\u2026 und ich hatte mich nicht wirklich unter Kontrolle. Aldones\u2026 ich gab ihm einen Stups und murmelte, dass eh alle Welt glaubte, ich habe nach Aliciane gerufen.<br \/>Grinsend ging ich hinter ihm her und lie\u00df mir berichten, was Storn im Sinn hatte. \u201eAye, lass uns mit Joric ein letztes Mal reden. Und bitten wir den Hastur gleich dazu.\u201c<br \/>So kam es, dass wir alle beisammen standen und Aldaran einen besseren Ehemann pr\u00e4sentierten. Zumindest glaubten wir dies.<br \/>Hastur wollte davon allerdings nichts h\u00f6ren.<br \/>\u201eIch habe einen passenden Mann angeboten! Wenn Ihr das Angebot jetzt ablehnt, dann brecht Ihr den Frieden! Entweder dieser oder keiner!\u201c<br \/>Dabei warf Jerome funkelnde Blicke zu jedem von uns. Er lie\u00df nicht mit sich reden und stob schlie\u00dflich davon wie ein wild gewordenes Chervine.<br \/>\u201eJoric, lass wenigstens du mit dir reden.\u201c<br \/>\u201eWer sollte es denn sein, he?\u201c<br \/>\u201cAlton. Versuch es mit Alton. Er kann f\u00fcr sich selber denken.\u201c<br \/>\u201eLord Alton ist bereits verheiratet!\u201c<br \/>\u201eEr hat einen Erben\u2026\u201c<br \/>\u201eDa w\u00e4re noch Leonard\u201c, warf Storn ein.<br \/>\u201eEr hat keinen guten Ruf soweit ich wei\u00df.\u201c<br \/>Ich st\u00f6hnte. Nichts, nichts war annehmbar oder gut genug. Bei den G\u00f6ttern, ich h\u00e4tte mich selbst angeboten, wenn ich nicht schon Jorics Schwester geehelicht h\u00e4tte. Aber was blieb? Weder Gavin noch Edric konnten sich anbieten. Beide waren zu eng mit Aldaran verb\u00fcndet. Hastur w\u00fcrde es niemals zulassen. Jerome musste zumindest das Gef\u00fchl haben, einen gewissen Einfluss aus\u00fcben zu k\u00f6nnen und es gab Dinge, die er haben wollte. Mich zum Beispiel.<br \/>Pl\u00f6tzlich sp\u00fcrte ich Fionns Hand an meinem \u00c4rmel.<br \/>\u201eWas ist?\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Fionn ging sie im Geiste durch, all die fremden M\u00e4nner, die sich hier beim Abendessen eingefunden hatten. Alle unw\u00fcrdig, in Hasturs oder Aldarans Augen, keiner gut genug\u2026 bis auf dieses Kind? Hatten sie den alle einen kleinen Fleck am Revier oder Hosenboden?<br \/>Die Sache war l\u00e4cherlich, aber selbst das L\u00e4cherliche wurde in den H\u00e4nden der M\u00e4chtigen zu einer ernsten Sache.<br \/>\u2026 und dann fiel ihm der eine Mann ein, auf den weder Hastur noch Aldaran gebaut hatte, und er wu\u00dfte den richtigen Preis um diesen interessant zu machen. Zitternd griff er mit der linken nach Corrans \u00c4rmel, zog daran und suchte nach Aufmerksamkeit.<br \/>\u201eVa\u2019 dom\u2026 kann ich mal einen Moment mit euch allein sprechen?\u201c<br \/>Corran sah ihn stirnrunzelnd an, doch Joric nickte schon.<br \/>\u201eGeht nur, sprecht miteinander, ich denke nicht, da\u00df es noch viel zu sagen gibt\u2026\u201c<br \/>So zogen sie sich im Speisesaal in eine Ecke zur\u00fcck. Nur Corran und er\u2026 und Aliciane, die am Rande stand und still lauschte.<br \/>\u201eHastur will nicht, weil ihm der Preis zu gering ist\u2026 wenn es aber eine Sache gibt, Corran, die er die ganze Zeit wollte, dann war es Asturien. Bedenke, er hat mit niemandem sprechen wollen au\u00dfer dir\u2026 er wollte deine Zusage zum Frieden\u2026 Er ist ein Aas und ich traue ihm keinen Fingerbreit, aber er traut dir!\u201c<br \/>Das Hastur schon seit Jahrhunderten darauf erpicht war, Asturias unter seiner Fuchtel zu zwingen, war niemandem ein Geheimnis. Doch Asturias hatte sich seine Freiheit immer erhalten. \u201eWenn du ihm deine Unterst\u00fctzung schenkst, dann\u2026\u201c Fionn war bla\u00df, seine Hand ruhte auf Corrans Bein und er ahnte, er k\u00f6nnte einen Tobsuchtsanfall ausl\u00f6sen mit dem was sein Kopf ihm riet. Doch was darin war mu\u00dfte heraus, es war vielleicht die letzte Chance die ihnen blieb.<br \/>\u201eGeh\u00f6rt Asturias zu seinem Bund k\u00f6nnen wir einen weiteren Mann f\u00fcr Rakhaila stellen\u2026\u201c Fionns Blick glitt zu Aliciane. Man mu\u00dfte sie nur ansehen um zu wissen, da\u00df der Preis nicht zu hoch war.<br \/>\u201eIch w\u00fcrde sie heiraten, wenn es das einzige ist das Joric, sie und den Jungen retten kann\u2026 Ich w\u00fcrde es tun.\u201c Seine Hand dr\u00fcckte zu, dr\u00fcckte sich in Corrans Fleisch und wich nicht ein St\u00fcck, ebenso wenig wie sein Blick, der nicht aus den vertrauten Tiefen Corrans wich.<br \/>Weil ich dich und Asturias liebe, weil mir Aliciane am Herzen liegt. Hier geht es um die Familie\u2026 und um den Frieden!<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Als er es aussprach, war mein Kopf wie leergefegt. Alles Denken hatte sich verfl\u00fcchtigt. Ich sp\u00fcrte nicht einmal seine Hand an meinem Bein. Ich sah ihn an, doch mein Blick war leer.<br \/>\u201eNein\u2026\u201c fl\u00fcsterte ich.<br \/>Denk nach!<br \/>Ich d\u00fcrfte nicht in Panik geraten. Nicht hier. Nicht vor allen Leuten, nicht vor\u2026<br \/>Ich drehte den Kopf. Aliciane\u2026<br \/>Er ist wie ich\u2026<br \/>Ich schloss die Augen und sch\u00fcttelte den Kopf. Alle M\u00f6glichkeiten gingen mir noch einmal im Kopf herum. Alton, ein \u00e4lterer Delleray\u2026 vielleicht doch der Junge von dreizehn Jahren. Alle, nur nicht Fionn\u2026<br \/>Mein Herz krampfte sich zusammen und ich sp\u00fcrte wieder den allzu vertrauten Knoten in der Brust, der mir das Luftholen schwer machte.<br \/>Kalte Schauer liefen durch meinen K\u00f6rper und ich merkte, dass ich zitterte.<br \/>Lange Zeit sagte ich nichts und als ich die Augen wieder \u00f6ffnete, sa\u00df er immer noch da. Pl\u00f6tzlich sp\u00fcrte ich seine Hand auf meinem Bein. Ich wollte meine Hand ausstrecken, aber ich konnte mich nicht r\u00fchren.<br \/>\u201eAye\u201c, sagte ich und r\u00e4usperte mich. \u201eAye, es\u2026 scheint die einzige M\u00f6glichkeit zu sein.\u201c<br \/>Ich betrachtete das Gr\u00fcnzeug auf dem Tisch der Brautleute. Vorhin hatten sie hier noch gesessen. Ein nerv\u00f6ser kleiner Junge neben der stolzen Rakhaila Aldaran.<br \/>Ich verstand, warum Fionn sich anbot. Er sp\u00fcrte den Schmerz. Es lag in seiner Natur dagegen anzuk\u00e4mpfen. Wieder wollte sich mein alter Egoismus an die Oberfl\u00e4che k\u00e4mpfen.<br \/>Mein Schmerz ist es, um den du dich k\u00fcmmern sollst!<br \/>Aber ich wusste nur zu gut, dass dieser Schmerz nicht mehr existierte. Er war nicht mehr da. Er beherrschte mich nicht mehr auf die Art, wie er es vor Aliciane und meinem Sohn getan hatte.<br \/>Ich musste loslassen. Es ging nicht anders. Es\u2026 war der Lauf der Welt. Nur ein Narr konnte meinen, dass es immer so sein k\u00f6nnte. Ich, Fionn\u2026<br \/>\u201eAye!\u201c Ich nickte. \u201eSo soll es sein.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Es vergingen noch einige Augenblicke ehe Fionn auch nur nicken konnte. Doch er tat es schlie\u00dflich. Sein eigener Schmerz vermischte sich mit Corrans und er begann zu zittern, noch w\u00e4hrend sie wieder aufstanden und zur\u00fcck zu Joric Aldaran gingen. Er war so aufgew\u00fchlt, er konnte es kaum noch unter Kontrolle halten\u2026<br \/>Corrans Opfer war immens \u2013 seines vielleicht auch, aber daf\u00fcr hatte er gerade keinen Kopf. Nur daf\u00fcr, ob Joric ihm vielleicht ins Gesicht lachen w\u00fcrde, und n\u00e4her darauf eingehen w\u00fcrde, warum das Angebot v\u00f6llig infam war.<br \/>Erstaunlich leicht schien es Corran zu fallen das Angebot zu unterbreiten\u2026 Fionn hingegen h\u00e4tten die Z\u00e4hne geklappert, denn es war ein Schritt, der unendlich weit reichte.<br \/>Fionn warf sein ganzes selbst in die Waagschale. Seinen Stand als einfacher Mann, in dem er Schutz fand vor den D\u00fcnkeln der Comyn. Seine Liebe zu Corran, gegebenenfalls sogar die zu Asturias, seiner Heimat\u2026 Rakhaila trug Aldarans Erben unter dem Herzen, er w\u00fcrde f\u00fcr sie da sein m\u00fcssen, wenn Joric einwilligte, er w\u00fcrde seine anderen Pflichten\u2026 und auch sein Herz, vernachl\u00e4ssigen m\u00fcssen.<br \/>Doch es mochte Frieden geben\u2026 denn niemals w\u00fcrde dann einer der di Asturiens seine Klinge gegen Aldaran heben. Gegen Hastur auch nicht, doch dieser hatte dann auch keine Marionette in die Hellersdom\u00e4ne entsandt.<br \/>Fionns Herz schlug bis zum Hals und die H\u00e4nde zuckten nerv\u00f6s\u2026 doch es war Corran der sprechen musste.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eHastur wollte mich.\u201c<br \/>\u201eDich Corran?\u201c<br \/>\u201cAsturias. Er wollte meinen Eid schon immer.\u201c<br \/>\u201eDiesen Vorschlag werde ich nicht annehmen! Niemals!\u201c<br \/>\u201eJoric, ich\u2026\u201c<br \/>\u201eNein!\u201c<br \/>Ich beugte das Haupt. Aldarans Stimme donnerte durch den Raum und selbst ich konnte mich nicht dagegen widersetzen. Er war mir vom Stand her \u00fcberlegen. Caleb h\u00e4tte ihn vielleicht \u00fcberreden, ja ihn vielleicht sogar zwingen k\u00f6nnen. Aber nicht ich.<br \/>\u201eEntl\u00e4sst du mich aus meinem Eid?\u201c fragte ich schlie\u00dflich. \u201eDen Eid, den ich schwor, als ich versprach alles zu tun, damit du frei kommst und wieder Friede herrsche?\u201c<br \/>Ich sp\u00fcrte Jorics Blick auf meinem gesenkten Haupt ruhen. Ich r\u00fchrte mich nicht, sondern wartete nur ab. \u201eDu bist frei\u201c, platzte es aus ihm heraus.<br \/>\u201eVai dom\u201c, meldete jemand. \u201eDie Leute warten\u2026\u201c<br \/>\u201eIch komme! Wenn es schon keine Hochzeit gibt am heutigen Abend, dann doch wenigstens eine Verlobung!\u201c<br \/>Und schon st\u00fcrmte er, dem Hastur gleich, hinaus und lie\u00df unser kleines Gr\u00fcppchen zur\u00fcck.<br \/>Ich hob das Kinn. \u201eNoch m\u00fcssen wir nicht aufgeben. Entweder ich rede mit Hastur oder\u2026 zwischen einer Verlobung und einer Hochzeit kann viel geschehen.\u201c<br \/>Mein Blick streifte Fionns. Ich wagte nicht, Erleichterung zu sp\u00fcren. Im Gegenteil. Da war nur noch das Dr\u00e4ngen in mir, denn es gab nur diese eine M\u00f6glichkeit. Dem Hastur Treue schw\u00f6ren und Rakhaila an meinen Friedensmann verheiraten.<br \/>Hastur konnte es nicht wissen, aber Fionn und mich band viel mehr als Treueeide.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wie hatte Fionn auch nur einen Augenblick hoffen k\u00f6nnen, da\u00df er geh\u00f6rt wurde. Aldaran wu\u00dfte zuviel\u2026 viel zuviel\u2026 oder zu wenig.<br \/>\u201eVerdammt!\u201c<br \/>Fionn rang sich auf die F\u00fc\u00dfe, und folgte den anderen. Gavin Storn schien pl\u00f6tzlich entschieden zu haben mit Hastur gemeinsame Sache zumachen. Zumindest war er es, der den Knaben aus Delleray in die Ehe\u2026 nein, die Verlobung, f\u00fchren sollte.<br \/>\u201eIch will keine Verlobung, kein ausharren und warten auf den n\u00e4chsten Schlag. Ich will Frieden!\u201c, knurrte er vor sich hin w\u00e4hrend sie \u00fcber den Hof Armidas gingen um dieser Farce beizuwohnen. Vielleicht sollte man doch noch alles andere vergessen, Rakhaila packen und fortbringen. Wenn sie nicht da war, w\u00fcrde es auch keine Verlobung geben.<br \/>Doch in dem Festsaal waren schon alle versammelt und schienen ungeduldig zu warten. Es war alles bereit, nur der Brautvater hatte noch gefehlt\u2026 und Hastur. Doch der war gekr\u00e4nkt und bem\u00fchte sich gar nicht erst her\u2026<br \/>Asturias Leute, Lady Aliciane, Dom Corran\u2026 Fionn und die treuen Soldaten hielten sich aber fern der illustren Gesellschaft.<br \/>\u201eVielleicht kann man es nicht \u00e4ndern, aber man mu\u00df sich nicht noch dar\u00fcber freuen, die Schlinge um den Hals gelegt zu bekommen!\u201c So suchten sie sich ein abgelegenes Pl\u00e4tzchen und harten der Ding, die scheinbar unweigerlich kommen mu\u00dften.<br \/>Es war rasch abgewickelt. Rakhaila und Raymond wurden den Leuten pr\u00e4sentiert und Joric verlobte sie. Das Gesch\u00e4ft war getan, man applaudierte, sprach Gl\u00fcckw\u00fcnsche aus und ignorierte weiterhin die v\u00f6llig ungl\u00fccklichen Gesichter der Kinder\u2026<br \/>Fionn bekam Kopfschmerzen gegen die auch das Bier nicht half, warf mi\u00dfbilligende Blicke auf die Gesellschaft und ha\u00dfte jeden einzelnen\u2026 wie viele Tage bis es wieder Haftfeuer und Knochenwasserstaub regnete? Wann w\u00fcrden sie dem Kind in Rakhailas Bauch den Garaus machen? Noch in ihrem Leib, oder w\u00fcrden sie am\u00fcsiert warten bis es seinen ersten Schrei getan hatte?<br \/>Es wurde getanzt und gelacht und Fionn stellte sich vor, wie es die Gerippe dieser Leute tun w\u00fcrden, wenn der Tod sie ereilte\u2026 beschlossen schien er ja schon.<br \/>\u201eDer Delleray hat panische Angst. Rakhaila hat den Treueschwur verdreht\u2026\u201c h\u00f6rte Fionn den Storn sagen. Er verstand ihre Gr\u00fcnde, nur zu gut, und verzog kaum eine Miene. \u201eVielleicht sollte man ihm dabei helfen zu fliehen\u2026\u201c<br \/>Es stand im Raum und damit auch ein Plan.<br \/>\u201eWenn er weg ist k\u00f6nnen wir Hastur aus dem Eckchen zerren in dem er sitzt und schmollt und darauf hinweisen, da\u00df sein Pfand verschwunden ist\u2026\u201c<br \/>\u201eAye, sie sind nur verlobt\u2026 und Verlobungen kann man \u00e4ndern!\u201c<br \/>\u201eDann geht, bringt den Storn weg\u2026 den Rest \u00fcbernehmen wir. Corran? Ich gehe und rede mit Rakhaila!\u201c Fionn lie\u00df sein Bier stehen und machte sich auf die Suche.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Es gab nicht gen\u00fcgend Bier auf diesem St\u00fcck Land, das die Entt\u00e4uschung, den Frust und doch auch die Erleichterung ertr\u00e4nken konnte. Ich wollte nicht erleichtert sein. Die Hochzeit musste stattfinden. Und zwar so, wie wir sie geplant hatten!<br \/>Es war an Fionn. Er musste dieses Opfer bringen. Er tat es aus freien St\u00fccken und er war klug genug, um die Konsequenzen abw\u00e4gen zu k\u00f6nnen.<br \/>Alle Konsequenzen\u2026<br \/>Ich sah ihm nach, wie er zwischen den Tanzenden verschwand und blickte mich nach Aliciane um. Sie war nicht zu sehen und ich vermutete, sie sprach entweder mit Joric oder einer der Damen, die auf diesem Feste zugegen waren.<br \/>Ich f\u00fcr meinen Teil verzog mich f\u00fcr den Augenblick in eine dunkle Ecke und betrachtete den ganzen Irrsinn aus einer anderen Perspektive.<br \/>Was auch immer Fionn mit Rakhaila erreichen wollte, er musste es ohne mich tun.<br \/>Er w\u00fcrde ihr einen Vorschlag machen. Einen Heiratsantrag\u2026<br \/>Ich stemmte das Bier und nahm einen gro\u00dfen Schluck.<br \/>Wenn ich so weitermachte, w\u00fcrde ich nicht einmal mehr aufstehen k\u00f6nnen. Ich schluckte und das Bier schmeckte fad. Konnten die hier denn nichts richtig machen? Weder gutes Essen, noch gescheites Bier ranschaffen?<br \/>Wut brodelte in meinem Bauch und ich wollte, dass dies endlich zu einem Ergebnis f\u00fchrte. So wie es jetzt stand, w\u00fcrden wir alle fr\u00fcher oder sp\u00e4ter draufgehen. Mein Land, mein Gut, mein Titel\u2026 nichts anderes hatte ich, das ich meinem Sohn hinterlassen konnte. Ich wollte, dass es f\u00fcr ihn sicher war, dass er \u00fcber Lanister, Tully und Evra herrschen konnte, wie ich es tat. Ich wollte, dass er ein gutes Leben lebte, mit einer Frau, Kindern\u2026 treuen Freunden. All das, wenn ich nicht mehr auf dieser Welt sein w\u00fcrde. Aber so wie es aussah, lag nichts davon in greifbarer N\u00e4he.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn MacEllinen:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Rakhaila war nicht mehr im Saal und Fionn trat nach drau\u00dfen, auf den von Fackeln beleuchteten Hof und dort, nachdem sich seine Augen an die Dunkelheit gew\u00f6hnt hatten, fand er sie schlie\u00dflich. Viel h\u00e4tte er sagen k\u00f6nnen, noch vielmehr sagen wollen. Vielleicht w\u00e4re es wirklich gut gewesen ihr eine kleine Rede zu halten, dar\u00fcber, wie sie ihren Vater wirklich befreien konnte, wie sein Leben und das des ungeborenen in ihrem Leib sicher sein w\u00fcrden\u2026 Dar\u00fcber das sie als Regentin versagt hatte, aber Aldaran immer noch dienen konnte\u2026 diesmal zum Besseren.<br \/>Nichts davon sagte er, er sah sie nur an, f\u00fchrte sie ein paar Schritte bis sie allein waren und brachte schlie\u00dflich den ersten von zwei S\u00e4tzen \u00fcber die Lippen.<br \/>\u201eWollt ihr dieses Kind wirklich heiraten?\u201c Aldaran hatte behauptet es w\u00e4re so. Doch Rakhaila sch\u00fcttelte entschieden den Kopf.<br \/>\u201eNein, ich will nicht. Jeder andere w\u00e4re mir lieber\u2026\u201c Sie sah auf, und die Tapferkeit in ihrem Blick war ungebrochen. Wie in den Tagen zuvor hielt sie ihren Kopf stolz erhoben, trotz allem was geschehen war.<br \/>Fionn schluckte schwer, doch auch der zweite Satz mu\u00dfte gesagt werden. W\u00fcrde sie ablehnen, er w\u00fcrde alle Pl\u00e4ne begraben, an Lord GreenScarps Seite heimkehren, sich f\u00fcr alles was geschehen war verantworten und mit all seiner Kraft daran arbeiten Asturiens Grenzen zu sichern\u2026 Castamir hatte durch Hasturs Friedensmann die Finger dicht am Spiel. Es w\u00fcrde nicht lange dauern.<br \/>\u201eAye,\u2026\u201c Fionn sah sich auf die Stiefelspitzen. \u201eK\u00f6nntet ihr euch denn vorstellen, an seiner Stelle mich zu nehmen\u2026 also heiraten, nicht nur verloben?\u201c<br \/>Rakhaila runzelte die Stirn, dann hellte sich ihre Miene auf. Mit einem Schlag, wie der Sonnenaufgang am Morgen.<br \/>\u201eJa, das w\u00fcrde ich!\u201c<br \/>Fionn schluckte und brauchte einen Moment, bis ihre Antwort von seinem Ohr in den Kopf gewandert war. \u201eDann\u2026\u201c Er l\u00e4chelte, unsicher, wo er doch gewi\u00df sein sollte. \u201eGeht rein und wartet\u2026 es wird etwas passieren. Erschreckt nicht, bitte\u2026\u201c<br \/>Sie nickte und Fionn trat kurz hinter ihr zur\u00fcck in den Saal. Die Storns schwatzten immer noch mit dem jungen Raymond und der Junge trank ein wenig \u00fcber den Durst.<br \/>Besser sie legten einen Zahn zu. Warum dauerte es so lang\u2026<br \/>Einer der Hasturbediensteten, ein Mann, der Fionn ein wenig an Yorik MacAmos, den Lederer aus Lanister, erinnerte verschwand gerade aus dem Raum. Ob er etwas gerochen hatte, von der Verschw\u00f6rung die hier ablief? Fionn hoffte nicht\u2026<br \/>Gavin Storn kam auf ihn zu. \u201eDer Junge will wirklich fort und wir hatten ihn fast soweit, da hat sich diese Bewahrer eingeschaltet! Er h\u00e4lt uns auf\u2026\u201c<br \/>\u201eWir m\u00fcssen uns beeilen, entweder noch heute, oder wie k\u00f6nnen das Ganze vergessen!\u201c Unruhig sah Fionn zu dem rotgewandeten Mann. \u00dcbersehen lie\u00df er sich nicht, ebensowenig, da\u00df er auf intensive Art und Weise auf den Jungen einredete. Fionn seufzte\u2026 bislang war nichts gelungen, warum sollte es das jetzt.<br \/>\u201eVielleicht kann ich ein wenig nachhelfen. Der Junge mu\u00df fort\u2026 Hastur wieder hierher, sonst haben wir keinerlei Grundlage.\u201c<br \/>Fionn trat an den Tresen, belauschte ein wenig die Worte die zwischen dem Tenerezu und Raymond gewechselt wurden. Scheinbar hatte dieser auch ein Anliegen daran, den Jungen zu einem eigenen Willen zu bewegen und ihm L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten aufzuzeigen.<br \/>Doch in Fionns Kopf rieselte der Sand einer ablaufenden Uhr, sie konnten nicht mit Freundlichkeit dr\u00e4ngen, sie mu\u00dften den Jungen faktisch aus dem Weg schaffen\u2026 wenn er in einen Turm wollte, dann w\u00fcrden Edric und Gavin daf\u00fcr schon sorgen. Gegen den Kleinen hatte ja keiner was\u2026 er war doch nur Hasturs Spielzeug. Aber er mu\u00dfte weg\u2026 und so verstieg sich Fionn zum ersten Mal in seinem Leben dazu, sein Laran zu etwas boshaften zu nutzen. Es war gar nicht schwer, wenn man sich nicht die Zeit lie\u00df ein schlechtes Gewissen zu bekommen.<br \/>Du hast Angst, Raymond. Du hast gro\u00dfe Angst, und sie nimmt immer weiter zu\u2026<br \/>Angst vor Rakhaila, Angst vor der Zeit auf Aldaran, Angst davor seinen Auftrag nicht zur Zufriedenheit aller beenden zu k\u00f6nnen\u2026<br \/>Fionn tat dies eine Weile, dann h\u00f6rte er wie Isandro Aillard dem Jungen riet doch einmal mit seiner Verlobten zu reden. Die Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse die w\u00e4hrend des Versprechens entstanden waren auszur\u00e4umen\u2026<br \/>Der Junge ging und Fionn sah ihm nach, dann wandte er sich an den Tenerezu.<br \/>Ablenken, mit ihm reden und daf\u00fcr sorgen, da\u00df die Stornbr\u00fcder endlich ungesehen handeln konnten.<br \/>\u201eVai Tenerezu, auf ein Wort?\u201c<br \/>Noch ein paar Tage l\u00e4nger und Fionn w\u00fcrde sich noch zu einem Diplomaten entwickeln. Er l\u00e4chelte jetzt schon fast unger\u00fchrt und tat, als w\u00fcrde er das Vertrauen von Menschen brauchen, die ihm v\u00f6llig gleichg\u00fcltig waren. Sie sollten nur nicht st\u00f6ren.<br \/>\u201eIhr seit ein Mann der den Frieden w\u00fcnscht?\u201c fragte Fionn.<br \/>\u201eJa, so ist es\u2026 er ist wichtig. Deshalb\u2026\u201c Sie redeten ein Weilchen, und Fionn unternahm sogar den halbherzigen Versuch den Mann auf ihre Seite zu bringen. Doch er tat es wohl nicht mit genug Kraft, immer wieder sah er unruhig \u00fcber die Schulter des Bewahrers und hoffte ihn wenigstens soweit abzulenken, da\u00df er nichts von der Flucht Edric Storns mit Raymond Delleray bemerkte\u2026<br \/>Doch als es vollbracht war, wand er sich recht schnell von dem Bewahrer ab.<br \/>\u201eVertraut mir!\u201c sagte er dem Mann.<br \/>\u201eIrgendwie kann ich das nicht\u2026.\u201c<br \/>\u201eIhr solltet es\u2026\u201c<br \/>Fionn verlie\u00df ihn, gesellte sich wieder zu Corran und informierte ihn dar\u00fcber, da\u00df jetzt alles soweit war. Fehlte nur der Hastur, der sich doch wenigstens vergewissern sollte, da\u00df alles nach seinem Willen geschehen war\u2026<br \/>\"... und Damisela Rakhaila hat ohne lang zu z\u00f6gern ja gesagt! Sie liebt mich nicht, aber von Liebe ist unter euch Comyn ja eh nie die rede!\" Sp\u00e4testens durch Aliciane hatte Fionn gelernt, da\u00df diese auch nicht immer n\u00f6tig war. Nicht am Anfang... da konnte es auch ganz andere wichtige Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Ehe geben. Respekt, wie bei Corran und ihr... oder Notwendigkeit und ein Bed\u00fcrfnis des Schutzes, wie Fionn es empfand.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte gern erwidert, dass Liebe kein Grund f\u00fcr eine Heirat war, aber ich kannte Fionn und so hielt ich meinen Mund. Ich sah ihn lediglich von der Seite an und l\u00e4chelte ein wenig. Er war nerv\u00f6s und ich konnte nichts weiter tun, als dazusitzen und mit ihm auf das zu warten, was geschehen w\u00fcrde. Ich h\u00e4tte ihm gern ein paar aufmunternde Worte zugefl\u00fcstert, aber alles was mir einfiel war ein halbherziges \u201eEs wird schon alles werden.\u201c<br \/>Ich glaubte tats\u00e4chlich daran. Wir hatten in der kurzen Zeit jetzt schon so viel erreicht, vielleicht w\u00fcrde tats\u00e4chlich alles gut werden. Es musste\u2026<br \/>Ich betrachtete die vielen Menschen in der Halle und gewahrte eine gewisse Spannung im Raum. Alle versuchten es sich nicht anmerken zu lassen, aber ein jeder schien zu wissen, dass etwas in der Luft lag. Ich f\u00fcr meinen Teil kaute auf der Unterlippe herum und rollte den Becher Bier zwischen meinen Handfl\u00e4chen herum.<br \/>Dann endlich wurde die T\u00fcr aufgerissen und Hastur kam mit seinem Gefolgsmann hereingest\u00fcrmt.<br \/>\u201eEine Heirat hattet Ihr mir versprochen! Was bekomme ich? Eine Verlobung! Das ist nicht Teil der Abmachung gewesen!\u201c<br \/>\u201eEine Verlobung ist ein Eheversprechen!\u201c wandte Aldaran ein. Er und Jerome Hastur standen sich Aug\u2019 in Aug\u2019 gegen\u00fcber und funkelten sich an. Zwei starke Charaktere, zwei M\u00e4nner, die genau wussten, dass ihr Wort zu einem weiteren Krieg f\u00fchren konnte.<br \/>Und dann gab es da mich. Ein ebenso starker Charakter und ich wusste, dass mein Wort diesen Krieg ein f\u00fcr allemal beenden konnte. Doch daf\u00fcr musste ich \u00fcber meinen Schatten springen. Ich musste etwas tun, das ich aus tiefster Seele missbilligte. Ich musste einspringen und das Angebot machen, mich Hastur anzuschw\u00f6ren.<br \/>\u201eWo ist der Junge?\u201c verlangte Jerome zu wissen. \u201eWo ist er?\u201c<br \/>Aldaran sah sich um. Er erblickte Rakhaila, aber von Raymond war nichts zu sehen. Nat\u00fcrlich nicht\u2026 er war l\u00e4ngst fort. Noch nicht weit und wenn sie sich jetzt aufmachten, um ihn zu suchen, w\u00fcrden sie ihn bald eingeholt haben.<br \/>Jetzt war der Augenblick. Jetzt.<br \/>Ich stand auf und tat ein paar Schritte nach vorn, umrundete die beiden Streitenden und stie\u00df gegen das Banner der Hasturs, das unbeachtet an einem Pfeiler lehnte. Es krachte zu Boden.<br \/>Nun hatte ich alle Aufmerksamkeit. (OT: Keine Absicht! Ich schw\u00f6re *lol*)<br \/>\u201eDer junge Delleray war schlauer als wir alle\u201c, begann ich. \u201eEr hat sich der Heirat entzogen.\u201c<br \/>\u201eEntzogen??\u201c Sowohl Joric als auch Jeromes Augen hefteten sich auf mich. Unglaube stand in ihren Gesichtern.<br \/>\u201eWenn es keine Heirat gibt, dann\u2026\u201c fuhr Jerome auf.<br \/>Ich hob die Hand. \u201eEs k\u00f6nnte eine geben. Nur anders, als ihr beiden hohen Herrn dachtet. Ich biete euch einen Ehemann an.\u201c<br \/>\u201eWer?\u201c fragte Hastur. \u201eAus welchem Haus?\u201c<br \/>\u201cDi Asturien\u201c, erwiderte ich unger\u00fchrt und versuchte nicht in Fionns Richtung zu blicken.<br \/>\u201eIch biete dir das, was du schon immer haben wolltest, Jerome. Mich und mein Wort. Das Wort eines di Asturien. Ich gelobe dir einen Eid, wenn du mein Angebot akzeptierst, dass mein Friedensmann Aldarans Tochter ehelicht.\u201c<br \/>\u201eNEIN!\u201c br\u00fcllte Aldaran. \u201eNein! Ehrloser Schuft!\u201c<br \/>Seine Worte trafen mich mitten in die Brust. Sturer Berglord. Begriff er denn nicht?<br \/>Er tat es nicht. Statt dessen rannte er hinaus, knallte die T\u00fcr und verschwand. Zur\u00fcck lie\u00df er eine Menge, die genau wusste, dass Krieg in der Luft lag.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Yoric Alderan:<br \/>Schlimm genug die eigene Tochter an einen kleinen unm\u00fcndigen Jungen zu versprechen, um des Friedens Willen, aber dann noch einen der eigenen Verb\u00fcndeten an den Hastur zu verlieren..<br \/>Ich h\u00e4tte es wissen m\u00fcssen.. schon als sie meine Schwester zu mir schickten um mich davon abzubringen. Doch nein, dieser alte Sturkopf wollte es nicht sehen, wollte nicht sehen, da\u00df Corran di Asturien genau so ein hinterh\u00e4ltiger Hund war wie der Rest dieser Bande, aber das er so weit gehen w\u00fcrde den Delleray zu entf\u00fchren nur um seinen Willen durchzusetzen..<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Einen Mann wollten sie f\u00fcr meine Tochter, einen gestandenen Mann, der sich nicht von einem Hastur hereinreden lies. HA!<br \/>Es war zu perfekt gewesen. Ein Junge von 13 Jahren! Auch wenn es noch so unw\u00fcrdig war, ein Delleray von 13 Jahren h\u00e4tte es wahrscheinlich ohnehin nicht lange gemacht, und wenn doch... nun, es gab M\u00f6glichkeiten. Alles w\u00e4re gut, Frieden f\u00fcr das Volk, meine Tochter wieder an meiner Seite und ich der Einzige der in der Schusslinie w\u00e4re f\u00fcr eine Weile. Doch nun DAS.<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte es wissen m\u00fcssen. Schon als meine Schwester diesen Narren Corran gegen meinen Willen geheiratet hatte. Doch nun war es zu sp\u00e4t. Sie hatten mir alles genommen. Meine Schwester, meine Frau, meine Tochter.. alles.<\/p>\n<p>Die einzige M\u00f6glichkeit jetzt noch den Frieden, meine Tochter und um meiner Schwester Willen auch diesen Narren aus seinem Eid retten war den Hastur selbst zu fordern.<\/p>\n<p>Auf mein Zimmer. Meine Waffen. Einen herumliegenden G\u00fcrtel. Gl\u00f6ckchen? Egal, wem auch immer der G\u00fcrtel geh\u00f6rte, in ein paar Augenblicken w\u00fcrde es ohnehin nicht mehr darauf ankommen, so oder so.<\/p>\n<p>Ich trat wieder vor das Zimmer, doch da stand meine Schwester pl\u00f6tzlich in der T\u00fcr.<\/p>\n<p>\"Joric... \", begann sie..<br \/>\"AUS DEM WEG!\"<\/p>\n<p>... ohne es zu wollen hatte ich die Stimme gegen sie erhoben, eine Waffe wie mein Schwert, gegen mein eigen Fleisch und Blut. Versch\u00fcchtert und unf\u00e4hig sich zu wehren trat sie gehorsam aus meinem Weg und starrte mich erschrocken an.<br \/>Ich sp\u00fcrte den Keim des Zweifels in mir aufkommen, sah den Schrecken in Ihren Augen. Ihre Gedanken tasteten nach den meinen...<\/p>\n<p>NEIN. Ich weiss was das Richtige ist! Das Beste f\u00fcr meine Familie, mein Land und mich. Du bist mir in den R\u00fccken gefallen, schon vor Jahren, als du diesen di Asturien dem Mann vorzogst den ich f\u00fcr Dich gew\u00e4hlt hatte! Dein Mann ist mir in den R\u00fccken gefallen, in dem er sich bei der ersten sich bietenden Gelegenheit dem Hastur vor die F\u00fc\u00dfe warf!<br \/>Ich weiss was zu tun ist... Ich h\u00f6re schon seine H\u00e4scher in den G\u00e4ngen, wie sie nach mir suchen.<\/p>\n<p>Ihr m\u00fcsst nicht l\u00e4nger suchen Hastur von Carcosa, ich komme zu Euch..<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn di Asturien:<br \/>(der zwischen zwei S\u00e4tzen seine Anerkennung erhielt und fortan nicht mehr MacEllinen hei\u00dft)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Hatte sich Fionn nicht noch sagen h\u00f6ren, Aliciane w\u00fcrde es schon richten? Ihr Bruder liebte sie und sie hatte Einfluss auf ihn... Aliciane war eine vern\u00fcnftige Frau, sie w\u00fcrde die rechten Worte wissen.<br \/>Die gesammte Gesellschaft starrte sie an, und Fionn konnte ihre Mi\u00dfbilligung sp\u00fcren, ihre Blicke, die sie zu durchbohren schienen. Er harrte an der T\u00fcr, ging nachsehen wo Aliciane blieb und erstarrte selbst, als er ihr k\u00fchles Gesicht sah. In ihren Augen lag Schmerz, aber sie sch\u00fcttelte nur den Kopf und sagte: \"Er ist fort!\"<br \/>Drei winzige Worte, doch f\u00fcr Fionn waren sie die Klinge, die man in die Eingeweide trieb und langsam umdrehte. Sie hatten sich zuweit hinausgelehnt, waren zu weit gegangen, hatten Joric Aldarans Gutm\u00fctigkeit zu stark gedehnt...<br \/>\"Ich gehe ihn suchen...\", meinte er nach einer Weile, in der er Unruhig auf Armidas Hof herrumgelaufen war, immer in der Hoffnung Aldarans Lord w\u00fcrde gleich zur\u00fcck kommen. Mit ungez\u00fcgelter Wut, mit Groll und Hass konnte Fionn leben. Dagegen gab es Mittel. Doch was tat man, wenn jemand einfach verschwand?<br \/>\"Vater wird sich selbst nicht das leben nehmen!\" h\u00f6rte er Rakhaila sagen, ruhig und doch war ihre Furcht sp\u00fcrbar. \"Wenn, dann wird er sich einen Gegner suchen!\"<br \/>\"Aye...\" Seine Tochter kannte ihn wohl am Besten. Doch hier gab es gen\u00fcgend Gegner. Die Heere waren noch nicht aufgel\u00f6st, S\u00f6ldner streunten herum und waren sich, angetrunken wie sie waren, vielleicht f\u00fcr nichts zu schade.<br \/>Doch wenn es einen gibt, der das Opfer wert ist... er oder ich... vielleicht gibt es eine Chance ihn zur\u00fcckzuhalten, wenn nicht... Fionn hatte nicht ohne Grund das Gef\u00fchl sein Leben berwirkt zu haben. Wenn Aldaran nicht mehr aufzufinden war, hatten sie vielleicht erreicht wof\u00fcr Hastur Jahre verschwendet hatte.<br \/>\"Bis sp\u00e4ter...\"<br \/>Er ging, taub im Kopf, taub waren auch die H\u00e4nde. Nur die Ohren vermittelten ihm, als er die Tore Armidas hintersich lie\u00df, das leise L\u00e4uten von Gl\u00f6ckchen. Hatte Aldaran nicht welche getragen? Ungew\u00f6hnlich f\u00fcr einen Lord, aber Fionn meinte sich an ihren Klang zu erinnern.<br \/>Er stapfte in die Nacht hinaus, den Mantel eng um die Schultern gezogen, sein Schwert kaum beachtend. W\u00fcrde man ihn von hinten angreifen, in ihn eine Falle tappen lassen oder gar frank und frei \u00fcberfallen, es w\u00e4re ihm gleich...<br \/>Er lauschte dem leisen Bimmeln und schritt durch eine der sternenklarsten N\u00e4chte die Darkover je gesehen hatte, immer auf der Suche nach dem Urspung des leisen Gel\u00e4utes, zu gebannt von allem was geschehen war um sich um seine eigene Sicherheit oder die Corrans zu k\u00fcmmern...<br \/>(OT: Das Bimmeln gab es wirklich, und da Joric im Haus nicht zu finden war... sp\u00e4ter h\u00f6rte ich er habe sich im SL Zimmer verkrochen... dachte ich wirklich er sitzt irgendwo auf der Wiese.... doch das Gel\u00e4ut kam von einer anderen Wiese hinter einem riesigen Zaun am Rande des Parkplatzes... ob dort Schafe waren oder etwas anderes, lie\u00df sich in der Dunkelheit nicht ausmachen. Ich stapfte also halb blind wieder zur\u00fcck...)<br \/>Keine Chance, der Ursprung des Ger\u00e4usches war nicht auszumachen und irgendwann wurde Fionn wieder klarer im Kopf und drehte um. Wenn Aldaran Tod war, dann w\u00fcrden sie dennoch Rakhaila in Schutz nehmen, ebenso wie es angedacht war... wenn nicht, dann w\u00fcrde man andere Wege finden m\u00fcssen die Sache noch zu regeln.<br \/>Am Tor zu Altons Feste angekommen, h\u00f6rte er aber schon laut und deutlich einen Ruf: \"Fionn!\"<br \/>Das war Corran... Blut str\u00f6hmte zur\u00fcck in seinen Kopf und Fionn nahm die Beine in die Hand. Wie hatte er seinen Gef\u00e4hrten nur allein lassen k\u00f6nnen. \"Hier, Corran! Ich bin hier...\"<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Es gab keinen von uns, der nicht auf der Suche nach Joric war. Ich sp\u00fcrte Wut in mir. Wut dar\u00fcber, dass er nicht begriff, warum ich das machte.<br \/>Verstand er nicht, dass ich ihm sein verdammtes Leben rettete? Sein Stolz war unbeugsam und einen Tritt in den Hintern wert.<br \/>Ich h\u00e4tte es liebens gern getan, wenn er ein geringerer als Lord Aldaran und zudem nicht mein Schwager gewesen w\u00e4re.<br \/>Aliciane mochte versucht haben mit ihm zu reden, aber in meinem Kopf kriestallisierte sich bereits heraus, dass es nur eine M\u00f6glichkeit geben mochte, ihm Vernunft in seinen Sch\u00e4del zu bringen.<br \/>Ich w\u00fcrde ihn fordern m\u00fcssen.<br \/>Ein Kampf der Ehre.<br \/>Doch darauf musste er erst einmal eingehen und daf\u00fcr musste man ihn wiederrum finden.<br \/>Ich eilte ins Haus, w\u00e4hrend Fionn \u00fcber die Felder marschierte und dort Ausschau hielt. Aye, er mochte vielleicht ins Feldlager gelaufen sein. Aber ich hatte so ein Gef\u00fchl, dass er nicht weit sein konnte.<br \/>Und tats\u00e4chlich...<br \/>\"Diese Sache muss vor den Augen des Hastur ein f\u00fcr allemal gekl\u00e4rt werden!\"<br \/>Dieser Satz hing im Raum und als ich mir sicher war, dass Joric zur\u00fcck kommen w\u00fcrde, verlie\u00df ich ihn und machte mich statt dessen auf die Suche nach Fionn. Er musste als n\u00e4chstes herhalten, denn ohne ihn w\u00fcrde es mit Sicherheit keine Hochzeit geben.<br \/>Ich sp\u00fcrte wieder den Klo\u00df im Hals, aber ich freundete mich mehr und mehr mit dem Gedanken an. In gewisser Weise w\u00fcrde es doch noch ein Kind geben, dass ihn \"Pa\" nannte und das mit meinem Sohn zusammen aufwachsen konnte. Bande der Freundschaft und Bande des Blutes zwischen dem Erben von GreenScarp und dem Erben Aldarans.<br \/>Die Zukunft leuchtete in strahlenderen Farben, als die Gegenwart.<br \/>Und so war es gut, als Fionn endlich auf meinen Ruf antwortete und ich ihn kurz in den Arm nehmen konnte.<br \/>\"Wir haben Joric gefunden und nun werden wir diese Sache ein f\u00fcr alle mal kl\u00e4ren.\"<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\"Ihr kl\u00e4rt es auf eure Weise, hm?\" In vielen Dingen waren sich Joric Aldaran und Corran di Asturien ziemlich \u00e4hnlich. Beide waren sehr stolz, konnten nur schwer \u00fcber ihren eigenen Schatten springen und beide waren sicherlich keine guten Diplomaten... nur an dem einen hing Fionns Herz.<br \/>\"Nun gut, wie ihr wollt... sie zu, da\u00df du es \u00fcberlebst, ja Liebster?\", fl\u00fcsterte Fionn seinem Lord noch ans Ohr, dann zog er sich zur\u00fcck. Er sah es Corran an, es w\u00fcrde Blut flie\u00dfen. Hoffentlich nicht zuviel, denn egal wen es traf, es w\u00fcrde Aliciane das Herz brechen... es sei denn beide M\u00e4nner gemeinsam w\u00fcrden den Hastur aufschlitzen. Aber darauf war nicht zu hoffen...<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ich hatte nicht vor an diesem Abend zu sterben. Genausowenig wie ich vorhatte, Joric mit Gevatter Tod bekannt zu machen.<br \/>Nein, was ich im Sinn hatte war etwas anderes.<br \/>Ich eilte zur\u00fcck in die Halle, gefolgt von Fionn und Aliciane. Ich strich meiner Frau \u00fcber die Schulter und tat so, als w\u00fcrde ich einen Fussel entfernen. Dann l\u00e4chelte ich sie an. \"Mach dir keine Sorgen. Es wird alles gut werden.\"<br \/>Joric kam ebenfalls zur\u00fcck. Die T\u00fcr \u00f6ffnete sich und er stand kurz darauf mitten im Raum. Seine Ausstrahlung war immens. Ein jeder schien bei seinem Anblick ein wenig den Kopf einzuziehen. Selbst mein Herz schlug schneller, aber ich wu\u00dfte immerhin wer ich war und was ich beabsichtigte zu tun.<br \/>\"Ein Duell, Joric!\" forderte ich laut. \"Ein Kampf mit dem Schwert um die Ehre. Wenn ich gewinne, dann willigst du ein, dass mein Friedensmann deine Tochter ehelicht und wir machen diesem ungn\u00e4digen Spiel ein f\u00fcr allemal ein Ende!\"<br \/>Ich fixierte ihn, die Hand auf dem Schwertknauf und h\u00f6rte das Blut in meinen Ohren rauschen. Jetzt gab es kein zur\u00fcck mehr. Jetzt nicht mehr...<br \/>Seine Einwilligung folgte, indem er sein Schwert zog. Ich zog das meine und wir begannen uns zu umrunden.<br \/>Wie zwei T\u00e4nzer wahrten wir sorgsam unseren Abstand, setzten einen Fu\u00df neben den anderen und umkreisten uns, wie zwei angriffslustige Katzen. Keiner schien als erstes Zusto\u00dfen zu wollen. Ich z\u00f6gerte, dabei war ich es doch gewesen, der den Vorschlag gemacht hatte.<br \/>Die Menge um uns herum verschwand aus meinem Blickfeld. Ich sah nur noch die blanke Klinge seines Schwertes vor mir und das langsame Herantasten. Drei Treffer und das erste Blut...<br \/>Joric sprang vor, ich hob das Schwert, doch er t\u00e4uschte an und mein Schlag ging ins Leere. Seiner hingegen...<br \/>Er spielte. Er schlug mir die Breitseite seines Schwertes gegen die linke K\u00f6rperseite und ich zurckte zusammen. Aldones...<br \/>Ich kr\u00fcmmte mich kurzzeitig, nicht wissend, wo der Hieb getroffen hatte, den ich nahcgesetzt hatte.<br \/>Scheinbar an einer Stelle, die ihn nicht am k\u00e4mpfen hinderte.<br \/>Ich sog vor Schmerzen scharf die Luft ein und bi\u00df mir auf die Lippen. Schwei\u00df perlte mein Gesicht hinab. Die Hitze hatte mit einem Mal schlagartig zugenommen. Oder war es die Angst, dass ich mich nicht unter Kontrolle haben w\u00fcrde oder ein falsch platzierter Treffer ihm das Leben nehmen k\u00f6nnte?<br \/>Weiter ging es... Runde um Runde... und die Zeit zog sich.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Fionn blieb dicht bei Aliciane und Rakhaila, w\u00e4hrend die beiden wichtigsten M\u00e4nner in ihrem Leben sich gegenseitig niederzuschlagen gedachten. Die beiden Frauen hielten sich aneinander fest, gebannt vor Angst. Unweigerlich w\u00fcrde gleich eine von ihnen vor Schmerz aufschreien... und Aliciane w\u00fcrde es mit Sicherheit treffen. Fionns Hand legte sich auf ihre Schulter und dr\u00fcckte zu, wollte Ruhe vermitteln wo es keine gab. Alicianes Bruder und ihr Mann k\u00e4mpften, gegeneinander, wo sie zuvor noch Verbunden gewesen stand ihrer beider Stolz nun zwischen ihnen.<br \/>H\u00e4tten die Lords doch zu ihren F\u00e4usten, statt Waffen gegriffen, dann w\u00fcrden sich die Wunden, die sie sich zu schlagen gedachten wenigstens auf Platzwunden, Bluterg\u00fcsse und gebrochene Knochen reduzieren. Doch es waren scharfe Waffen...<br \/>Zu Beginn schien Aldaran die Oberhand zu haben und Fionn sog zischend die Luft an und rang selbst damit nicht dazwischen zu springen um Corrans Leib zu sch\u00fctzen. Aber er durfte nicht. Corran hatte Aldaran gefordert und musste diesen Kampf allein bestehen...<br \/>Ihm blieb nur zu hoffen, da\u00df diese Raserei wirklich ein Ende fand, sobald das erste Blut floss...<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Schl\u00e4ge wurden heftiger und die Treffer ebenso. Ich merkte jedoch alsbald, dass ich keine blutenden Wunde hatte. Joric Aldaran nahm sich zur\u00fcck. Er hatte es nicht darauf abgesehen mir einen Schlag zu versetzen, der mich ins Jenseits bef\u00f6rdern sollte.<br \/>Hier ging es auch nicht um das Leben des anderen, sondern lediglich um die Ehre und um eine Entscheidung.<br \/>Das Duell dauerte schon eine geraume Zeit. Um uns herum herrschte Stille und nur das Klirren unserer Waffen durchdrang den Raum.<br \/>Jedes Mal, wenn die Klingen aufeinander trafen, sp\u00fcrte ich, dass alle den Atem anhielten. Mir ging es nicht anders.<br \/>Wieder pirschten wir umeinander her und schlie\u00dflich war es Joric, der den n\u00e4chsten Ausfall wagte. Ich glitt zur Seite und hieb mit meinem Schwert nach ihm. Doch er drehte sich, genau in dem Moment und pr\u00e4sentierte mir seinen ungesch\u00fctzten K\u00f6rper.<br \/>Es war zu sp\u00e4t, ich konnte den Hieb nicht mehr abblocken. Ich traf ihn mit der Klinge am Bauch und sp\u00fcrte, wie Leder zerri\u00df und wie die Klinge das Fleisch aufschlitzte.<br \/>Nein... Nein!<br \/>Joric stie\u00df einen Schrei aus und kr\u00fcmmte sich, fiel zu Boden und ich stand vor Schock gebannt, schwer atmend \u00fcber ihm, mit der blutigen Klinge in der Hand.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Rakhaila st\u00fcrzte vor, Fionn ebenso und beide waren sogleich bei Lord Aldaran. Rakhaila weinte, Aliciane kniete neben ihr... und Fionn betrachtete besorgt die tiefe Wunde, die Corrans Schwert, der Besch\u00fctzer Asturiens, in Lord Aldarans Bauch geschlagen hatte.<br \/>\"Corran!\", keuchte der Aldaran immer wieder... er hatte wohl noch etwas mitzuteilen.<br \/>Fionn versuchte ihn zu beruhigen und daf\u00fcr zu sorgen, da\u00df er seine Kraft sparte um sein Leben zu bewahrern, doch seine Bem\u00fchungen waren fruchtlos. Aldaran vertraute Fionn nicht, verst\u00e4ndlicher weise und bog sich gegen seine Versuche zu helfen.<br \/>Doch er blieb nicht allein... Isandro Aillard trat hinzu und bot Hilfe an.<br \/>Die ersten Anzeichen f\u00fcr eine wirkliche Einigung waren da... und f\u00fcr Aldaran vielleicht eine Chance zu \u00fcberleben.<br \/>Fionn stimmte zu, trat zur\u00fcck und nahm den Posten ein, den er auch in Dalereuth inne gehabt hatte. Er w\u00fcrde den Bewahrer \u00fcberwachen, w\u00e4hrend dieser eilig suchte die Wunde zu heilen.<br \/>Er tat seine Arbeit gut, ein qualifizierte Mann, der sich selbst so gut im Griff hatte wie seine Gabe. Dennoch kostete es ihn Kraft Aldarans Wunde soweit zu heilen, da\u00df er nicht daran verbluten w\u00fcrde...<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Fassungslos stand ich da, die Klinge gesenkt. Ich warf sie zur Seite, als man mir bedeutete, dass Joric etwas sagen wollte.<br \/>Ich verstand ihn kaum. Blut rauschte in meinen Ohren und alles was ich h\u00f6rte, als ich mich zu ihm beugte, war ein gehauchtes \u201aJetzt hast du, was du wolltest\u2019.<br \/>Aye, ich hatte was ich wollte. Aber zu welchem Preis?<br \/>Jerome kam zu mir und ihm fiel nichts Besseres ein, als mich zu begl\u00fcckw\u00fcnschen.<br \/>Ich bedachte ihn mit einem verachtungsvollen Blick. Ich h\u00e4tte ihn gern genauso zur\u00fcckgesto\u00dfen wie zuvor einen der S\u00f6ldner, der mir die Hand sch\u00fctteln wollte.<br \/>Was dachten sie sich alle?<br \/>Da lag mein Schwager, der Bruder meiner Frau, blutend, von meiner Klinge niedergeschlagen am Boden!<br \/>Ich hatte ihn nicht t\u00f6ten wollen! Ich wollte eine Entscheidung, nicht seinen Tod.<br \/>Ich sah wie Fionn sich m\u00fchte, wie Aliciane und Rakhaila die Hand des Verletzten hielten und wie der Bewahrer sein M\u00f6glichstes tat, um den Lord von Aldaran zu retten.<br \/>Aldones, Evanda und Avarra\u2026 macht, dass er lebt!<br \/>Alles w\u00fcrde zu nichte sein, wenn er starb. All unsere Bem\u00fchungen, unser Blut und unser Schwei\u00df. Alle Opfer umsonst.<br \/>Und ich w\u00fcrde einen Verwandten verlieren. Ich w\u00fcrde Aliciane nie wieder in die Augen sehen k\u00f6nnen.<br \/>Ich betete und ich rang die H\u00e4nde, w\u00e4hrend ich schwer atmend danebenstand und nichts weiter tun konnte als warten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Schier endlos dehnte sich die Zeit in Fionns Kopf und doch waren es nur Augenblicke, oder war es umgekehrt. Laranarbeit machte die Zeit zu etwas, das nicht mehr greifbar war.<br \/>Er \u00fcberwachte den K\u00f6rper des Bewahrers und erhaschte hier und da einen Blick auf den Fortgang der Operation...<br \/>Dann erkl\u00e4rte der Bewahrer seine Arbeit f\u00fcr getan und zog sich zur\u00fcck aus dem Rapport. Fionn blinzelte und sah abermals um sich herum nur besorgte Gesichter.<br \/>\"Erhebt euch vorsichtig und gebt der Wunde Zeit um auszuheilen, Dom Aldaran!\", h\u00f6rte er Isandro sagen.<br \/>Beherzt griff Fionn zu um dem Lord auf die F\u00fc\u00dfe zu helfen und ihn an einen besseren Ort zu bringen als dem Fu\u00dfboden. Sein Blut fleckte noch immer den Boden, \u00fcber den Fionn zu Corran ging<br \/>\"Er wird weiterleben, Corran...\" Er sah das schlechte Gewissen und die tiefe Sorge in Corrans Augen, er sp\u00fcrte sie mit Haut und Haaren. Ebenso die Schuld, aber es war auch die seine... und es w\u00fcrde noch viel Wasser den Kadarin hinabflie\u00dfen, ehe sie wirklich vergangen war.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eWirklich?\u201c<br \/>Ich sah Fionn nicken und ein Hauch von Erleichterung durchfuhr mich. Die Frauen halfen Joric zur Bank, damit er sich setzte. Ich staunte nicht schlecht, denn nach einer solchen Wunde gleich wieder zu sitzen war mit Sicherheit ein Kunstst\u00fcck.<br \/>Aber so war es wohl, wenn ein Bewahrer h\u00f6chst selbst die Sorge f\u00fcr das eigene Leben \u00fcbernommen hatte. Joric war zu beneiden. Aber auch wieder nicht.<br \/>Aus den Blicken, die er mir zuwarf, sprach zumindest keine Dankbarkeit. Aye, vielleicht w\u00e4re er lieber gestorben, als das hier mitanzusehen. Vielleicht hatte er mir aber auch nur eine letzte Lektion erteilen wollen. Zuzutrauen w\u00e4re es ihm, denn leicht gemacht hatte er es mir noch nie. Damals, als er mir schlie\u00dflich seine Schwester zur Frau gab nicht und sp\u00e4ter, als es um einen Schlichten Handel ging, ebenfalls nicht.<br \/>Ich griff nach Fionns Arm und dr\u00fcckte leicht zu. \u201eDann ist es nun an der Zeit dich zu verheiraten\u2026\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\"Aye!\" Fionns Wangen leuchteten auf. Corrans Ber\u00fchrung brachte ihm schmerzlich wieder nah, was er hier auf's Spiel setzte. Seine Freiheit... sein Herz, seine Natur. Heiraten, daran hatte er bis vor einigen Stunden niemals gedacht. Er hatte doch l\u00e4ngst alles was er brauchte, alles was er wollte... aber Rakhaila nicht. Sie sa\u00df noch bei ihrem Vater als Hastur schon in die Mitte der Tanzfl\u00e4che stand. Aldaran schickte sie fort, mit b\u00f6sen Worten und glimmenden Blick. Seinen Willen schien die Verletzung nicht zu d\u00e4mmen...<br \/>\"Geh, und geh mir aus den Augen...\"<br \/>Fionn h\u00f6rte es, und jedes Wort des Vaters zu seiner Tochter, war auch f\u00fcr ihn ein Stich in die Brust.<br \/>Derweil versuchte Hastur den anwesenden Cristophero M\u00f6nch dazu zu \u00fcberreden die Zeremonie zu vollziehen. \"Nein!\", h\u00f6rte sich Fionn sagen. Ein \"Nein!\" kam auch von Corran.<br \/>Fionn wusste, diese Ehe war nur um des sch\u00f6nen Scheins Willen, um Rakhaila und dem ungeborenen Kind Schutz zu geben. Doch er w\u00fcrde sein eigenes Ich nicht derart verleugnen und vor jemandem, der M\u00e4nner wie ihn verachtete einen Eid ablegen.<br \/>\"Macht es selbst Hastur!\"<br \/>Damit war die Entscheidung getroffen... und auf dem gleichen Boden, wo Rakhaila zuvor einer Verlobung zugestimmt hatte, wo ihr Vater von Corrans Klinge getroffen worden war, traten sie sich gegen\u00fcber. Der Bastard eines Asturischen Prinzen und die einzige Tochter des Lords von Aldaran. Fionn f\u00fchlte tiefe Verlegenheit, aber er zwang sich dazu den Kopf oben zu halten. Seine Barrieren waren in diesem Moment fest verschlossen. Kein fremdes Gef\u00fchl, keine Ablehnung und keine Betroffenheit durften diesen Moment st\u00f6ren und ihn schwach wirken lassen. Er musste stark sein... von diesem Moment an nicht mehr nur f\u00fcr sich und Asturien, sondern auch f\u00fcr Aldaran und Rakhaila.<br \/>\"So sprecht nun euren Eid!\"<br \/>\"Ich, Fionn di Asturien nehme dich, Rakhaila Aldaran zu meiner Frau. Ich werde dich sch\u00fctzen, ehren und respektieren bis ans Ende unserer Tage...\" Wie leicht die Worte doch vielen, auch wenn sie in nichts einem Liebeschwur gliechen. Dies hier war eine Ehe wie sie unter Comyn \u00fcblich war, aus Gr\u00fcnden der B\u00fcndnisse und der Politik geschlossen... etwas, da\u00df Fionn nie hatte tun wollen.<br \/>Doch ein Blick in Rakhailas Augen belehrte ihn eines besseren. Es war schon in Ordnung, solcher Art einen Bund zu schmieden... und Lord Aldaran w\u00fcrde er beweisen, da\u00df er nicht der schlechteste Gatte f\u00fcr seine Tochter war. Denn eines war sicher. Fionn besa\u00df nicht die geringste Spur des Ergeizes, den Erlend gehabt hatte. Wenn es nach ihm ging, dann w\u00fcrde das ungeborene Kind eines Tages seinem Gro\u00dfvater auf den Thron folgen. Niemand anderer... und sicherlich nicht er selbst.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Corran di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ich stand Abseits, fern dessen was sich inmitten der Halle abspielte. Es kam mir unwirklich vor und es lag bestimmt nicht nur daran, dass dies alles so pl\u00f6tzlich geschehen war. Innerhalb eines Abends war die Entscheidung gefallen und jetzt band Hastur zwei Menschen aneinander, die sich weder kannten, noch einander zugetan waren.<br \/>Mein Blick ruhte auf dem Geschehen und doch wieder nicht, denn eigentlich betrachtete ich nur Fionn. Ich sah ihn an, nerv\u00f6s wie er war und f\u00fchlte mit ihm.<br \/>So war es auch mir gegangen, damals, als Aliciane zu Mittsommer nach GreenScarp gekommen war und sich mir angeschworen hatte.<br \/>Als ich kurz den Kopf wandte, sah sie mich tats\u00e4chlich an und ich l\u00e4chelte leicht.<br \/>Seltsamerweise f\u00fchlte ich keinen Verlust. Ich hatte keine Angst davor, dass Fionn sich zur\u00fcckziehen und mich allein lassen w\u00fcrde. Er w\u00fcrde bleiben und wachsen an der neuen Verantwortung. Genauso wie ich an dem Teil meiner Familie gewachsen war, der mir immer noch so neu und manchmal unvertraut war.<br \/>Schlie\u00dflich waren alle Eide gesprochen und Fionn drehte sich gemeinsam mit Rakhaila um, um die ersten Gl\u00fcckw\u00fcnsche entgegen zu nehmen. Er wandte mir den R\u00fccken zu und f\u00fcr den Bruchteil eines Augenblickes versetzte es mir einen Stich, doch dann war es Hastur, der meine Aufmerksamkeit bekam. \u201eHeda!\u201c rief ich. \u201eHast du nicht etwas vergessen Jerome?\u201c<br \/>Der Eid. Der musste nun unweigerlich folgen. Ich kniete nieder, hielt das Schwert mit der Spitze nach unten vor ihn und sprach meine Eidformel.<br \/>\u201eHiermit schw\u00f6re ich mich als treuer Verb\u00fcndeter dem Hause Hastur an. In Krieg und Gefahr, gegen Unbill und Verrat ziehe ich mit dir zu Felde. Aber niemals werde ich meine Waffe gegen Aldaran erheben. Nimm den Schwur oder lass es, Hastur.\u201c<br \/>Ich hielt den blick gesenkt und schwieg. Wartete ab.<br \/>\u201eIch nehme ihn an.\u201c<br \/>Jerome reichte mir seine Hand, ich schlug ein und lie\u00df mir von ihm aufhelfen.<\/p>\n<p>Damit hatte der Krieg ein Ende.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Eine Hochzeit hatte es gegeben und zwei Leben hatten sich unweigerlich miteinander verbunden. Aber es gab kein Hochzeitsfest im \u00fcblichen Sinne... keinen Tanz und selbst bis die Barden wieder aufspielten, dauerte es eine ganze Weile.<br \/>Die Ereignisse warfen ihre Schatten noch \u00fcber den Frieden hinaus...<br \/>Fionn f\u00fchlte die Schwere des Catenas Armbandes, das ihn nun an Rakhaila band. Schwer wie die Verantwortung die er nun trug. L\u00e4chelnd ohne es zu sp\u00fcren, nahm er die Gl\u00fcckw\u00fcnsche aus reichlich verwirrten Gesichtern an, doch sein Herz erreichten sie nicht.<br \/>Ganz anders aber war es mit seiner Frau. Sie hatte sich, durch den Krieg und alles was darum geschehen war, schon einen Platz darin gestohlen. Er f\u00fchlte es, auch wenn er es kaum in Worte fassen konnte...<br \/>Fionn ging mit ihr zum Brautvater und sie unterhielten sich. Joric, das Gesicht immer noch von der Anspannung und Schmerzen verzehrt m\u00fchte sich um Zuversicht.<br \/>Aldaran hatte eine Zukunft und Fionn versuchte redlich, ihm diese nahe zu bringen... das Kind in Rakhailas Bauch w\u00fcrde wachsen und wohl erzogen werden und eines Tages w\u00fcrde es Jorics Platz einnehmen.<br \/>Vorher aber w\u00fcrde man umsichtig und vorsichtig sein. Hastur w\u00fcrde sicherlich offen keine R\u00e4nke spinnen, aber um des Ungeborenen Sicherheit zu gew\u00e4hrleisten einigte man sich leise darauf, wie das Leben nun weitergehen w\u00fcrde.<br \/>Rakhaila w\u00fcrde mitkommen nach GreenScarp und Fionn seinen Platz an Corrans Seite nicht verlassen m\u00fcssen. Aliciane schien, angespannt und ersch\u00f6pft wie sie war, noch darauf zu hoffen dem M\u00e4dchen beibringen zu k\u00f6nnen, wie sie ihrer Dom\u00e4ne am dienlichsten sein konnte.<br \/>Fionn hegte ganz \u00e4hnliche Hoffnungen. Rakhaila war klug genug, und w\u00fcrde die Trauer und das Entsetzen um den Kindsvater erst vergangen sein, w\u00fcrde sie sicher eine tapfere Dame werden...<br \/>Joric bestand darauf, da\u00df sie sich vorerst nicht sehen w\u00fcrden. Um Rakhailas Sicherheit sorgte er sich immer noch mehr als um seine eigene. Nickend stimmte Fionn zu...<br \/>Vorerst war es sicher das Beste so. Wenn erst ein wenig Gras \u00fcber die Sache gewachsen war, dann w\u00fcrden sie sich vielleicht wiedersehen. Aber erst, wenn das Kind auf der Welt war...<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ich war mir nicht sicher, ob ich Rakhaila umarmen oder ihr lediglich die Hand geben sollte. Eine Unsicherheit, die dann so richtig zum Tragen kam, als auf einmal beide Brautleute vor mir standen. Fionn hatte ich nat\u00fcrlich ohne Bedenken in eine schnelle Umarmung gezogen und ihm auf den R\u00fccken geklopft. Dann stand auf einmal Rakhaila neben mir. Ich l\u00e4chelte schief, z\u00f6gerte, beugte mich vor, um sie ebenfalls in den Arm zu nehmen, hielt mich aber dann zur\u00fcck und reichte ihr statt dessen die Hand.<br \/>Ich sp\u00fcrte, dass Fionn mir am\u00fcsiert in die Seite kniff und Aliciane schenkte mir daraufhin ein kopfsch\u00fcttelndes Grinsen.<br \/>Aber Rakhaila schien es nicht zu st\u00f6ren und ich wand mich mit hochrotem Kopf aus der kleinen Gruppe hinaus.<br \/>Es fiel nicht auf, dass ich mich f\u00fcr eine Weile verdr\u00fcckte.<br \/>Lord Corran musste eine Weile f\u00fcr sich sein und denken. Ich lie\u00df die Meute der Feiernden hinter mir und kam erst zur\u00fcck, als ich wieder mit mir im Reinen war.<br \/>Ich stand vor der Halle und atmete ein paar Mal tief durch, dann trat ich ein und setzte mich an einen Tisch zusammen mit Isandro, Fionn und Lord Alton.<br \/>Es gab Bier und zwar ziemlich gutes. Wo auch immer sie es hergeholt hatten, es mundete und es dauerte nicht lange, bis ich vier Becher geleert hatte.<br \/>Pl\u00f6tzlich stand Joric hinter mir. Sein sonorer Bass drang an mein Ohr. \"Dom Corran?\"<br \/>Ich stand auf und wandte den Kopf. In dem Moment holte er aus und ich zuckte zur\u00fcck.<br \/>Aber er schlug mich nicht, sondern begann laut zu lachen.<br \/>\"Du bist ein Bastard, aber wir sind Freunde!\"<br \/>Erleichterung \u00fcberwog und wir sch\u00fcttelten uns die H\u00e4nde.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fionn di Asturien:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Irgendwann l\u00f6ste sich das Fest auf und die meisten gingen zu Bett. Niemand achtete die alten Br\u00e4uche, keiner zeigte Interesse daran das Brautpaar offizell ins Bett zu bringen.<br \/>Fionn war froh darum. So musste er nicht irgendetwas tun, was sein Gem\u00fct belastet h\u00e4tte... und Rakhaila durfte Trauern und zur Ruhe kommen.<\/p>\n<p>Irgendwann, sicherlich nach etwas Schlaf, w\u00fcrde auch Fionns Kopf den Ereignissen wieder eine Ordnung gegeben haben, und seine Sinne w\u00fcrden sich entspannt haben... vielleicht brauchte es daf\u00fcr auch nur die Heimkehr nach GreenScarp, dem Ort wo er sich zu Hause f\u00fchlte, und wo man sich nicht st\u00e4ndig davor f\u00fcrchten m\u00fcsste einen diplomatischen Fehler zu begehn...<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Plot zur Fr\u00fchjahres Con 2006 Leider l\u00e4sst sich f\u00fcr den Kriegsplot von L\u00fctzens\u00f6mmern keine Ausschreibung mehr finden. Die Situation stellte sich wie folgt dar: Es sogen in den Krieg: Aldaran unter Rakhaila Aldaran, die Storns und Asturias (bzw. Greenscarp) gegen Hastur (von Carcosa), Alton, Ardais, Castamir. Wer sonst noch mit dabei war auf den jeweiligen <a href=\"https:\/\/www.darkover-con.de\/?page_id=1230\" class=\"more-link\">...weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\"> \"2006 &#8211; Fr\u00fchjahr\"<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"parent":1222,"menu_order":9,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1230","page","type-page","status-publish","h-entry","hentry","h-as-page"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.darkover-con.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1230","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.darkover-con.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.darkover-con.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.darkover-con.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.darkover-con.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1230"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/www.darkover-con.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1230\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2524,"href":"https:\/\/www.darkover-con.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1230\/revisions\/2524"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.darkover-con.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1222"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.darkover-con.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1230"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}